
Die Interviews zur Show


Interview mit Nadine Gabriel
der Moderatorin von "Colors of Tribal"
von Petra Kaiser
Du bist Sängerin ... wie bist Du zum Singen oder ist das Singen zu Dir gekommen?
Singen war schon von kleinauf meine Leidenschaft. Schwer zu sagen, wann genau das alles angefangen hat. Es ist einfach in mir und mit mir gewachsen. Wenn ich aus der Schule nach Hause gekommen bin, mußte ich immer erst in mein Zimmer gehen und singen. Das hat mir geholfen wieder bei mir selbst anzukommen, Körper und Seele zusammenzubringen. Und das ist so geblieben. Später habe ich dann meinen Gesangslehrer kennengelernt und arbeite seit mittlerweile fast sechs Jahren an der klassischen Ausbildung meiner Stimme.

Ich liebe es, mich zu bewegen und Musik mit allen Sinnen zu erfahren und zu genießen. Deshalb fällt es mir auch immer schwer, während des Singens stillzustehen. Beim Gesang wie beim Tanz ist der ganze Körper dein Instrument, dein Ausdrucksmittel. In beiden Fällen ist es eine sehr unmittelbare Angelegenheit.

Die meisten Veranstaltungen, auf denen ich moderiert habe, waren Konzerte. Das reicht von Muttertagskonzerten über Musical-Shows bis zu Opern-Galen. Oft hab ich auch, wenn ich selbst singen mußte, die Moderation eigenhändig geschrieben, das Reden dann aber jemand anderem überlassen. Ich moderiere sehr gerne, denn mir macht die Interaktion mit dem Publikum Spaß. Zwei Projekte auf die ich sehr stolz bin, sind zum einen ein Brecht-Abend mit der Mezzosopranistin Carmen Rodriguez. Zwischen den Stücken, die z.B. aus der „Dreigroschenoper“ stammen, trage ich Gedichte und Texte von Bert Brecht vor, aber eben nicht, wie man das so kennt, sondern eben etwas „anders“, auf meine eigene Art. Und dann gibt es da noch „Drei Soprane und KEIN Tenor“, eine musikalische Persiflage, bei der wir (Jessica Schneider, Carmen Rodriguez und ich) die Herren Tenöre liebevoll aufs Korn nehmen und beweisen, daß wir Soprane eigentlich alles besser können. Auch dazu habe ich die Moderation gemacht.
Der Aufbau meiner Moderation ist immer sehr abhängig von Anlaß und Inhalt des Ereignisses. Man lernt natürlich schnell, daß dem Publikum nicht mit einem kunstgeschichtlichen oder musikwissenschaftlichen Vortrag gedient ist. Man muß Informationen sprachlich amüsant „verkaufen“.


Also, ich erwarte von der Show „Colors of Tribal“ schon so einiges, und ich bin mir jetzt schon sicher, daß ich gewiß nicht enttäuscht werde.
Ich erwarte tolle Tanz-Darbietungen, wunderbare ausdrucksstarke Powerfrauen, packende Musik, ein begeistertes Publikum, eine positive energiegeladene Atmosphäre und daß wir gemeinsam Spaß haben werden. Und natürlich freue ich mich schon sehr auf Carolena Nericcio, die den ATS ja begründet hat.
Wie sieht Dein weiterer Weg aus? Wer kann Dich für Gesang und Moderation buchen?
Das ist eine spannende Frage. Konkret bereite ich mich auf Vorsingen an Theatern vor, und es kristallisieren sich auch schon wieder spannende Sachen fürs nächste Jahr heraus. In der nächsten Zeit kann man mich in verschiedenen Konzerten und Theater-Aufführungen erleben, zum Beispiel trete ich kurz nach „Colors of Tribal“ im Rahmen eines Operettenkonzertes am 3. August in Worms „open air“ vor dem Herrnsheimer Schloß auf (http://www.herrnsheimer-weinsommer.de/site/programm/programm.html)
Man kann mich gerne für Moderationen und/oder Gesang buchen. Ich bin immer glücklich, wenn sich neue Gelegenheiten und Herausforderungen auftun. Das darf auch ruhig ein bißchen verrückt sein.
Neben meinen Bemühen, in der Theaterlandschaft Fuß zu fassen, versuche ich einfach nicht zu viel zu planen und im Hier und Jetzt kreativ zu sein, denn ich singe nicht nur, ich male auch und schreibe, denn um es mit den Worten meines Lieblingsdichters Joachim Ringelnatz zu sagen: „Überall ist Wunderland/ Überall ist Leben/ bei meiner Tante im Strumpfenband/ wie irgendwo daneben“