Startseite/Aktuelles
zurück zu Interviews
Ein neues Tanz-Magazin, und wir machen in „Hagalla“ Werbung dafür?
Na, wie man es nimmt: Das „jomdance-magazin“ pflügt Äcker, die schon lange brachliegen. Wer den Bogen von Orientalischem Tanz über Jazz-Tanz bis hin zu Zeitgenössischem spannt, den können wir nicht als Konkurrenz ansehen, sondern nur als willkommene Bereicherung des Angebots.

Wir betrachten das Erscheinen dieses neuen Magazins als wichtiges Ereignis, und somit berichten wir darüber, nämlich mit einer Meldung im Extrablatt und mit einem Interview mit den Herausgebern, Inci und Said. Doch bildet Euch selbst eine Meinung, es lohnt sich, und lest, was die „Macher“ zu sagen haben.
"UND EIN BISSCHEN
VERRÜCKTHEIT …"

Interview mit
Inci Brose und Said el Amir

- von Marcel Bieger

Die "Macher" des
jomdance-magazins ,
Said el Amir & Inci Brose
Warum das Magazin? Und warum „jomdance-magazin"?

Das „jomdance-magazin“ wird von uns, Inci Brose (Fürth) und
Said el Amir (München), gemacht. Wir haben beide Einblicke in verschiedene Branchen: Inci ist nicht nur Tänzerin und Lehrerin für orientalischen Tanz, sondern auch M.A. im Bereich der Sprachwissenschaft und arbeitet als Lektorin in einem Verlag, der zahlreiche Zeitschriften herausbringt, und Said el Amir ist aufgrund seiner Tätigkeit als Künstler, Ausbildungsgründer/-leiter und Dozent in die unterschiedlichen Tanzrichtungen Jazz-, Oriental- und Modern Dance weltweit verstrickt. Uns ist aufgefallen, daß weder der Jazztanz noch Modern Dance eine eigene Zeitschrift haben und daß derzeit keine Oriental-Zeitschrift im deutschsprachigen Raum das abdeckt, was der zeitgenössische Oriental-Tanz informativ benötigt.
Mit jomdance – jazz-oriental-modern-dance – haben wir hier das richtige Instrument dafür an der Hand, alle möglichen Tanzsparten anzusprechen. Oriental-Tanz, Tribal, Tribal-Fusion, Hip-Hop und Streetdance, Jazz und Modern Dance, Pole Dance, Line- und Squaredance usw. fallen in unsere Interessensgebiete. 

Unsere Themen sind breit gefächert: Von Interviews mit verschiedenen Künstlern der unterschiedlichen Szenen, Dozenten und Paradiesvögeln, über Artikel zu tanzspezifischen Themen bis hin zu tanzspartenübergreifenden Themen wie Pädagogik, Didaktik, Tanztechnik und Tanzgeschichte decken wir spannende Bereiche ab, die durch einen Veranstaltungskalender und ein Verzeichnis für Tänzer und Institutionen abgerundet werden.

Das ist ein Spagat, den wir damit versuchen. Aber wir wären nicht Inci und Said, wenn wir in der „jomdance“-Ausbildung nicht gelernt hätten, flexibel genug zu sein (lachen).

Was sagt ihr als Entwickler und Macher der Zeitschrift dazu?

Fusionen verschiedenster Tänze erfordern auch Informationen aus verschiedenen Richtungen.

Wie sieht es hinter den Kulissen des Magazins aus?

Momentan ist das eine „menage a trois“. Je nach Fähigkeiten und Talenten sind die Aufgaben neben der Organisation des Produktionsprozesses und Verwaltung des Business-Apparates in kreatives Layout, Artikel und Interviews schreiben, Übersetzungs-arbeiten, Lektorat und Anzeigengewinnung eingeteilt. Zwei Menschen mit vielen Ideen stecken dahinter. Aber Ideen in die Tat umzusetzen, das ist das Schwere daran. Es erfordert Durchhaltevermögen, finanzielle Investition und ein bißchen Verrücktheit, an eine Sache so stark zu glauben, so viel Zeit und Geld zu investieren und sie gemeinsam auszuprobieren, denn man lebt nur einmal …
Die erste Ausgabe ist also ein Kind mit hohen Ansprüchen?

Besonders stolz sind wir auf die Auswahl der interviewten Künstler und verschiedenen Artikel in der Erstausgabe. Unser Credo, alle Tanzsparten gleich und gleichwertig zu behandeln, ist voll aufgegangen und hat uns gezeigt, daß wir – sofern der Zuspruch der Leser da ist – noch jahrelang Material für viele weitere Ausgaben „jomdance-magazin“ haben.

