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Hier gibt's noch Sommer-Nachschlag!

Sayed Balaha “Granada”
Eine CD-Besprechung von Konstanze Winkler

Die Titel im Einzelnen:

Granada: Eine sonnig-frische Mischung aus rassigem Flamenco und orientalischem Trommelsolo.
Die spanische Gitarre erklingt, das typische Klatschen - die „Palmas“ -  wechseln sich ab im Duell mit der Tabla, bis beide zum Finale gemeinsam erklingen.

Don Quijote: Auch hier wieder Spanisch-Orientalisches; Das schöne Melodienspiel der spanischen Gitarre wird begleitet von „Palmas“, Darbuka und Rahmentrommel. Klingt herrlich nach Urlaub.

Gabbar: Oriental-Pop meets Castagnetten – ein schwungvoller Titel mit Fußwippfaktor. Toll zum Tanzen, sehr abwechslungsreich, mit sanfter, verträumter Bridge mit Nay-Flöte und Akkordeon. Es folgt ein kurzer Walzer, dann wieder Oriental-Pop. Ich finde den Titel sehr geeignet für eine Gruppenchoreo, vielleicht etwas mit spanischen Fächern und Schleiern …

Viva la Fiesta: Rhythmisches Klatschen, eine fröhlich gezupfte Gitarre, dazu Trommelsolo mit Darbuka, Rahmentrommel und Cajon – „Viva la Fiesta“ macht echt gute Laune.

Danza Mora: Dramatische, andalusische Gitarrenklänge wechseln sich ab mit Orientalischer Percussion und sie finden sich zum gemeinsamen Duo. Spannend und leidenschaftlich!

Rischa:  Hier ist wieder Tanzen angesagt – „Rischa“ ist ein hübscher OT-Flamenco Mix mit Gitarre, Akkordeon und Tabla, den man sehr gut für Gruppenchoreografien nutzen kann.

Siroco: Unbändig und wild ist dieser Flamenco, der melodisch von einer Nay-Flöte getragen wird, die Gitarre übernimmt die Begleitung, aber dann wechseln sich beide in der Melodien-Führung ab! In der Mitte ein feuriges Trommelsolo mit Tabla und Cajon.  Außergewöhnlich und schön, mein Lieblingstitel der CD!

El Puerto: Ein traditionell anmutender Flamenco, etwas ruhiger und sparsamer instrumentiert, Gitarren- Falsetas, seichte Perkussion und zarte Castagnetten erklingen. Ein Stück zum Zuhören und Genießen.

Toba: Spanisches Gitarren-Intro, es folgt „Stierkampf-Musik“, also ein Paso Doble, aber auf Orientalisch. Bläser, Akkordeon, Castagnetten, Tabla und die spanische Gitarre, alle sind sie dabei, das Temperament wechselt schwindelerregend schnell von Arabisch zu Andalusisch. Auch dieser Titel ist geeignet für eine abwechslungsreiche Gruppenchoreografie, in der man auch prima einige kurze Solos einbauen kann.

Herencia Oriental: „Mokka mit Baldrian“, so könnte man die musikalische Mischung bei „Herencia Oriental“ wohl nennen, wenn man sie trinken könnte, denn sie ist sowohl anregend als auch beruhigend: Ein zackiges Trommelsolo als Intro, dann wechselt der Titel über in einen  behäbigen Rhythmus … Ich höre da einen Felahi heraus? Dann wieder das knackige Trommelsolo … der Felahi … usw., bis das Stück mit anregendem „Mokka“ - also dem Trommelsolo - abrupt endet.

Otros Caminos: Wie der Titel schon sagt, wird hier einmal  ein anderer musikalischer Weg eingeschlagen. „Otros Caminos“ ist ein Flamenco mit jazzigen Melodien und Tonarten. Schwierig zu betanzen aber toll zum Zuhören, gefällt mir sehr gut!

Fazit: „Granada“ ist ein tolles Sommer-Album (das man natürlich auch im Frühling, Herbst und Winter hören darf, wenn einem danach ist), und Sayed Balaha hat - hier in Zusammenarbeit mit Gitarrist Georg Kempa - wieder einmal bewiesen, dass er nicht nur „Orientalisch“ kann, dieser Musiker ist wahrlich vielseitig. Die Titel 1, 3, 4, 5, 6, 9 und 10 auf der CD sind GEMAFREI!
Reinhören: ... kann man in die Titel bei BALAHA RECORDS: http://www.balaha-records.com....

und bestellen kann man die CD dort natürlich auch!

www.balaha-records.com
Wer sich zum gerade begonnenen goldenen Oktober noch etwas Sommer ins Gemüt holen möchte, der sollte zu dieser CD greifen. Sayed Balaha bringt uns mit „Granada“ nach Spanien und noch einmal so richtig schön in Urlaubslaune. Musikalisch geht die Reise aber nicht an den Ballermann, sondern ins temperamentvolle Andalusien, dort wo der Flamenco seine Wurzeln hat. Das Album erfreut den Hörer sowohl mit klassischem Flamenco - die spanische Gitarre wird gespielt von Georg Kempa -, als auch mit orientalischen Klängen - für diese ist natürlich Sayed Balaha zuständig - , und es ist wunderbar abwechslungsreich: Da gibt es Liebliches, Fröhliches, Rassiges, aber auch Dramatisches und  Melancholisches ist  mit dabei.