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Grafik & Layout: Konstanze Winkler
"RAKSlife" – MEIN LEBENSTRAUM

Interview mit Nabila Sabha

- von Konstanze Winkler

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Photos ©: 1 und 6 André Elbing (www.andre-elbing.de), alle anderen mit freundlicher Genehmigung von Nabila
„RAKSlife ist eine von mir entwickelte, einjährige Livemusik-Tanzausbildung
mit Examen & Livemusik-Abschlußshow aller Absolventen und Diplom!
An 12 Tagen (76 Unterrichtsstunden!), auf 5 Wochenenden verteilt, wird auf didaktisch professionelle Weise hochwertiges Wissen im Bereich orientalischer Musik und tänzerische Umsetzung derselben von hochkarätigen Dozenten und mir vermittelt.

Tänzerische Umsetzung der einzelnen Instrumente, Musik- und Tanstilrichtungen, Musikersprache (non-verbale Kommunikation), arabische Rhythmen und Tanz-Improvisationen so lauten einige der Hauptthemen dieser Ausbildung. An jedem Ausbildungswochenende werden mehr Musiker und deren Instrumente vorgestellt, bis dann das ganze Orchesters beteiligt ist. Die Teilnehmerinnen und Musiker wachsen harmonisch zu einer Einheit zusammen!

Bei der Abschlußshow der Ausbildung findet sich dann der dritte Teil der Einheit ein, um die Darbietung vollkommen und lebendig zu machen: das Publikum!

„RAKSlife“ ist aber auch ein Teil des Gesamtkonzepts "Art of RAKS", das ich entwickelt habe. Dazu auf der Homepage www.nabila-sabha.de sehr bald mehr!

Was genau versteht man unter „RAKSlife“?
Hier nun ein paar technische Details zur Ausbildung:



Nächster Ausbildungsstart: Januar 2013 (Anmeldungen werden noch angenommen).

Termine:

24.-27. Januar 2013
29.- 31. März 2013
22. + 23. Juni 2013
06. - 09. September 2013

05. Oktober 2013  Prüfung & Abschlußshow mit Livemusik und Publikum

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt, da diese Ausbildung sehr auf die Individualität der einzelnen Teilnehmerinnen eingeht und viele Themen in 2-3 Gruppen oder Solo erarbeitet werden. Es gibt keine Alters- und Ausbildungsbeschränkung der Teilnehmer.

Der Unterricht erfolgt zweisprachig (deutsch/englisch).

Ich übersetze alles simultan vom Deutsche ins Englische und umgekehrt.

Die Ausbildungsgebühr kann in einer Summe aber auch in Teilraten bezahlt werden.

Veranstaltungsort ist Berlin.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht:
Männliche Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen!

Es gibt schon einige Tanzformat-Ausbildungen in Deutschland,
was ist das Besondere an „RAKSlife“?

Ganz kurz auf den Punkt gebracht: Das Prinzip von Livemusik ist der Schlüssel zum Verständnis des Orientalischen Tanzes und der Musik! Livemusik ist die Basis seit der Entstehungsgeschichte des Orientalischen Tanzes. Meine Ausbildung ist die einzige professionelle Livemusik-Tanzausbildung  in Deutschland und weltweit. Sie ist selbstverständlich von mir urheberrechtlich und namentlich geschützt. Im Ausland werden einige Tanzausbildungen mit Livemusik angeboten, jedoch nicht für das Tanzen mit Livemusik - das ist ein erheblicher Unterschied!

Ich möchte alle Tänzerinnen ermutigen, sich dem Genuß dieser Ausbildung zu stellen. Der vor einigen Jahren ins Leben gerufene, bislang einzig dastehende Livemusik-Tanzwettbewerb "Miss Bellydance of Europe" soll Tänzerinnen motivieren,  sich mit der Ursprünglichkeit der orientalischen Musik und ihrer tänzerischen Umsetzung auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb "Miss Bellydance of Europe" findet seit 2007 jährlich auf unserem Festival BAZAR ORIENTAL statt. Gegründet 1998 (von „SabinaZaida“) veranstalte ich ihn seit 2000 zusammen mit meiner Freundin und Kollegin „SabinaZaida“.

