


„BELLYDANCE EVOLUTION“

Ich stelle das Orakel dar.
Bist du in deiner Karriere schon einmal mit fremden Kulturen konfrontiert worden, und wie hast du dich auf die griechische vorbereitet?
Mit der griechischen Sagenwelt habe ich mich zuletzt im 5. Schuljahr auseinandergesetzt, aber da sehr, sehr gründlich – wir haben uns fast mit nichts anderem beschäftigt. Von daher kamen mir die Göttinnen, Götter, Musen und so weiter alle noch ziemlich bekannt vor. Das Besondere an unserer Show liegt darin, daß sie griechische, nordische und andere Götterwelten miteinander vermengt. Im Grunde haben wir es mit archetypischer Fiktion zu tun, und da darf sich die Geschichte ruhig die Freiheit nehmen, etwas vom Original abzuweichen.
Bei der Vorbereitung auf meine Rolle als Orakel habe ich auf meine eigenen Studien auf dem Gebiet der Weissagung zurückgegriffen – Tarot, Runen, Kristallkugel -, und bei dieser Tätigkeit bin ich dann in Kontakt mit den Teilen in mir getreten, die immer schon eine besondere Vorliebe für die göttlichen Fähigkeiten der Vergangenheit hatten. Ich wollte meine Rolle nicht nur als Choreographie, sondern als richtiges Ritual anlegen. So war es für mich ganz wunderbar, die Freiheit zu haben, Spiritualität, Dramatik und Tanz miteinander zu verbinden.
Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, daß du bei der Show mitmachen sollst?
Ich war total begeistert, daß Jillina mich dabeihaben wollte! Ich arbeite sehr gern mit ihr zusammen, und in den vielen Jahren, die wir zusammen bei BDSS getanzt und choreographiert haben, sind wir uns natürlich ziemlich vertraut geworden. Als ich von ihrem Projekt Belly Dance Evolution hörte, bat ich sie, mich doch für die nächste frei werdende Rolle vorzusehen. Und wenig später hat sie sich dann an mich gewandt. Es ist so angenehm, wieder mit guten Freunden zusammenzuarbeiten, besonders, wenn man über ein Jahr lang auf Solo-Tournee gewesen ist. Ich genieße auch das hohe Niveau dieser Show – sei es bei den Tänzerinnen, den Musikern, diesen liebenswert wahnsinnigen georgischen Tänzern und in ganz besonderem Maße bei den Wettbewerbs-Siegerinnen. So sind wir an Tanz-Talente geraten, auf die wir mit einer anderen Methode vermutlich nie gestoßen wären. Bei unserem Auftritt letzte Woche in New York City haben mich die Energie, die Einsatzfreude und das unglaubliche Können unserer Gasttänzerinnen schier umgehauen. Einfach unglaublich, was sie sich in nur einer Woche angeeignet haben. Dabei mußten sie die ganze Zeit über in jedem Moment 100 Prozent geben.
Danke, Marcel, wir sehen uns in Hannover.

Informationen unter:
www.world-of-orient.de
UNGARN
Budapest, 14. März 2010
Informationen unter:
www.orientaldance.hu