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Photos: © Brad Dosland, www.taboomedia.com
Grafische Gestaltung: Konstanze Winkler
Cera's Homepage:
"NICHTS ERZWINGEN,
EINFACH GESCHEHEN LASSEN..."
Auf sie darf man gespannt sein - Cera Byer.
Die junge Tänzerin aus San Francisco/USA, die sich ihre Seele aus dem Leib tanzt, ihren Instinkten noch vertraut und alle Tanzstile die ihr gefallen bunt miteinander kombiniert, ist zu Gast bei Beyond Bellydance IV.
Wir sind schon sehr neugierig, was sie uns dort tänzerisch serviert und weil wir immer gern wissen, mit wem wir es zu tun bekommen, haben wir Cera befragt. Hier das Interview mit ihr.
Interview mit Cera Byer

von Marcel Bieger (auch Übersetzung)

Welche Tanzausbildung hast du genossen?

Ich tanze schon seit meinem vierten Lebensjahr: Jazz, Steptanz, Ballett und Musiktheater haben mich in meiner Kindheit begleitet. Daneben habe ich noch Klavier-, Gesangs- und Schauspielunterricht genommen. Bauchtanz kam im Alter von 14 hinzu, aber da habe ich das eigentlich nur nachgemacht. Erst später als Teenager habe ich mich ernsthafter damit auseinandergesetzt, aber auch nur deswegen, weil eine Knieverletzung mir Jazz-Tanz und Ballett unmöglich gemacht hat.

Mit 18 bin ich dann auf die afrikanischen Tänze auf Haiti gestoßen und darüber zur Dunham-Methode und zu kubanischen, brasilianischen und afrikanischen Tänzen. Horton, Graham und andere moderne Tanz-Stile kamen auch noch dazu. Das sind dann auch die eigentlichen Grundlagen meiner Tanzkarriere und überhaupt der Bedeutung des Tanzes in meinem Leben.
Mit 20 bin ich an die Uni gegangen, um dort Tanz-Darbietung und –Choreographie mit Nebenfach Welt-Musik und –Tanz zu studieren. Zu der Zeit bin ich auch mit einer Truppe herumgezogen, die klassischen persischen Tanz dargeboten hat, und war auch bei Ultra Gypsy dabei. An beide bin ich durch ein Vortanzen geraten. Ich habe mich auch etwas mit Hip Hop, Funk, Zeitgenössisch, Flamenco, nordindischem Kathak und diversem anderen beschäftigt. Ich lerne einfach gern Neues hinzu und bin überhaupt der Überzeugung, daß für einen richtigen Tänzer Training unverzichtbar ist und nie aufhört.
Wenn du ein neues Stück entwickelst, was passiert dann zuerst, und wie gehst es danach weiter?

Dazu solltest du mein Choreographie-Buch (das noch nicht erschienen ist, Anm. d. Red.) lesen oder in meinen Choreographie-Workshop kommen. Ich kann nur soviel verraten, daß ich jedes Mal anders vorgehe.

Dein Entwicklungsgang ist ja wirklich beeindruckend, aber wie hast du denn nun deinen eigenen Stil entwickelt?

Na ja, so richtig mich hingesetzt und mir überlegt, wie entwickelst du nun deinen eigenen Stil, habe ich eigentlich nie. Ich tanze immer so, wie mir gerade ist. Mir kommt es darauf an, meinen Instinkten und meinem Körper vertrauen und mich auf mein Training verlassen zu können. Dann klappt es mit dem Rest schon von ganz allein. Mein Motto lautet: „Nichts erzwingen, sondern es einfach geschehen lassen.“

Man kennt dich hier in Europa vor allem durch deinen Auftritt bei “BellyFusions” in Paris. Bist du auch schon woanders in Europa gewesen?

Dabei bin ich nur einmal zu Auftritt und Unterricht bei “BellyFusions” gewesen, nämlich im ersten Jahr, 2009. Ich würde ja gern nochmal hin, wenn man mich einladen würde. Im selben Jahr bin ich auch nach Barcelona, und letztes Jahr habe ich die Schweiz und Italien besucht. In diesem Jahr komme ich zum ersten Mal nach Holland, und darauf hin ich schon sehr gespannt

links: Cera und "Damage Control Dance Theater"
bei BellyFusions in Paris 2009
http://www.youtube.com/watch?v=VI5hfqGJzS4
Was bekommen wir von dir bei Tjarda zu sehen, und wie bist du mir ihr in Kontakt geraten?

Tjarda van Straten habe ich bei ebenjenem Auftritt bei „BellyFusions“ kennengelernt und danach noch etliche Male bei uns in den Staaten gesehen. Entweder bei Unmata im kalifornischen Sacramento (liegt ungefähr eine Autostunde von meiner Heimatstadt San Francisco entfernt) oder auf dem Tribal Fest in Sebastopol. Ich bin ein großer Fan von „The Uzumé“ und halte Tjarda für eine begnadete Tänzerin.

In Holland werde ich ganz neue Workshops geben, deswegen weiß ich auch noch nicht so recht, was die Leute davon erwarten können – denn wir werden es ja gemeinsam zum ersten Mal erleben. Aber soviel läßt sich doch schon sagen. Ich ziehe dort die Synthese aus dem Großteil der Kurse, die ich bis zu diesem Zeitpunkt gegeben habe, und bilde daraus zwei recht umfassende und lohnende neue Workshops, welche hoffentlich alle Studenten an dem Punkt packen werden, wo es ihnen als Einzelperson am wichtigsten ist.
Cera Byer Gast bei BEYOND BELLYDANCE IV
16. - 20.11 2011in Amsterdam/Utrecht (NL)
Cera Byer