Für wen ist diese Ausbildung geeignet?

Für jede Tänzerin, die einen hohen tänzerischen Anspruch an sich hat, die ihre tänzerischen Grenzen überschreiben und eine neue tänzerische Freiheit entdecken möchte! „RAKSlife“ holt jede Tänzerin dort ab, wo sie gerade mit ihrem persönlichen technischen Level steht. Die Ausbildung ist sowohl für Frauen gedacht, die sich noch am Anfang ihrer rein technischen Tanzausbildung befinden, als auch für Tänzerinnen, die bereits über ein großes technisches Bewegungs-Repertoire verfügen. Somit bietet „RAKSlife“ einen idealen Start - kann aber auch die Krönung einer Weiterentwicklung sein.

Wir vermitteln fundiertes, hochwertiges Wissen im Bereich Musik und tänzerische Umsetzung der Musik. Das Was-Warum-und-Wie  wird bei „RAKSlife“ eindeutig geklärt. Somit erhält die Teilnehmerin eine unschätzbare Basis für jegliche, tänzerische Weiterentwicklung ihrer gesamten Tanzkariere!

Wer unterstützt dich beim Unterrichten? Gibt es weitere Dozenten?

Ja, auf jeden Fall! Das Thema ist so komplex, dass noch einige weitere Dozenten eingesetzt sind, die alle Ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit einbringen. Da die Ausbildung zur Hälfte auf die Struktur, Gliederung und Annordnung von orientalischer Musik beruht und die andere Hälfte deren tänzerische Umsetzung zum Thema hat, habe ich diese Aufgaben auf Musiker und Tänzerin (mich) verteilt. Jeder Dozent unterrichtet sein Spezialgebiet (zeitgleich) damit kommt am Ende eines jeden Ausbildungstages eine Symbiose von Musik und Tanz zustande.Viele Jahre habe ich einen Musiker gesucht der mein Konzept versteht und umsetzen kann. Gefunden habe ich ihn in dem studierten Musiker Guy Schalom (geborener Israeli mit ägyptischen Wurzeln, der in London lebt), der das Wissen didaktisch sehr gut vermitteln kann und außerdem Vollblutmusiker ist.

Erfahrungsbericht von Dana al Ghazala: RAKSlife

Die „RAKSlife“- Ausbildung hat mir persönlich viel gebracht! Aufbau, Inhalt und Dauer der Ausbildung haben mir sehr entsprochen, sowie alle Lehrerinnen und Lehrer. Insbesondere Nabila Sabha und Guy Schalom haben uns sehr kompetent, mit viel Geduld, großem Einfühlungsvermögen und Herz unterstützt!

Endlich kann ich mir all die Rhythmen merken! In der Musik vermag ich vermehrt, die Struktur zu erkennen und höre sie nun auch anders.

Auch weiß ich jetzt mit einigen Stücken etwas anfangen, zu denen mir vorher der Zugang fehlte. Das bedeutet schon eine größere Bandbreite an Stücken, die man tanzen mag, oder an die man sich neu heran traut.

Es waren auch sehr wertvolle Erfahrungen, mit Musikern zusammen zu arbeiten. In der Kommunikation mit ihnen lernt man auch viel über sich selbst. (Wie klar und deutlich bin ich? Weiß ich, was ich will? Setze ich meine Anweisungen durch, oder passe ich mich an, wenn man mich nicht sofort versteht?) Für mich fühlt sich Tanzen mit Life-Musik echter und schöner an als zu CD. Begleitung macht auch mehr Spaß, denn man steht nicht alleine auf der Bühne, sondern arbeitet im Team. Es gibt keinen Plan, außer vielleicht das Musikstück oder die Stückabfolge. Alles andere entsteht aus dem Bauch heraus und in der Kommunikation, von einem Moment auf den anderen. Der Kopf hilft hier nicht mehr weiter, und es ist wunderbar, ihn einmal auszuschalten.

