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DJINN
+ Beatbox Guitar
= DJAM under Je’Bon?
Da wäre zunächst die Gruppe DJINN, von der sicherlich jeder schon mal gehört, bzw. bereits zu ihren Liedern getanzt hat. DJINN kommen aus New York und sind:

Carmin Guide (Cümbüs - ein Banjoähnliches Instrument, Oud)
Pete List (Human Beatbox, Djembe)
Brad MacDanald (Doumbek Trommel, Riq Tambourin, Electronics)
Fung Chern Hwei (Violine)

Als zweites möchte ich Euch das gleichnamige Album von Beatbox Guitar vorstellen.
Beatbox Guitar ist ein Duo aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn , bestehend aus den Musikern

Pete List (Human Beatbox)
und Rob Mastrianni (Gitarre und elektronische Sitar)


Und dann gibt es noch die beiden Solo CDs von Pete List, welcher außer Human Beatboxing auch das Spielen diverser Instrumente beherrscht und außerdem ein hervorragender Komponist ist.

Diese möglicherweise ein wenig  verwirrende Formel dient als Einstieg
in meine heutige Musik-Rezension.
Zur Sprache kommen nämlich mehrere Tonträger diverser Interpreten, die aber alle miteinander zu tun haben.
CD Vorstellungen
von Konstanze Winkler
Djinn
“The Middle East Side”
(2006)

Der CD-Guide sagt:

„Brooklyns eigene “East Coast Tribal Style” Musik, von traditionell Orientalisch bis hin zur experimentellen Mischung althergebrachter Instrumente mit Synthesizern und „Beatboxing“

...beginnen wir mit den Alben von Djinn:
Auf der CD finden sich traditionell orientalische Rhythmen und Instrumente, urban angehaucht durch beat boxing und elektronische Arrangements, das alles im typischen DJINN-Sound, der durch die Instrumentierung von Drehleier und Cümbüs sofort erkennbar ist.

Die Musikstücke dieser CD sind schwungvoll und mitreißend, ich halte sie sowohl für modernen orientalischen Tanz und Oriental Fantasy Improvisationen als auch für getanzte Trommelsoli sehr geeignet.

Reinhören kann man hier: http://www.cdbaby.com/cd/djinnnyc

Djinn
„The Silent D“

(2009)

Beschreibung vom CD-Guide:

“Eine modern Mischung aus ehemaliger Partymusik mit menschlicher „Beatbox“, Synthesizern, einer Spur orientalischer Würze und einem Schluck „New York City Style“.“

Die zweite CD von DJINN ist etwas experimenteller als ihr erstes Album. Es gibt auch hier klassische orientalische Rhythmen, auch erkennt man noch den typischen DJINN-Sound, allerdings ist die Instrumentierung westlicher, die Töne sind oft dissonanziger
und alles klingt mehr nach Großstadt Beledi.

Dem entsprechend ist die Musik von „The Silent D“ wohl eher etwas für die Tribal-Fusion orientierte Tänzerin, obwohl man das nicht glasklar zum ersten Album abgrenzen kann, denn es gibt auf beiden CDs passende Musik sowohl für die Fans klassisch orientalischen Tanzes als auch des Tribal-Fusions zu finden.

Reinhören? http://www.cdbaby.com/cd/djinnnyc2

"Beatbox Guitar"
(2009)

Das gleichnamige Album von
„Beatbox Guitar“ hat ein ganz
anderes Musikthema, nämlich
„Flamenco-Fusion“
und Rhythmus am Mikrophon unterstreicht und präsentiert Rob Mastriannis komplizierte und virtuose Feinarbeit mit seiner Gitarre und auf der elektrischen Sitar.“
Auf ihrer Homepage ist zu lesen:

„Das aus Brooklyn stammende Duo “Beatbox guitar” erschafft eine innovative Mischung aus Flamenco, Psychedelischen Rock, Hip Hop und Punk. Des menschlichen „Beatboxers“ Pete Lists müheloses Fließen von Atem

Diese CD gehört zu meinen absoluten Lieblings CDs. Flamenco an sich ist mir manchmal etwas zu schwer, zu dramatisch, doch durch die außergewöhnlich arrangierten Titel, sie bestehen fast alle nur aus Robs fantastischer Gitarre und Pete Lists menschlicher „Geräuschekiste“, wirkt der fusionierte Flamenco leicht, luftig und fließend, ohne dabei seine anregende Qualität zu verlieren.

Es gibt Ausflüge in den Psycheldelic Rock („New Seed“, „Wish“ und „Upper Realm“) und in die Anden, mit einem peruanisch anmutenden Flötenstück („Sky City“), aber der Großteil dieser CD besteht aus jener Flamenco-Fusion, der ich stundenlang lauschen kann, ohne zu ermüden.

