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Stolz sind sie, und das zu Recht! Die hannoversche Tribalgruppe „MaraDea“ hat beim diesjährigen Internationalen Tribal Festival ihrer Heimatstadt den Gruppen-Contest gewonnen. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg und möchten gern mehr über diese Tänzerinnen wissen, denen die Freude über ihren Tanz so offensichtlich ins Gesicht geschrieben steht, und die mit ihrem Elektro-Swing-Tribal den Saal zum Kochen gebracht haben.

Im nun folgenden Interview teilen uns „MaraDea“ mit, wer sie sind, wie sie bei so vielen Mitgliedern alle Meinungen unter einen Hut bekommen (und das alles ohne Chefin!) und natürlich auch, wie es ihnen beim Contest ergangen ist.
Wie habt ihr zusammengefunden, und was hat euch zu dem Namen "MaraDea" bewogen?

„MaraDea“: Getroffen haben wir uns im „Tanzraum Hannover“,
das orientalische Tanzstudio von Alexandra Michels, in dem damals bereits Patricia Tribal unterrichtete. Der Anfängerkurs
von 2008 ist dort zum ersten Mal bei der Studio-Weihnachtsfeier aufgetreten.

Um ihre Tanzqualität zu verbessern, trafen sich einige von uns regelmäßig zum Training. Nach dem ersten Auftritt im Tanzraum wurde dieses Training fortgeführt. Wir wurden von anderen Tanzstudiomitgliedern angesprochen oder sprachen gezielt an. Irgendwie war bald klar, die Gruppe wollte aus diesem Zusammen- schluss mehr machen. Das 1. Tribalfest in Hannover verging, die Ideen reiften und endlich im Spätsommer 2009 war es spruchreif. Unseren Geburtstag haben wir auf den 04.10.2009 festgelegt.

Die Namensfindung war nicht einfach, schon gar nicht bei sieben Gründungsmitgliedern. Letztlich war es eine demokratische Entscheidung, der klangvollste Name gewann: Mara ist eine nordische Göttin.

Stellt euch bitte einzeln vor und erzählt uns euren tänzerischen Werdegang

In alphabetischer Reihenfolge:
„MaraDea“ über Anja: Die Stille, aber wenn sie etwas sagt, dann witzig und treffend!

Anja: Ich bin seit Frühjahr 2003 im Tanzraum Hannover von Alexandra Michels. 2006 hat Alexandra uns dann den ATS schmackhaft gemacht, worauf ich einen Workshop bei Patricia Zarnovican besucht habe. Dieser hatte mich total begeistert, weil ich mit völlig fremden Frauen ohne Absprache nach 15 Minuten drauflos tanzen konnte. Choreographien sind mir dagegen immer schwer gefallen. Zudem kann ich beim ATS/ITS zu Musik tanzen, die sogar bei mir zu Hause läuft. Seit Sommer 2011 bin ich bei „MaraDea“.
„MaraDea“ über „ananma“: Unsere Organisatorin, Kassenwartin
und Zimbel-Liebhaberin

„ananma“: 2005 hatte ich zum Orientalischen Tanz gefunden. Sommer 2007 hatte ich Tribal erstmals gesehen und sofort gewusst, das willst Du lernen. Erst mit Gründung von „MaraDea“ kam die Tribal-Leidenschaft mit dem ganzen vollen Programm. Inzwischen bin ich Mitglied im Tribal DACH-Verein. ATS verbindet die Tänzer über den eigenen Tribe hinaus. Das ist spannend und abwechslungsreich. Zusammen mit „SiBi“ halte ich Kontakt zu anderen Tribes, vorwiegend in der Region bzw. Norddeutschland, wir treffen uns zum gemeinsamen Tanz, Workshops oder einfach so.
„MaraDea“ über Caja: Caja ist zuverlässig und experimentierfreudig.

