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Grafik WebDesign: Konstanze Winkler
Japan, gibt es da überhaupt Bauchtanz und Tribal?
Und ob. Niemand beweist das eindrucksvoller als Camew und Tida, die in diesem Jahr zum Tribal Festival nach Hannover gekommen sind und gleich im ersten Anlauf die Plätze 1 und 2 des renommierten Wettbewerbs „Tribal Star“ gewonnen haben. „Hagalla“ stiftet zu diesem Wettbewerb Preise, unter anderem führt das Magazin ein Interview mit dem Contest-Sieger. Lest hier, was Camew über sich und die Szene in Japan zu sagen hat.

Da Camew nur sehr wenig Englisch spricht, haben wir uns der Hilfe der in Düsseldorf lebenden japanischen Tänzerin Asuka Hirai versichert und danken ihr an dieser Stelle für ihre tolle Arbeit.


"MÖGLICHST BALD WIEDERKOMMEN"

Interview mit der japanischen Tänzerin Camew

von Marcel Bieger (auch Deutsche Übersetzung)
graphische Gestaltung Konstanze Winkler

Bei welchen Lehrern hast du gelernt, und was kam noch dazu, bis du deinen eigenen wunderbaren Stil gefunden hast? Wie würdest du deinen Stil selbst beschreiben?

Ich habe bei einer in Japan sehr bekannten Choreographin gelernt, J.J. Rohita. Wir sind uns zum ersten Mal als Schülerinnen in einer ATS-Klasse begegnet und uns seitdem immer wieder über den Weg gelaufen. Als Rachel Brice nach Japan gekommen ist, hat sie mir verschiedene Tanz-Studios in San Francisco empfohlen. Was ich dann in Kalifornien gelernt habe, hat auch ein Gutteil zu dem beigetragen, was ich heute bin.

Wie ich meinen eigenen Stil beschreiben würde? Schwer zu sagen, weil ich immer noch nach meinem ganz eigenen Stil suche. Beim Wettbewerb in Hannover (zum „Tribal Star“) habe ich ganz, ganz langsamen Tribal getanzt. Ich wollte dem Publikum mit möglichst einfachen Tribal-Bewegungen gefallen.

Wenn du an einem neuen Stück arbeitest, wie gehst du da vor? Was steht am Anfang, ein Lied, eine bestimmte Bewegung oder vielleicht sogar ein Accessoire?

Das kommt auf den Fall an, aber meistens beginne ich mit dem großen Rahmen und dem Thema, unter dem meine Arbeit stehen soll. Dann suche ich die dazu passende Musik und das geeignete Kostüm. Und danach geht es an die Bewegungen und die Choreographie, in der sie enthalten sein werden.

Gibt es in Japan eine eigene Tribal-Bewegung, wie würdest du sie beschreiben und siehst du dich selbst als Teil derselben?

Wir haben eine eigene Tribal-Gemeinde, aber die ist wirklich noch nicht sehr groß. Bis 2012 habe ich zu einer Gruppe namens „Sarashukura“ gehört und tanze erst seit diesem Jahr solo. Deswegen gehöre ich eigentlich zu niemandem, und es ist mir auch gleich, welchen Rang oder welche Stellung ich in der Gemeinde einnehme. Denn ich möchte mich bei meiner Arbeit von nichts und niemandem beeinflussen lassen. Ich möchte auch lieber bei meinem jeweiligen Publikum gut ankommen.

Du hast auf dem Tribal Festival Hannover 2013 sehr großen Erfolg gehabt. Bist du solche Auslandserfolge gewöhnt, und wo bist du schon überall aufgetreten?

Ich habe noch nicht allzu viele Erfahrungen im Ausland sammeln können. Mit meiner Gruppe bin ich auf einigen Tribal Festivals in den USA aufgetreten. Und als Solistin habe ich ein paar Male in San Francisco auf der Bühne gestanden und bin auch in Costa Rica und auf Hawaii gewesen.
Welche Pläne hast du für die Zukunft, und gehört dazu vielleicht auch ein weiterer Besuch in Deutschland?

Ich möchte überall in der Welt auftreten, und natürlich möchte ich auch sehr gern wieder nach Deutschland kommen, möglichst bald sogar
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