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OST TRIFFT WEST

Interview mit Anita Blake

von Marcel Bieger (auch Übersetzung)

ANITA BLAKES WEG ZUM “SISTER STUDIO”

Ende November letzten Jahres bin ich nach Kalifornien gereist. Ich hatte schon lange den Entschluß gefaßt, zu Carolena nach San Francisco zu gehen und dort meine Ausbildung zur ATS® Lehrerin zu absolvieren. Der Kurs, der im November begonnen hat, war schon ein halbes Jahr im voraus ausverkauft.

Für so etwas entscheidet man sich nicht mal eben zwischen Tür und Angel, aber mein Mann Alexander hat mir da sehr zur Seite gestanden. Eigentlich war es sogar sein Einfall, mich doch gleich auch noch um „Sister Studio“ zu bemühen. Ein bisschen Bammel hatte ich ja schon, weil ich noch nie so weit gereist bin, und dann auch noch ganz allein. Aber ich habe es getan, und ich habe es geschafft (lächelt).

Ich war wirklich lange unterwegs, und in den Vereinigten Staaten hat mir wirklich alles gut gefallen: das Essen, die Menschen, einfach alles. Und Carolenas Unterricht ist unbeschreiblich, so etwas habe ich vorher noch nie mit ATS® erlebt. Ich habe keinen Cent zu viel bezahlt. Nach dem Grundkurs „General Skills“, in dem man alles lernt, was man über ATS® wissen muß, ging es an das „Teacher Training“, wo wir darin unterrichtet wurden, selbst ATS® zu lehren. Carolena hat dabei gut aufgepasst, wie wir uns angestellt haben, ist zu jeder von uns hin, hat Fehler korrigiert und hilfreiche Ratschläge gegeben. Und man konnte sich wirklich rund um die Uhr an sie wenden. Ich habe einen weiteren eintägigen Kurs beim „Teacher Training“ belegt, und der heißt “ATS® For Business”. Dort ging es recht locker zu. Carolena hat uns erklärt, wie man mit ATS® seine eigene Firma aufzieht. In Spielrunden oder mit Fragerunden hat sie uns alles beigebracht, was es dazu zu wissen gibt. Und Carolena ist auf jede Frage eingegangen. Nach diesem Kurs habe ich sie gefragt, was man tun muß, um „Sister Studio“ zu werden, und sie hat uns sämtliche Schritte dazu genannt.
Als ich wieder zuhause in Deutschland war, habe ich das „Sister Studio“ Diplom beantragt, und nach ein paar Wochen hielt ich das Zrtifikat in der Hand. Die größte Überraschung aber war, daß es sich dabei nicht einfach nur um ein Stück Papier handelt, das man sich an die Wand hängen oder auf den Kaminsims stellen kann. Vielmehr ist damit eine Riesenunterstützung von Carolena verbunden. Sie hat eigene Kommunikationswege für ihre „Sister Studios“ eingerichtet, über die man sie alles fragen kann, was man will und wann man will. Will man erfahren, wie eine bestimmte Bewegung genau auszusehen hat, oder will man wissen, wie man in einer schwierigen Situation mit Schülerinnen am besten reagiert. Wir hören täglich von Carolena, und sie schreibt sehr oft Botschaften an ihre Gemeinde. Das ist eine ganz große Sache, und ich bin richtig stolz dazuzugehören. Das ist eben das Besondere ihrer Ausbildung, man bekommt nicht nur ein Stück Papier, sondern man bekommt Carolenas ganze Unterstützung.
Das neueste Gerücht besagt, Carolena würde ihre Klassen vergrößern, auf bis zu 60 Schülerinnen. Ist dir so etwas aufgefallen?