Caja: „Sag mal, willst Du nicht mal mitgehen zum Tribal?“ Wenn Yeesha mich nicht gefragt hätte, wüsste ich wahrscheinlich bis heute nicht, dass es sowas Tolles gibt, und auch nicht, wo man so etwas richtig lernen könnte. Nach dem ich 1996 schon mal für drei Jahre OT gemacht hatte, war ich durch Umzüge und neue Arbeitsstelle, irgendwie nie so richtig davon losgekommen und hatte aber auf der anderen Seite irgendwie nie so richtig Glück bei meiner Suche nach einer neuen Bauchtanzlehrerin.  Und so fing es dann also 2008 wieder für mich an.  Ich ging erst mal mit zum Probetraining, und hab‘ mich sofort in die Art der Bewegung verliebt, was sicherlich auch unserer Lehrerin zu verdanken war. So bin ich jetzt seit gut fünf Jahren dabei und froh, dass ich das trotz Vollzeitarbeit und Kind immer noch unter einen Hut bringen kann, auch wenn es manchmal schon nicht einfach ist.
„MaraDea“ über Clara: Clara ist das Küken und unsere Frohnatur.

Clara: meine Liebe zum Tanz entdeckte ich 2004. Eigentlich nur, weil meine Mutter mich gefragt hatte, ob ich das auch mal ausprobieren wolle. Und so begann ich mit dem orientalischen Tanz zunächst bei Daya Dora in Neustadt am Rübenberge. 2005 setzte ich das Tanzen dann bei Alexandra im Tanzraum Hannover fort, wo ich dem orientalischen Tanz weitere vier Jahre lang treu blieb. Als bei uns im Studio die Tribalwelle einrollte, weigerte ich mich sogar zuerst mitzumachen. Ich dachte „Pah! Jetzt machen alle diese neue Modewelle mit - ich aber nicht!“ Als ich das Ganze eine Weile beobachtete, belegte ich Anfang 2009 doch einen Einsteiger Workshop bei Patricia. Und siehe da: Ich war begeistert und blieb dabei! Ich tanze mit Leib und Seele Improvisational Tribal Style und ein bisschen Tribal Fusion und bin sehr froh über meine damalige Entscheidung doch einmal in diese wunderbare Form des Tanzes hinein zu schnuppern! Bei „MaraDea“ habe ich zunächst ein Jahr mitgetanzt und dann ein gutes Jahr ausgesetzt. Seit Sommer 2012 bin ich wieder dabei.
„MaraDea“ über Kathrin: Kathrin versucht gute Laune zu verbreiten und gleichzeitig auf zielgerichtetes Training hinzuwirken. Da sie sich Choreografien gut merken kann, ist sie die „Springerin“ der Gruppe.

Kathrin: Ich habe 2006 mit Orientalischem Tanz im Tanzraum Hannover begonnen und war zwar an Tribal interessiert, hatte aber erst keine Zeit dafür. 2009 besuchte ich dann einen Workshop bei Patricia und war sofort begeistert. Seitdem nehme ich an ihren und Elena Sapegas Kursen teil. Mehrmals im Jahr versuche ich meine Kenntnisse bei Workshops zu verbessern. Ich bin seit 2011 bei „MaraDea“.
Nine: Als Jugendliche machte ich schon mal einen Anlauf mit Ballett, fühlte mich aber dort nicht wohl, gleichzeitig Schwimmen und Rudern. Dann noch etwas Yoga und Jazz Dance und dann eine lange Pause. 2001 fragte mich eine Frau, ob ich mal etwas Bauchtanz lernen wollte. Das brachte eine Menge in Bewegung. Ich nahm Unterricht bei einer marokkanischen Bauchtänzerin, wechselte dann zu Alexandra in den Tanzraum und entdeckte dort bei einer Weihnachtsfeier Patricia. Gesehen und dann sofort in den Kurs. Das wollte ich lernen. Ich habe seither viel Unterricht genommen und auch Workshops und Intensivkurse besucht. Vieles hat sich seitdem verändert bei mir, unter anderem bin ich gerade die Außenstelle in Peru, da ich im Amazonasgebiet arbeite. Und manchmal tanze ich auch, nur leider gerade nicht mit meiner Gruppe. Das ist eine der Sachen, die mir richtig fehlen!
„MaraDea“ über Nine: Nine ist unsere Erdung. Zitat: „Können wir endlich tanzen!?“
„MaraDea“ über „SiBi“: „SiBi“ kümmert sich um unsere Werbung (facebook, Flyer, Visitenkarten) und ist „Die mit dem MP3-Player kämpft“.