Zudem wird die Persönlichkeit der Tänzerin viel deutlicher sichtbar als in Choreografien, und jede ist schön auf ihre ganz individuelle Art! Technisches Können und das Tanzniveau sind dabei nicht die allerwichtigsten Punkte. Das war einfach faszinierend und wunderbar zu beobachten! Ich werde diese Ausbildungswochenenden und alle Beteiligten wirklich sehr vermissen!!! Herzlichen Dank für alles!!!

Dana Baumgartner - Dana al Ghazala (Schweiz)

Unser Herz schlägt für den Erhalt von Livemusik, den Erhalt von der Ursprünglichkeit der orientalischen Musik wie z.B. des Baladis! Wir bilden das Hauptdozenten Team dieser Ausbildung.

Bereits am ersten Ausbildungswochenende werden noch andere Musiker mit ihren Instrumenten beteiligt sein. Bis zum 4.Ausbildungsochenende dem letzten) steigert sich dies zu einer kompletten Band. Für bestimmte Tanzthemen habe ich Gastdozenten verpflichtet wie z.B.
Mustafa Roshan (Berlin), der den Teilnehmern das Thema Dabke tänzerisch, mit viel Humor und körperlichen Einsatz näherbringt. Neu im Programm wird das tägliche Zimbeltraining mit der Gastdozentin „SabinaZaida“ sein, einer Meisterin des Zimbelspiels. Auch Gegenrhythmen und griechische Rhythmen gehören zum Lernplan. Eine Herausforderung an die Musikalität jeder Teilnehmerin. Ein tägliches, einstündiges Warm-Up mit der Ballett- und Jazztänzerin
Astrid Da Silva (Kapstadt) steht ebenfalls auf dem Programm. Astrid Da Silva war Solo- tänzerin des südafrikanischen Staatsballetts und wirkte später in Deutschland in Musical- produktionen wie z.B. Cats und Westside Story mit. Sie wird ein tägliches Aufwärmtraining mit speziell von mir gestellten Aufgaben- und Endzielen für die Ausbildung, abhalten.
Fotos:

oben:
Unterricht Rhythmuskunde

ganz links:
Tanzen zu Livemusik
mit der Band

links:
Training zur Geige

Erfahrungsbericht

Nika Woggon: Der Duft

Nun sind schon ein paar Tage vergangen, seit wir unsere Prüfung bestanden haben. Ein sehr gefühlvolles Erlebnis: viel Freude und Spaß, aber auch Enttäuschungen über uns selbst. Letztendlich, vermissen wir alle jetzt unsere gemeinsamen Zeiten mit Nabila und würden uns freuen, wenn es noch weitergehen könnte, um unseren Kenntnisse, die wir während der Ausbildung bekommen haben, noch weiter entwickeln zu können.

Für die Vorbereitung zur Prüfung haben wir viel Zeit aufgewendet, dies hat sicherlich auch auf meine persönliche Vorstellungen, was "live" zu tanzen bedeutet, den größten Einfluß gehabt. Ich konnte spüren, wie ich nach meine Erfahrungen bei „RAKSlive“ einen anderen Bezug zur Musik gewonnen habe, und ich habe gelernt, mich ohne festgelegte Choreos zu bewegen und den Tanz und Musik zu genießen .

Um meine Gefühle zu ordnen, habe ich nach einen Bild gesucht. Dann fiel mir ein Vergleich zwischen echten und künstlichen Blumen ein, letztere können auch sehr schön aussehen, es fehlt ihnen aber das "Lebenszeichen": der Duft. Ich freue mich, daß ich dieses Gefühl, den "Duft", dank Nabilas „RAKSlife“ 2012 kennengelernt habe.

Erfahrungsbericht von Aliya Ilayda: „RAKSlife“ ist anders.

Ich heiße Aliya Ilayda, leite seit 2006 ein Studio für Orientalischen Tanz in Berlin und gehöre zu den ersten Absolventinnen der „RAKSlife“-Livemusik Tanzausbildung, deren Konzept von Nabila Sabha entwickelt worden ist.

