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TRIBAL FUSIONS Vol. 2

Von American-Tribal-Style bis Zigeunertanz...

...und ganz viel zwischendrin

Eine Performance-DVD aus dem Hause Bellydance Superstars.

eine Rezension von Konstanze Winkler

Die Videoqualität und Kameraführung ist wie bei allen Videos aus dem Hause BDSS gut, man kann  tänzerische Abläufe schön beobachten und sich auch optisch an den atemberaubenden Kostümen laben.

Auf dieser DVD trifft sich (fast) alles, was in der US-Tribal-Szene Rang und Namen hat. Es sind dabei: Elisabeth Strong, Fat Chance Belly Dance, Kami Liddle, Moria Chappell, Samantha Emanuel (vormals Hasthorpe), Sharon Kihara, Sonia und Colleen, Urban Tribal und last but not least, Zoe Jakes.

Es gibt, wie auch schon bei Tribal Fusions Vol. 1, zwei Durchgänge, d.h., wir sehen jede Tänzerin bzw. Gruppe mit zwei verschiedenen Auftritten.

Hier ein jeweils kurzer Eindruck zu den Darbietungen im Einzelnen:

Teil 1:

Elisabeth Strong tanzt zu einer melancholischen Musik mit klassischen Elementen (hier überwiegend Piano) von Spitzenmusiker Dan Cantrell.

Fat Chance Belly Dance präsentieren klassischen ATS zu Indisch-Pop (Musik: Oojami/Sitare)

Kami Liddle tanzt weiche OT-Elemente fusioniert mit akzentuierten Locks,  schönen Layerings und Shimmies, die Musik ist wieder eher klassisch; tragisch-dramatische Streicher zu Trip-Hop Rhythmen und Breakbeats (Musik: A Necessary End/Saltillo)

Moria Chappell kommt uns mit einer frechen burlesque anmutenden Fusion zum Musiktitel „Man Man/Engrish Bwudd“ daher.

Samantha Emanuel (vormals Hasthorpe) tanzt in einem bezaubernden cremefarbenen Kostüm, Tribal-Fusion zu Musik mit modernen Rhythmen und klassischer Instrumentierung. Samanthas präzise Tanztechnik kommt hier schön zum Vorschein, selbst die feinsten Bewegungen sind bei ihr immer akkurat ausgeführt. (Musik: Wax Taylor/Hypnosis)

Sharon Kihara tanzt zu Musik von der Gruppe Djinn, und es ist toll, ihren durchtrainierten Körper bei der Arbeit zu beobachten. Es gibt wohl kaum eine Tänzerin, die Akzente knackiger setzt als Sharon. (Musik: Djinn/Darshan)

Mit Sonia und Colleen gibt es jetzt ein abwechslungsreiches Duett im Impro-Tribal-Style, klassisch-orientalischen Tanz-Elementen und Fusion mit Pops, Locks und Breaks. Auch hier wieder zwei wunderhübsche Kostüme. (Musik: Djinn/Jimmy Hafla)

Urban Tribal präsentieren uns zu viert eine spannende moderne Choreo in dem für die Gruppe üblichen schlichten schwarzen Tanzoutfit. Sie tanzen zu Beats Antiques „Derivations“. Toll ihre ständigen Wechsel zwischen langsamen und schnellen Bewegungen und die außergewöhnlichen Bodenparts.

Zoe Jakes besticht durch hypnotischen Blick, Fusion mit tollen Posen und ihren berühmten blitzschnellen exzentrischen Drehungen. (Musik: Beats Antique, Slap Dash/Roustabout)

Zum Abschluss von Teil 1 sehen wir nochmal Elisabeth Strong und Zoe Jakes mit einem frechen Hip-Hop-Fusion Duell zu Beats Antiques „Dope Crunk“

2. Runde:

Elisabeth Strong tanzt eine schwungvolle Zigeuner-Fusion zu osteuropäisch klingender Musik mit Akkordeon, Klarinette und Fiedel (Dan Cantrell/Pretty Machine)

Von Fat Chance Belly Dance sehen wir wieder schönen American-Tribal-Style, dieses Mal sogar mit Zimbeln, zu moderner “Up tempo“-Musik von Oojami (Titel: Chicky).

Kami Liddle präsentiert uns ein gekonntes Fusion Solo zu Automaten-Musik mit Vintage-Zirkus-Charme und Breakbeats (Pentaphobe/Poke Me Inna Noggin‘)

Moria Chappell schlängelt und breakt sich zu meditativen Klängen: Düstere tibetische Mantren-Sprechgesänge und indisches, beides von Solace (Ping Heng/Sleeping Sober)

Samanthas Kostüme sind wirklich eine Augenweide! Im atemberauben schönen Tanz-Outfit mit Schleppe, Spitzen-Schößchen und reichlich antikem Charme tanzt sie zu geheimnisvollen, klassischen Klängen mit singender Säge von Dan Cantrell (Titel: Joy Fu Fritters)

Sharon Kihara tanzt uns auch in ihrer zweiten Performance Tribal-Fusion mit schönen Layerings (Musik: Maduro/Séance und Juno)

Von Urban Tribal sehen wir nun ein Duett zu moderner Zigeunerweise. Heather Stants beginnt mit einem Solopart. Mit Einsetzen des Rhythmus in der Musik beginnt auch ihre Tanzpartnerin zu erwachen und nun sehen wir ihr Solo, während Heather derweil „einfriert“. Dann tanzen beide miteinander einen spannenden Dialog mit sehr schönem und sehr synchronem „in-contact“-Part. Die Darbietung ist ein Mix aus orientalischem, fusioniert mit modernen Tanzelementen. Nichts erscheint choreografiert, alles wirkt eher wie eine spannende moderne Improvisation. Einer der schönsten Tänze auf dieser DVD! Musik: Badawi/Yashar

Zoe Jakes; Was soll man sagen: Verrückte Musik, verrückte Hip-Hop-Moves mit Locks und Breaks, verrückte Drehungen, typisch Zoe halt! (Musik: Rube Waddel/John the Revelator)

Fazit: Tribal-Fusions Vol.2 ist (fast) genauso schön anzuschauen wie ihr Vorgänger. Die Kostüme sind wirklich eine Augenweide und eine tolle Inspiration für jede Fusion-Tänzerin. Zunächst hatte ich die Nennung der Musikinterpreten/Titel vermisst, aber wer lange sucht, kommt doch zum Ziel: Sie werden im Abspann der DVD genannt.

Diese DVD hat nicht allzu viel mit klassischem ATS-Tribal zu tun, denn bis auf die beiden Darbietungen von Fat Chance Belly Dance sind alle anderen OT-Fusion. Hier gibt es urban-modernes, Hip-Hop-Fusion, burlesque angehauchtes, und vieles im Vintage-Stil zu sehen.