„SiBi“: Ich habe als Jugendliche in einer Volkstanzgruppe Tanzerfahrungen gesammelt, dann Standard und Latein (Turniertanz) getanzt und Rock'n'Roll. Im September 2006 habe ich endlich die Kurve gekriegt und im Tanzraum mit dem Orientalischen Tanz begonnen, was auszuprobieren mich schon sehr lange vorher gereizt hat. Erst 2007 habe ich mich schließlich an Tribal „rangetraut“ und beim Sommerkurs von Patricia mitgemacht. Seitdem bin ich sehr heftig mit dem Tribal-Virus infiziert und tanze leidenschaftlich ITS und seit 2011 auch ATS mit meiner lieben Tribalschwester „ananma“. Zweimal hatte sich der Traum vom eigenen Tribe leider schon zerschlagen, als ich 2009 von einigen Mittänzerinnen im Tanzraum gefragt wurde, ob ich mit ihnen zusammen tanzen möchte. Ich habe mich total darüber gefreut und begeistert zugesagt! Seitdem nehmen das Tanzen und alles was drum herum dazu gehört, einen wichtigen Platz in meinem Leben ein!
„MaraDea“ über „Yeesha“: „Yeesha“ ist unsere Kostümideen-Lieferantin und Schminkexpertin und „der Gegenpol“.

„Yeesha“: Ich fand durch ein Video von Sharon Kihara zum Tanz. Fasziniert von Musik, Kostüm und der Art der Bewegung beim Tanz, traf ich nach einiger Suche nach einer geeigneten Lehrerin auf Patricia aus dem Tanzraum Hannover. Dort tanze ich seit Januar 2008 ITS und ab 2009 belegte ich zusätzlich einen Fusion-Kurs.
Tribal Fusion entspricht am ehesten meinem Wesen, u.a. deshalb, weil man sich damit zu jedweder Musikrichtung tänzerisch auszudrücken vermag. Ich liebe es, mit Fusionbewegungen zu einem bestimmten Stück zu spielen, weshalb ich mich durch Kurse & Workshops weiterbilde, soweit es meine Freizeit zulässt.
„MaraDea“ über Uwe: Ehrenmitglied seit 2013, Nichttänzer, unser Fotograf und Ehemann von „SiBi“
Welche Art Gruppenstruktur habt ihr? Gibt es bei euch eine Chefin, und falls nicht, warum habt ihr darauf verzichtet? Wie bringt man so viele Tanz-Persönlichkeiten, Tanz-Ausbildungen und Tanz-Erfahrungen unter einen Hut?

unisono: „mit Humor“

Kathrin: Das klappt hauptsächlich, weil wir uns untereinander super verstehen und uns gegenseitig gut einschätzen können. Wir können ehrlich zueinander sein und müssen nicht um den heißen Brei herumreden, wenn mal etwas nicht hinhaut. Eine Chefin haben wir nicht aber am ehesten als solche bezeichnen kann man wohl drei der Gründungsmitglieder, „ananma“, „SiBi“ und „Yeesha“. Die Drei kümmern sich am meisten um das Organisatorische und kennen die meisten Leute aus der Tribal-Szene.