Schon häufiger hörte ich von erstaunten Reaktionen seitens Tanz-Kollegen oder anderer Leute, welche mich als Tänzerin und Lehrerin kennen, wenn sie mich auf dem Plakat der Abschlußshow zur Ausbildung erkannten: "Was? Aliya hat da mitgemacht? Aber die ist doch eine sehr gute, erfolgreiche Tänzerin! Das überrascht mich aber!" Ja, hierzu ist zu sagen, dass man ja nie auslernt und immer wieder neuen Input brauchen kann. In meinen Augen sollte jeder gute Künstler immer weiter nach Herausforderungen suchen und sich weiter entwickeln, denn sonst bleibt man stehen oder entwickelt sich sogar zurück. Auch ist meine Erfahrung, daß man im normalen Rahmen, wo man sich im Orientalischen Tanz schulen lassen kann bereits so viel technische Schulung notwendig ist, daß für mehr entweder keine Zeit bleibt oder manche Lehrerinnen aus Angst vor Konkurrenz auch weiteres Know How für sich behalten.
Schockiert mußte ich auch feststellen, daß ich gelegentlich in Weiterbildungsmaßnahmen falsche Informationen vermittelt bekommen hatte. In der Regel lernt man nur zu Musik von CD und bekommt Live gespielte Musik nur sehr selten zu hören, was bei vielen Tänzern, so gut sie auch sein mögen, einen gewissen Respekt gegenüber dem Arbeiten mit Live-Bands hervorruft.

Mein bisheriges Wissen hatte ich mühsam dadurch erworben, zwischen den Zeilen meiner Lehrer und Kollegen zu lauschen, wenn interessante Nebensätze fielen. Als ich dann den Newsletter von Nabila erhielt, der ihr Ausbildungskonzept ankündigte, war ich sofort begeistert und meldete mich auf der Stelle an.

Meine Eindrücke zu „RAKSlife“:
Zu „RAKSlife“ geht man nicht hin um tanzen zu lernen, im Sinne von Technik und Bewegungsrepertoire vermittelt zu bekommen. Das ist das Handwerkszeug, auf dem man dann aufbauen kann. Jeder wird also da abgeholt, wo er steht und kann seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend arbeiten.

Hier ging es für mich mehr darum festzustellen, wo ich stehe, wie viel  Know How ich bereits habe, wo ich Wissenslücken füllen kann und welche Wege es gibt, das vorhandene und auch neu erworbene Wissen in der Praxis an zu wenden. So lernten wir nicht nur von den tollen Dozenten und Musikern, sondern auch als Teilnehmer voneinander. Besonders wertvoll war es für mich,  Musiktheorie und das kulturelle Hintergrundwissen von einem strukturierten und ausgebildeten Musiker, dem Co-Trainer Guy Schalom und der Leiterin Nabila Sabha sowie den vielen verschiedenen Musikern zu lernen und vieles in der Praxis ausprobieren zu können. Die Betreuung ist sehr individuell.
Es hat sich gelohnt!

Über die vielen Jahre meiner tänzerischen Tätigkeit habe ich mit so vielen guten Musikern arbeiten dürfen. Schon damals wußte ich, dass ich all diese hervorragenden Musiker eines Tages mit ihrer Kunst irgendwie irgendwo präsentieren werde. Diese Weggefährten sind nun Teil meiner „RAKSlife“-Ausbildung und darüber freue ich mich ganz besonders! Alle beteiligten Musiker sind so sehr mit ihrem Herzblut dabei. Sie freuen sich über soviel Interesse an ihrem Können, ihrer Kunst und ihrem Instrument, dass es den Teilnehmerinnen beim Zuhören und der Zusammenarbeit manchmal die sprichwörtliche "Gänsehaut" beschert hat!
„RAKSlife“ ist einfach mehr als nur eine Livemusik Tanzausbildung - es ist ein Lebensgefühl!

Nabila Sabha (November 2012)

www.nabila-sabha.de

Nabila Sabha und das Baladi Blues Ensemble
die diesjährigen Teilnehmerinnen der "RAKSlife" Ausbildung, hier mit Guy Schalom (mitte)
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