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Photos © Konstanze Winkler
´Was ist vor über dreizehn Jahren passiert, daß du dich entschlossen hast, in Zukunft orientlisch zu tanzen?

Ich habe mit unserer Familie einen gemeinsamen Urlaub in der Türkei verbracht. Dort hatten wir ein Stammrestaurant, wo wir uns abends gern aufgehalten haben. Ismet, der Betreiber, hat dort immer orientalische Musik gespielt, auch arabische. Dann habe ich dort eine Tänzerin aus Deutschland getroffen, die dort abends immer mit uns getanzt hat. Da ich sehr musikalisch bin und auch schon in frühester Kindheit getanzt habe, habe ich sofort Feuer gefangen und wollte das auch lernen. Nach meinem Urlaub habe ich mich gleich auf die Suche nach einer Tanzlehrerin gemacht, mußte aber feststellen, daß es die in unserem Umkreis nicht gab.
Zwei Jahre später bin ich dann beruflich von Göttingen nach Kassel versetzt worden. Durch einen Zufall habe ich dort das orientalische Tanzstudio Saida entdeckt, und habe gleich Kontakt aufgenommen. Danach folgten viele Workshops bei namhaften Dozenten, die mir geholfen, haben meinen eigenen Stil zu prägen.
Hast du vorher schon in anderen Tanz-Sparten Erfahrungen gesammelt, tanzt du hauptberuflich, oder hast du auch einen "normalen" Beruf erlernt?

ich habe vor dem orientalischen Tanz viele Jahre Jazz Dance, Street Dance und HipHop getanzt, ich tanze aber nicht hauptberuflich. Ich bin gelernte Einzelhandelskauffrau und leite die Tchibo-Filiale in Göttingen, der Tanz hilft mir den Alltagsstreß abzubauen und gibt mir meine Energie zurück.
Wenn man deine Biographie liest, fällt einem gleich auf, daß du dich mit vielerlei Accessoires sehr gut auszukennen scheinst. Welches sind dir die liebsten, und welchen Platz nimmt dabei der
Raks Sharki ein?

Wenn ich Accessoires benutze, dann am liebsten den Stock und die Melaya, da ich sehr gerne die ägyptische Folklore tanze. Wenn ich Raks Sharki tanze, dann meistens ohne Accessoires, und wenn ich welche benutze, dann Schleier oder Isis-Flügel.
Seit einigen Jahren gibst du Unterricht, was unterrichtest du schwerpunktmäßig, und wie ist überhaupt die Tanz-Situation in Süd-Niedersachsen, also im ehemaligen Zonenrandgebiet?

Da die Szene bei uns in Göttingen sehr klein ist, unterrichte ich hauptsächlich Anfängergruppen bis leichte Mittelstufe, wobei ich für jedes Semester ein anderes Thema anbiete, nach dem Aufwärmen und dem technischen Teil unterrichte ich dann klassischen Raks Sharki, Balady und Saidi, gerne auch mit Accessoires. Mit meiner Gruppe (die ich leider aus Zeitmangel abgeben mußte) aus Hannoversch Münden hatten wir auch schon mehrere Auftritte im Landkreis Göttingen.
Da wie gesagt die Szene in Göttingen eher bescheiden ist, bewege ich mich tänzerisch viel im Raum Hannover und Kassel. Sehr gerne würde ich mich mehr in Göttingen oder der Umgebung präsentieren, aber die Gelegenheiten sind sehr selten, Privatauftritte sind dann hauptsächlich orientalische Feste, Shisha-Bar oder Familienfeiern, direkte Shows oder so gibt es hier leider nicht (noch nicht … ). Mal sehen was sich da noch alles organisieren läßt.
Was hat dich bewogen, bei der "Terra Magica" im Wettbewerb um den Titel einer "Miss Oriental Dance Duderstadt" anzutreten. Wie war es für dich, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, und wie hast du dich gefühlt, als du zur Siegerin gekürt worden bist?

Seit vielen Jahren nehme ich Unterricht bei Shahena in Kassel, dort sind wir von einer befreundeten Tänzerin auf den Wettbewerb bei Terra Magica hingewiesen worden.
Da wir gerade unsere Gruppe „Ensemble Aiwa! gegründet hatten, dachten wir, da melden wir uns an. Da die Veranstalterin Ramona Grosse hatte uns mitteilte, dass sie auch noch Solotänzerinnen für den Wettbewerb suche, haben wir nicht lange überlegt und uns auch dafür angemeldet. Ich selbst habe noch nie an einem Bauchtanz-Contest teilgenommen und freute mich, daß ich auf die Teilnehmerliste kam. Nach wochenlanger Vorbereitung mit der Gruppe und auch als Solistin kam dann endlich der große Tag. Für mich war das ein besonderes Ereignis da ich in Duderstadt aufgewachsen bin.
Ich habe mich über meinen Sieg beim Wettbewerb wahnsinnig gefreut, zumal ich schon fast aufgegeben hatte; weil meine Musik nicht da war, dachte mir dann aber "egal einer muß letzter werden, ich bin hierher-gekommen, um mich zu präsentieren", und habe dann auf ein mir fremdes Musikstück getanzt, das ich mittags bei der Veranstaltung gehört hatte.

Unser Esemble Aiwa (künstlerische Leitung Shahena) hat auch den ersten Platz geholt, es war einfach ein unglaublich schöner Tag. Danke an alle die mich unterstützt haben.

Was hast du für weitere Pläne?

Ich würde sehr gerne mal auf einer Galashow mittanzen bzw. mal in Göttingen eine organisieren, um den Menschen in unserer Region den orientalischen Tanz näherzubringen. Und ich hoffe, daß ich noch viele liebe Tänzer und Tänzerinnen des orientalischen Tanzes kennenlernen darf.
Homepage: www.dhakira.de
Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
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Dhakira
Dhakira, hier im Duo mit Tänzerin Yasmina
Dhakira und Ensemble "Aiwa!", unter der Leitung von Shaheena (dritte v.l.)
"ES WAR EINFACH EIN UNGLAUBLICH SCHÖNER TAG"

Interview mit Dhakira zu ihrem Wettbewerbs-Sieg
beim 1. Orientalischen Fantasy Spektakel
TERRA MAGICA
20./21. Juli 2013 in Duderstadt
von Marcel Bieger