„ananma“: Bei unserer Gründung war uns schon bewusst, dass es keinen einzelnen Gruppenleiter geben kann, denn wir haben unter uns weder eine Tanzlehrerin noch eine Trainerin mit Zertifikaten oder ähnlichem beruflichem Hintergrund. Wir sind demokratisch aufgestellt und entscheiden entsprechend. Es gibt nur wenige Bereiche, bei denen Entscheidungen einstimmig sein müssen. Über die Jahre hat sich aber eine Art Führungskreis gebildet. Die Zusammenstellung wechselt je nach Anforderung. Wir sind ja keine homogene Gruppe sondern setzen uns zusammen aus Berufstätigen, berufstätigen Müttern, aus Familienmenschen. Dies alles mit dem Tanzen zu vereinbaren ist anspruchsvoll.
Wenn ihr ein neues Stück entwickelt, wie geht ihr dann vor, bringen alle etwas in die Nummer ein? Wer entwirft und schneidert eure hübschen Kostüme?

„SiBi“: Bisher gibt es zwei eigene Choreografien von „MaraDea“. Wir haben Musik gesucht, die uns gefällt und dann haben eine oder zwei sich dazu eine Choreo- grafie ausgedacht; bei unserem Elektroswing Stück „Demon Kitty Rag“ für den Contest  waren das „Yeesha“ und Clara, beim Vorgänger „Marienkäfer“ war es „ananma“. Den Feinschliff machen wir immer alle zusammen, wobei dann auch die Stärken oder Schwächen der einzelnen Tänzerinnen berücksichtigt werden.
Viele von uns haben sich schon etwas von ihr anfertigen lassen - sogar Patricia Zarnovican trägt ein BH/Gürtelset von ihr – Schleichwerbung Ende -. Letztlich wird ein Konzept für das Kostüm festgelegt, manchmal nur die Farbgebung, oder aber bestimmte Elemente, die bei allen vorkommen sollen. Umsetzen tut es dann jede, wie es für sie am besten passt, von selbst nähen und basteln bis anfertigen lassen und kaufen ist alles möglich. Wir sind so unterschiedlich, da sind Einheitskostüme undenkbar, jede kann ihre Vorzüge ins rechte Licht setzen und trotzdem ergibt alles zusammen ein harmonisches Ganzes. Zwischendurch überprüfen wir immer mal wieder, ob wirklich alles gut zusammen aussieht.
Ihr seid zum ersten Mal beim Tribal-Star-Wettbewerb angetreten und gleich auf dem ersten Platz gelandet, nochmals unseren ganz herzlichen Glückwunsch dafür.

Wie habt ihr euch auf den Wettbewerb vorbereitet, was habt ihr beim "Vortanzen" empfunden und wie war es für euch, als ihr zum Sieger erklärt worden seid?

Kathrin: Vielen Dank! Wir haben vor dem Wettbewerb gezielter geübt und auch ein professionelles Coaching in Anspruch genommen, damit es auch wirklich gut aussieht und die Zuschauer mitreißt. Dass es so gut gelingen würde, damit hatten wir nicht gerechnet. Wir wurden zwar auch von unseren Lehrerinnen Patricia und Elena ermutigt, teilzunehmen, aber die anderen Gruppen haben wir nicht als leichte Gegner wahrgenommen.
Vor dem Auftritt wurde kurzfristig die Reihenfolge verändert, so dass wir eher dran waren als gedacht, das war aber sehr gut für uns. Wir tanzten hinter der Bühne noch ausgelassen zur Musik der ersten Gruppe und konnten dann gleich loslegen. Die Aufregung war für mich dadurch viel geringer als sonst. Während unseres Auftritts spürte ich schon zu Beginn, wie sich eine Verbindung zwischen dem Publikum und uns aufbaute, es war fast wie eine Welle, die herüber schwappte. Das hat mir noch einmal richtig Schwung gegeben.

Bei der Siegerehrung hoffte ich auf einen zweiten oder dritten Platz, als dann die Zweitplatzierten verkündet wurden, war ich überwältigt, dass wir es tatsächlich auf den ersten Platz geschafft hatten. Mir kamen vor Glück die Tränen, das konnte ich gar nicht unterdrücken. Ich hätte am liebsten alle umarmt, aber erst einmal mussten wir wieder auf die Bühne und unsere Urkunde entgegennehmen. Das war wirklich ein toller Moment, an den ich mich immer gut erinnern werde.

