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Grafik und Layout: Konstanze Winkler
„Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kann man immer etwas an sich verbessern, verschönern, verändern“
Interview mit  LEYLA JOUVANA
von Marcel Bieger
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Das hohe Niveau bei dem Contest Bellydancer of the World fällt direkt auf. Wie selektiert Ihr und wann ist Anmeldeschluß für den Wettbewerb?

Wenn die Liste voll ist (lacht). Da wir planen müssen, sind frühe Anmeldungen erforderlich , deshalb haben wir die günstigere Startgebühr bis 15.10. festgelegt, danach wird es etwas teurer. Das heißt nicht, dass jede Anmeldung  bis zum 15.10. auch auf jeden Fall fest ist. Ausschlaggebend ist wirklich, wann die Grenze erreicht ist. Wenn die Liste und der Contest schon im Juni voll ist, dann können wir auch keinen mehr annehmen. Mehr kann man der Jury und dem Publikum dann nicht  zumuten.

Ich führe allerdings auch eine Warteliste, und wer auf der landet, hat dann aber die Chance aufzurücken oder in den zukünftigen Contests teilzunehmen. Da es hier um den Titel „Belly Dancer of the World“ handelt, erwartet die Welt vor allem bei den Solisten schon ein gewisses Level, um dem Titel gerecht zu werden. Wer sich z. B. bereits in anderen Wettbewerben qualifiziert hat, hat eine gute Chance direkt aufgenommen zu werden (natürlich nur, wenn noch Platz ist). Es ist schön, wenn frühzeitig Bewerbungen hereinkommen, aber leider können trotzdem nicht alle berücksichtigt werden, falls z. B. noch eine Warteliste vom Vorjahr besteht oder sich zu viele aus dem gleichen Land bewerben. Wir bemühen uns, die richtige Mischung von qualifizierten internationalen und deutschen Künstlern zu finden. Für Gruppen-Bewerbungen ist dies etwas leichter da wesentlich mehr Bewerbungen für Solisten als für Gruppen eingehen.  
Die letztjährigen Contest-Gewinnerinnen der Kategorie "klassisch Orientalischer Tanz"
 Der Wettbewerb findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt, was hat Euch bewogen, so etwas einzuführen?

Bei unseren vielen Reisen haben wir festgestellt, daß die Tänzerinnen gern wissen möchten, wo sie mit ihrem Können stehen, und deswegen wünschen sie sich in vielen Ländern einen Contest. Das hat jetzt nicht unbedingt was mit Konkurrenzdenken zu tun. Viele möchten  sich verbessern, Erfahrungen sammeln und es ist Ihnen wichtig, einfach mal dabei zu sein, auch wenn sie dann nicht den ersten Platz erreichen. Es ist ihnen schon wichtig genug, von einer so qualifizierten und internationalen Jury, die wir aus Spitzenkünstlern  aus der ganzen Welt zusammenstellen, ein Feedback zu bekommen. Genau für diese Tänzerinnen veranstalten wir diesen Wettbewerb.
Diese Künstler haben verstanden, was ein Contest zum „Belly Dancer of the World“ bedeutet. Vor denen haben wir Respekt. Sie schreiben mir und bedanken sich für das Feedback an dem sie wachsen und sich weiter entwickeln können. Über solche Leute freuen wir uns, da sie den Sinn erkannt haben. Es gab auch schon mal „schlechte Verlierer“, aber das ist eher die Ausnahme, wenn diese dann beleidigt sind, weil sie nicht gewonnen haben. (beide lachen). Wenn sie sich allerdings die Contest–DVD  im Nachhinein angeschaut hätten, dann könnten sie ja selbst sehen, wie gut die Konkurrenz war und warum es bei ihnen nicht gereicht hat. Alle sieben Jury-Mitglieder notieren sich Zahlen, und diese gehen wir dann gemeinsam durch und gelangen so zu einem gerechten Urteil. Einige, die vorher vierte oder fünfte geworden sind, haben es im folgenden Jahr nochmal probiert und besser abgeschnitten oder sind sogar Erste oder Zweite geworden.
Ein Geniestreich von Euch ist ja auch, den Contest mit der Gala zu verbinden, das heißt, die Sieger in der Gala auftreten zu lassen.

Natürlich, sie haben ja schon bewiesen, daß sie etwas können. Sie treten dann nicht nur auf unserer Gala auf, sie bekommen oft gleich weitere internationale Angebote und können auch im nächsten Jahr bei uns unterrichten. Der Titel „Belly Dancer of the World“ war für viele schon ein Karrieresprung.
Henneth Annun - auch sie schaffte den Sprung innerhalb eines Jahres auf den ersten Platz in der Kategorie "Tribal Fusion Solo", den sie sich allerdings gemeinsam mit Mariam Ala Rashi teilte

Wir versuchen auch alle Händler glücklich zu machen. Ein gutes Geschäft ist nur das, was für beide Seiten gut ist. Wir wollen ja  nicht alle Kosten auf die Händler abwälzen. Uns ist bewußt, daß wir die günstigsten Standmieten haben. So lange die Hallenmiete das hergibt, wollen wir es auch dabei belassen. Natürlich müssen wir für den Basar auch die Hallenmiete bezahlen und daher auch Eintritt dafür nehmen, daran bereichern wir uns  wahrhaftig nicht, aber es hätte ja auch keinen Sinn, wenn wir dadurch in die roten Zahlen kämen. Die Händler sollen bei uns die Möglichkeit finden, gut zu verkaufen, viele leben ja auch davon. Wenn wir dreimal so viele Stände hinstellen, nutzt das im Endeffekt niemandem, denn dann wird ja auch nicht dreimal so viel verkauft. Die Kunden, die dort kaufen, sollen sich nicht beengt fühlen und dann frustriert wieder gehen, weil sie nicht richtig an die Ware rangekommen sind.

Wir versuchen einfach jedes Jahr, für die Künstler, Händler, Zuschauer, WS-Teilnehmer und Helfer ein tolles und unvergessliches Festival zu veranstalten und freuen uns, Ende November, wieder viele bekannte und neue Gesichter begrüßen zu können.
Der Basar auf dem Festival ist groß, aber auch großzügig angeordnet.
Leyla Jouvana und Rolands Homepage:

www.leyla-jouvana.de

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Fotos: 1 © China Championdance 2009/2010, 2 und 3 © André Elbing, 4 © Konstanze Winkler