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GOTHIC BELLYDANCE

"Revelations"

In der Nachfolge der auch in Deutschland ziemlich bekannt gewordenen DVD "Bellywood Underworld", die einen Überblick über die verschiedenen Seiten des Fusion bot, kamen bislang zwei Scheiben heraus, die sich auf Dark und Gothic Fusion kaprizieren. Auch diese sind in Deutschland nicht unbeachtet geblieben, und einige Beiträge darauf haben hierzulande bereits ihre Bearbeitung oder nachempfundene Choreographie gefunden.

Wer auch noch erleben will, über welche Stationen Ariellah zu ihrer heutigen vorzüglichen Darbietung gekommen ist, wer sehen will, wie Blanca zu Mittelalter-Rock von Corvus Corax springt und sich am Boden windet oder wie es aussieht, wenn man zu schwermetalligem Orient Rock orientalisch tanzt, (Elayssa „Keys Unlock Things“), der ist mit dieser Sammlung bestens bedient. Ganz zu schweigen davon, daß man mit 26 Titeln wirklich eine Menge geboten bekommt (zugegeben, zwei oder drei wirklich schlechte Sachen sind auch darunter).

Urteil: Rundum empfehlenswert!

                                - Marcel Bieger

Hier gibt es einen kleinen Einblick in die DVD

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"Revelations" bietet sehr viel deutsche Musik, will sagen, die durchgängig US-amerikanischen (oder in Nordamerika lebenden) Künstlerinnen wählen für ihre Tanzstücke gern einen Industrial Rock oder Gothic Rock von einer deutschen Gruppe, wobei auch Gesang in deutscher Sprache willkommen ist. Auf dieses Phänomen geht übrigens auch Ariellah in einem Interview ein, das hier in ~hagalla~ abgedruckt ist. Nicht von ungefähr ist Ariellah auch auf "Revelations" vertreten.

Zu den Höhepunkten dieser DVD gehören ohne Zweifel die beiden Stücke von Shakra (zum Zeitpunkt der Aufnahme noch ein Trio, seit einiger Zeit nur noch zu zweit unterwegs), wobei „March of the Dead“ geradezu neue Maßstäbe setzt und uns in dieser, ähnlicher oder weiterentwickelter Form noch auf Jahre begleiten dürfte. Synchroner Tanz , ein betont kaputt-großstädtisches Outfit, dazu tadellose Mimik, Gestik und Dramatik, hier stimmt einfach alles.

Mehr in die Fantasy, genauer: die griechische Mythologie, geht da schon „Initiate Amongst the Forsaken“ von Ayshe, Bianca & Sarah Murphy, wo Totengeister eine Frau einbalsamieren und sie auf die Reise über den Styx schicken, bis sie im Totenreich angekommen ist (das alles mit „wenig“ Aufwand, sprich, einigen Schleiern und einem Tuch vor dem Gesicht dargestellt). Leider hinkt die Musik etwas hinterher.

Sera & Solstice sind ein flottes Trio, das zu harter rhythmischer Musik Fusion tanzt. Nichts umwerfend Neues, aber immer noch wunderbar anzusehen.

Sehenswert auch das berühmte Stück „Slut“, in dem Sashi mit insektenartig anmutenden Flügeln auf dem Rücken auftritt. Neben der sehenswerten Finger- und Handarbeit fällt die erotische Ausstrahlung auf – sie bewegt sich wie eine babylonische Tempelpriesterin -, und von den Insektenflügeln geht etwas Satanisches aus (Fliegen sind die Tiere des Teufels).

In „Exalted“ erzählen Ayshe & Adrienne die Geschichte von einer Zauberin, die eine Kriegerin erweckt. Beide bekämpfen sich gleich mit den ihnen eigenen Mitteln, bis die Zauberin obsiegt. Eine sehr dunkle Fantasy-Geschichte, an der lediglich das lächerliche Schwert der Kriegerin stört.