„SiBi“: Auf der Hinfahrt sagte ich im Auto noch zu „ananma“ in Bezug auf die anderen teilnehmenden Gruppen: „Oje… ich glaube, die spielen in einer anderen Liga…“. Darum und natürlich weil dieser Auftritt vor Tribal erfahrenem Publikum und einer Fach-Jury schon eine ganz besondere Sache war, war ich auch ungewohnt aufgeregt, was ich sonst bei Choreografien nicht bin. Vor dem Auftritt gemeinsames „Abzappeln“ zur Musik der Vorgänger macht locker und stärkt das Gruppengefühl. Das scheint dieses Mal besonders gut geholfen zu haben!
Obwohl unser Start (Änderung der erwarteten Reihenfolge und dann setzte unsere Aufgangsmusik auch noch zu früh ein) eigentlich etwas kuddelmuddelig war, hat dann alles super geklappt.

Noch nie habe ich so eine positive Energie vom Publikum gespürt wie bei diesem Auftritt. Bewusst wahrgenommen habe ich vor allem die Jurymitglieder in der ersten Reihe, die alle gelächelt haben. In dem Moment war es gar nicht wichtig, welchen Platz wir belegen, ich war auch so schon total überwältigt. Als dann der vierte Platz verkündet wurde, haben wir uns schon gefreut „juchhu, wir sind nicht Letzte!“, womit ich gerechnet hatte… Aber als dann feststand, dass wir tatsächlich GEWONNEN haben, war das einfach grandios und überwältigend! Ich glaube, da hatten mehr oder weniger alle von uns Tränen in den Augen, vor Freude oder vielleicht, weil man die anderen weinen sah.

Caja: Während des Auftrittes dachte ich erstaunlich wenig, ungefähr so: „Wow, da im Publikum lächeln einige … das war knapp  … was ein Glück, keine großen Fehler … geschafft“
Es hat einen Moment gebraucht, bis mir klar wurde, dass ja der erste Platz nicht zuerst, sondern zuletzt aufgerufen wurde. Und als wir weiterhin nicht aufgerufen worden waren, dachte ich immer, ich hätte unseren Namen verpasst. Gerade bei den Mitbewerbern bin ich wirklich sehr stolz, dass wir den ersten Platz gemacht haben, und ich bin über die starke Konkurrenz auch froh, weil so der erste Platz bei so wenigen Teilnehmern auch eine echte Aussage hat.
„ananma“: In der Samstagsshow konnten wir zwei Mitbewerber in Aktion sehen. Entsprechend hatte ich mir keine hohe Platzierung ausgerechnet. Der Wettbewerbs- auftritt war berauschend: Innerhalb weniger Takte gab es eine Verbindung mit dem Publikum, so etwas hatte ich bis dato noch nie erlebt.
Ja, da guckst du ungläubig in die Augen deiner Tanzschwestern, das ist ein ganz besonderer Moment zu sehen, bei ALLEN ist nun angekommen, wir haben gewonnen. Auf der Bühne fingen auch bei mir die Tränen an zu laufen. Wahnsinn, alles Wahnsinn. Die ganze harte Arbeit der letzten Monate hat sich gelohnt. Eigentlich bin ich bis heute noch sehr beeindruckt von diesem Ereignis.
So ein Preis gibt euch bestimmt viel Auftrieb, wird sich deswegen etwas in eurer Gruppe ändern und wenn ja, was? Welche Zukunftspläne habt ihr, und wollt ihr euch in ganz Deutschland einen Namen machen?

„SiBi“: Der 1. Platz beim Contest zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, trotzdem sind wir nicht auf einem Höhenflug. Wir sind und bleiben eine Hobbygruppe, die jedoch auf alle Fälle einen gewissen Anspruch an sich selber hat, weiter an sich arbeiten wird und natürlich auch neue Herausforderungen sucht. Das Wagnis am Contest teilzunehmen hat sich für uns gelohnt und ist Bestätigung für unsere Arbeit an uns. Wir wachsen gemeinsam durch diese Herausforderungen und das schweißt zusammen. Wir sind vor kurzem in Hamburg bei „Op de Deel“ aufgetreten. Anderes ist in Planung aber noch nicht spruchreif. Grundsätzlich ist es nicht unser Bestreben bundesweit aufzutreten, im Einzelfall ist das aber nicht ausgeschlossen.
Wenn ihr euch für eure Gruppe etwas wünschen könntet, was würde das sein?