So stellen wir Stefanie Erb vor, die mit ihrem Konzept „heartwork“ alle Leute anspricht, die Joga, Modern Dance, Zeitgenössischen Tanz und auch Oriental-Tanz betreiben, denn ihre Art, an das Machbare heranzugehen, wird von diesem Konzept geleitet. Eine spannende, bescheidene Frau, die weltweit Erfolge feiert.

Wir haben ein Portrait über den „hippen“ Hiphopper Danielo Mendes dabei, der vielen in der Oriental-Tanzszene durch die Bellydance Evolution Shows von Jillina bekannt ist. Ganz ehrlich, dieser Mann hat so viel mehr zu bieten und viel mehr auf der Pfanne, als „nur“ die Einlagen in diesen Shows. Er gibt faszinierende Einblicke in seinen Werdegang und Persönliches preis, das den Leser in den Bann seiner charismatischen Person zieht. Ein informatives wie lehrreiches Interview hinterläßt bei den Lesern einen bleibenden Eindruck.
Einen bleibenden Eindruck hinterläßt auch Julie Pecquet, die mehrfache Goldmedaillen-Gewinnerin in den Modern-Dance-Wettbewerben der IDO (International Dance Organisation), die unter anderem weltweit auch als Jurorin der IDO tätig ist und sicher einigen als TV-Jurorin der Sendung „So You Think You Can Dance" 2006 in Deutschland bekannt ist.

Wir sind beide mächtig stolz darauf, diese Koryphäen gewonnen zu haben. Sie haben von Anfang an großes Interesse gezeigt und sind vom Ergebnis ebenso begeistert wie wir.

Daß Zaina Aziz für uns die Geschichte von Alvin Ailey näherbringt, ist in der Modern-Dance-Szene mit großem Interesse wahrgenommen worden. Natürlich hängt unser Herzblut am Oriental-Tanz, und so konnte Inci einen echten Coup landen. Sie durfte das Interview mit der lebenden Legende Farida Fahmy als einzige deutschsprachige Journalistin von Keti Sharif aus dem Englischen übersetzen und in Teilen in unserem Magazin veröffentlichen.
Kreativität ist unendlich und hat doch auch seine Grenzen.

Für die zweite Ausgabe haben wir bereits eine Riesenauswahl an Themen und haben schon jetzt entschieden, daß es mehr Seiten als die bisherigen 56 sein müssen. So viel sei vorab verraten: Wir werden unter anderem ein dreiteiliges Special über Tanzfotografen starten, ein Interview mit der Ikone des Modern Dance Jessica Iwanson bringen, einen Blick nach Österreich werfen und die einzige weltweit gefragte österreichische Solistin im Oriental-Tanz, Nabila, vorstellen und uns außerdem das Konzept der Tanzpädagogen-Fortbildung von Regine Blum, einer der Dozentinnen, die den Jazz Dance in Deutschland maßgeblich formten, unter die Lupe nehmen.

So kreativ wir auch sein mögen, es ist immer schön, auch Inspiration von Lesern und Tanzschaffenden zu bekommen. Daher kann man uns Texte einreichen unter http://www.jomdance.com/jomdance_magazin/artikel-einsenden.html

Das ist eine große Ehre, die nicht jedem zuteil wird. Wen die Geschichte und der Werdegang des Oriental-Tanzes aus der Sicht einer Zeitzeugin von fast 50 Jahren Tanzgeschichte interessiert, findet hier reichlich Perspektiven, um seinen eigenen Blick vielleicht neu ausrichten zu können/müssen.
Und wie geht es jetzt weiter?

Im Jahr 2015 kommt noch eine weitere Ausgabe – im Oktober – heraus. 2016 sind drei Ausgaben vorgesehen: eine zur World-of-Orient-Messe im März, eine im Juli und eine im November.

Abonnements können immer nur für ein Jahr abgeschlossen werden, damit sind speziell Tanzende und Studenten, deren Geld bekanntlich immer knapp ist, nicht so lang gebunden. Alle Informationen dazu findet ihr unter www.jomdance-magazin.com

Wir könnten noch unendlich weiter schwärmen von unserem Magazin, aber wir wollen uns nicht selbstbeweihräuchern. Letztlich entscheidet der Käufer, ob dieses Produkt eine Chance auf dem Markt hat oder nicht.
Video: www.jomdance.com/jomdance_magazin/videos/jomdance-magazin1-2015.mp4
Grafik/WebDesign: Konstanze Winkler
Photos mit freundlicher Genehmigung des jomdance-magazins