Selbstverständlich kann man zu dieser Musik auch wunderbar orientalisch tanzen, das haben Kaeshi Chai, Susan Frankovich, Anasma und hier in Deutschland auch Eliana, Djamila, Patricia Zarnovican und noch einige mehr bewiesen.

Hier gibt es den wunderschönen Flamenco-Fusion-Sound auf die Ohren:
http://www.cdbaby.com/cd/beatboxguitar

Bleibt nur noch zu klären was DJAM under Je'Bon bedeutet: DJAM heißt das Projekt, welches regelmäßig mittwochs im New Yorker Noodle Shop "Je’Bon" stattfindet. Hier treffen sich die Musiker von DJINN und Beatbox Guitar, um gemeinsam mit Orientalischen Tänzerinnen (diese unter der Leitung von Kaeshi Chai) zu "jammen",
also sowohl musikalisch als auch tänzerisch zu improvisieren.

Mit diesem Programm waren Beatbox Guitar, Brad MacDonald, Kashi Chai plus Gaststar Susan Frankovich bereits auf Europatour und ihr Programm war sehr sehenswert. Wenn sie also noch einmal zu uns nach Deutschland kommen, unbedingt anschauen!
Zu guter Letzt die beiden Solo-Alben von Pete List:
Pete List
„Songs for Kassar“

(2007)

Pete hat sich einige Gastmusiker ins Boot geholt um diese sehr experimentelle CD zu produzieren. Unter anderem  Anasma, die für ihn singt, und auch seinen Co-Musiker von Beatbox Guitar, Rob Mastrianni.

Zur CD gibt es die folgende Information im Guide:

"Eigens komponiert für das Tribal-Belly-Dance Duo KASSAR, ist diese CD eine ungewöhnliche

Mischung aus Weltmusik mit afrikanischen und arabischen Schlaginstrumenten, menschlicher „Beatbox“, Streichern, Synthesizern, Sitar, Oud, Kanoun (orientalischer Zither) und Gesang."
Pete List überrascht mit innovativen Kombinationen, z.B.:

Andalusisch-orientalisch lasziv, 
schwer, „tribalig“, mit erdigen Rhythmen,
Beatbox und Sitar, indisch-orientalisch,
spanisch-orientalisch und hip-hopig mit Anasma,
Indian-Hip Hop mit Streichern,
Afro-orientalisches feat. Tonya,
Balkan-Oriental Funk.

Die CD wird von Mal zu Mal besser, je öfter man sie anhört, wie so oft, wenn sich einem komplett neues und zunächst ohrfremdes offenbart.

Neugierig?
http://www.cdbaby.com/cd/petelist3

Pete List
„A Charming Demise“

(2011)

Der CD Guide schreibt:

"In seinem aktuellen Soloprojekt mit Kompositionen für Bauchtänzerinnen, mischt Pete Instrumente aus Asien,
Indien und die des Orients mit Strei-
chern und Synthesizern, um einen emotional geladenen und harmo-
nischen Multi-Ethnic-Sound zu er-
schaffen. Die CD ist in Zusammenarbeit mit Fung Chern Hwei, Ko Taniguchi, Satoru Ohashi, Jessie Reagen Mann
und Melissa Kacalanos entstanden.“

Hier gibt es von allem etwas, aber alles vor allem sehr experimentell, z.B.:

Rhythmisch, Afro-Andalusisches mit Gitarre, sehr spannend arrangiert
Griechisch-Mystisches mischt sich mit geheimnisvoll Orientalischem
Sehnsuchtsvoll verträumt Melancholisches
Asiatisch-Spärisches mit Didgeridooklängen und Streichern
Moderne 2-step Rhythmen und Breakbeats, dazu Jazz-Klavier
Dissonanziges Durcheinander mit Streichern
Improvisierte Jazztrompete, urbane Klänge, rhythmisch orientalisch untermalt
Elektronisches Sitarspiel – eine Art Raga, jedoch in westlicher Tonart

Diese Musik ist außergewöhnlich, faszinierend schön, und geeignet, um tänzerisch Geschichten zu erzählen.

Reinhören?
http://www.cdbaby.com/cd/petelist

Homepages der Künstler:

Djinn: www.djinnnyc.com
Beatbox Guitar: www.beatboxguitar.com
Pete List: www.petelist.com
Djam under Je'Bon: www.bellyqueen.com/djam.html

Die CDs sind u.a. erhältlich bei cd baby, i-tunes, und zum Teil auch bei amazon.de