Kathrin: Ich würde sehr gern einmal mit Perlatentia zusammen auftreten.

„SiBi“: Es wäre toll, mal gemeinsam mit Neas Tribal zu tanzen.

„ananma“: Auf meiner Wunschliste stehen: Mehr Zeit finden, weitere Gruppenmitglieder und ein „Polster“ für die Kasse.

„MaraDea“: Veränderungen machen auch vor uns nicht halt. Seit dem Tribalfestival hat uns Samiraya leider verlassen und auch Esther, die schon länger pausierte, hat sich entschlossen nicht weiter bei uns mitzutanzen. Wir wünschen beiden alles Gute!

Wir wünschen uns, dass wir uns weiterhin gut verstehen und dass der Spaß am Tanzen immer im Vordergrund steht, denn Tanzen ist die schönste Nebensache der Welt, nicht Fußball!!! Wir nehmen gerne noch neue Tänzerinnen auf, mit oder ohne Kenntnisse aus anderen Tanzstilen. Zwar wird es mit steigender Anzahl auch immer schwieriger alle unter einen Hut zu bringen, aber eine große Gruppe von Tänzerinnen auf der Bühne ist einfach beeindruckender!

Die Ideen für die Kostüme kommen hauptsächlich von „Yeesha“. Sie ist besonders kreativ und kann gut nähen.
Hinterher war mir nicht ganz klar, wie ich meinen Part in der Choreo halbwegs sauber und richtig hab‘ hinkriegen können; kann mich gar nicht so recht erinnern, dass ich getanzt habe. Dennoch hatte ich am Ende den Eindruck, dass wir mit unserem Auftritt zufrieden sein konnten. Das war eine riesen Erleich-terung, denn es war einer meiner größten Befürchtungen, dass wir doch noch nicht so weit für einen solchen Auftritt waren und wir uns überschätzt hätten. Vor allem weil ich es mir nicht hatte verkneifen können, unsere Konkurrenz bei „YouTube“ anzuschauen, und die fand ich schon ziemlich stark, so stark, dass ich eigentlich auf eine Platzierung schon nicht mehr zu hoffen wagte. Als dann die ersten Plätze aufgerufen wurden, hab ich mich gewundert, worüber sich die anderen so freuten.
Hinter der Bühne konnte ich nur akustisch die anderen Beiträge verfolgen. Auch wenn ich mitbekommen hatte, dass unsere Musikauswahl sehr gut ankam, war mir klar, es gibt noch so viele andere Bewertungskriterien der Jury. Bei der Preisverleihung dann standen wir hinter der Bühne und warteten, aufgerufen zu werden: Mit jedem Platz wurden meine Augen größer, der Händedruck mit den Tanzschwestern fester. Ich erinnere mich, dass nur „Yeesha“ ruhig war und ahnend lächelte. Als der zweite Platz angekündigt wurde, musste ich erst mal sortieren, „dann bleiben nur noch wir übrig“.
Homepage "MaraDea":
www.maradea.de
"MaraDea" bei facbook:
https://www.facebook.com/pages/MaraDea/...
Photos: "MaraDea Vogelperspektive", Portraitbilder der Tänzerinnen und "Marienkäfer" © Uwe Ramberg, alle anderen © Konstanze Winkler
Graphik/Web Design: Konstanze Winkler
„TANZEN IST DIE SCHÖNSTE NEBENSACHE DER WELT!"

Interview mit den Contest-Gewinnern/Kategorie Gruppe
des 6. Internationalen Tribal Festivals in Hannover
„MaraDea“

von Konstanze Winkler