Nein, und ich kann mir das eigentlich auch nicht vorstellen. Ihr Studio ist recht klein, mehr als 20 Personen gehen da kaum hinein. Und das ist dann auch die Obergrenze für einen „General Skills“-Kurs. Und für „Teachers Training“ nimmt sie pro Klasse nur 15. Da klingt 60 Personen doch arg gewaltig viel. Wie soll man denn mit 60 Mitschülern noch etwas lernen? Ich könnte mir höchstens vorstellen, daß es größere Klassen gibt, wenn Carolena auf Tanzreisen ist. Denn meist liegt es ja an den Veranstaltern, wie große Räume sie für die Workshops zur Verfügung stellen und wie viele Interessierte sie dort hineinpferchen. Ich habe viel von und über Carolena gelernt, und allein schon deswegen, aber auch wegen der Ausbildung, hat sich die Reise gelohnt.

War die Ausbildung denn sehr anstrengend?

Ach was, überhaupt nicht. Wir hatten täglich fünf Stunden Unterricht, manchmal etwas länger, manchmal etwas kürzer. Es war auch richtig schön und toll, in San Francisco zu sein. Wir haben auch das amerikanische Erntedankfest, „Thanksgiving“, erlebt, das einen Monat später als bei uns gefeiert wird. Carolena hat uns alle an dem Tag zu einer Party eingeladen und für uns vegetarisch gekocht. Einige von uns haben auch etwas zu essen mitgebracht, und wir hatten alle einen Riesenspaß.

Hast du irgend jemanden dort schon gekannt?

Nein, aber wir haben uns alle gegenseitig vorgestellt. Und wir haben während der Ausbildung eine „facebook“-Gruppe gegründet, na ja, einige von uns, und wir wollen uns alle Anfang Mai beim Tribal Roma Festival in der italienischen Hauptstadt treffen.  

Damit ist jetzt also dank des „Sisters School“-Diploms deine Tanzschule, die „Lamia Dance Company“ offiziell berechtigt, befähigt und ausgestattet, ATS® zu unterrichten.

Nein und nein. Ich als Anita Blake bin „Sister Studio“, nicht aber mein Tanzstudio. Und das Zertifikat bedeutet auch nicht, daß ich nun berechtigt bin, ATS® zu unterrichten, sondern „Sister Studio“ garantiert die Tanzschülern ein gleichbleibend hohes Niveau in meinem ATS®-Unterricht. „Sister School“ verbürgt also die Qualität, nicht aber die Berechtigung der Ausbildung. ATS® darf im Grunde genommen jeder unterrichten, auch ohne Genehmigung von Carolena.

Das ist uns neu. Bisher sind wir immer davon ausgegangen, daß nur diejenigen ATS® unterrichten dürfen, die von Carolena die Erlaubnis dazu erhalten haben.

ATS® hat seinen weltweiten Siegeszug dank Carolenas DVDs angetreten, sie konnte doch nicht persönlich und ohne Pause hierhin und dorthin reisen. Carolena hat uns auch erklärt, es sei ein Gerücht, daß sie kontrolliere, wer ATS® unterrichtet und wer nicht. So etwas würde sie nie tun.

Du hast auch die traurige Nachricht mitgebracht, daß Carolena nicht mehr ins Ausland reisen will.

Carolena hat uns gesagt, sie sei die ganzen Reisen müde, und sie wolle mehr Zeit bei sich zuhause in San Francisco verbringen. Und ihr Schüler sollten auch mehr von ihren Lehrerinnen unterrichtet werden. Ihre Lehrerinnen sind die Mitglieder von Fat Chance Bellydance. Nur diese unterrichten in ihrem Namen, und niemand sonst.

Unterrichtest du denn seit deiner Rückkehr schon ATS®?

Ja, ich habe in meinem Tanzstudio zwei Klassen, eine für Anfänger und eine für Schülerinnen der Stufe 3. Auf meinem „Zaghareet“-Festival werde ich ebenfalls ATS®Workshops geben. Und – und das habe ich rot im Kalender angestrichen – auf dem Tribal Festival in Hannover im Juni werde ich auch erstmals Workshops geben. Dreimal darfst du raten, worin: ATS® für Anfänger. Kannst du dir das vorstellen? Ich bin so begeistert, daß ich es gar nicht beschreiben kann!

Homepage Anita Blake: www.lamiadance.com
Anita Blake und Carolena Nericcio bei der Zertifikat-Übergabe
Anita Blake
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