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Zehn Jahre Tribal in unserem Nachbarland Polen, das finden wir toll. Die dortige Szene scheint gut zusammengewachsen zu sein und zusammenzuhalten, denn aus oben genanntem Anlaß feiern sie ein großes Festival in der alten Königsstadt Krakau, und zwar vom 17. - 19. Juni 2016. Wir haben unsere Hagalladies gefragt, und Nakari, das sympathische Duo aus Wien, hat spontan zugesagt. Sie fahren dorthin und werden berichten. Ein solches Jubiläum war uns aber auch ein Interview wert, und es ist uns gelungen, dafür Yolanda, sozusagen die Stammutter des polnischen Tribals, sowie Yaten Kou zu befragen, der erst vor wenigen Jahren dazugestoßen, einer der wenigen männlichen Tänzer Polens und außerdem im Organisations-Komitee des Festivals ist. Wir freuen uns über diese gelungene Mischung, aber lest selbst …

"DIE TRIBAL-SZENE KAM MIR NOCH WUNDERBARER VOR ALS DER TANZ"
Interview mit Yolanda und Yaten Kou

- von Marcel Bieger (auch Übersetzung)

Wie haben sich der Tribal und du gefunden, und warum bist du bei ihm geblieben?

Yolanda: 2004 habe ich, eher zufällig, den Bauchtanz entdeckt. Damals war dieser Stil in Polen noch ganz neu und folglich weitgehend unbekannt. Im ganzen Land fanden sich erst wenige Lehrer, meistens in Warschau und den anderen großen Städten. Ich habe bei Alaya Shirin Bauchtanz gelernt. Sie war die erste Lehrerin in der polnischen Woiwodschaft Schlesien, woher ich stamme. Ich war ungefähr ein Jahr bei ihr, als sie uns eine DVD von den „Bellydance Superstars“ gezeigt hat, und die haben wir alle dann wieder und wieder und wieder gesehen. All die Stars haben uns begeistert, Jillina, Rania, Ansuya … und natürlich Rachel Brice. Ich hätte es mir gleich denken können, aus mir wurde eine von den vielen, deren Weg nun vorgezeichnet war: „Als ich Rachel Brice gesehen habe, wollte ich so werden wie sie!“ Sie hat mich vollkommen verzaubert, weil ihr Tanz sich so unglaublich von all den anderen unterschieden hat. Das alles entsprach genau meiner introvertierten Persönlichkeit und auch meinem Schönheitsempfinden. Ich fühlte mich wie von einem Magneten angezogen. Als ich wieder zuhause war, habe ich im Internet alles gesucht, was es über Rachel zu finden gab. Und das war damals, 2005, bescheiden wenig. Nur ein paar Videos von miserabler Qualität, ein paar Photos und Homepages von Tribal-Stämmen.

Ich habe mir trotzdem alles angeschaut, es geradezu verschlungen und wollte immer noch mehr. Meine ersten Selbstversuche in Sachen Tribal-Tanz sind keiner inneren Ordnung gefolgt und müssen sehr komisch ausgesehen haben. Wie auch anders, ich habe ja einfach das nachgeahmt, was ich im Internet und auf DVD gesehen hatte. Aber schon einige Monate später, Anfang 2006, habe ich meinen eigenen Stamm gegründet und auf den Namen Zaghareet getauft – die Gruppe gibt es heute noch, wenn auch unter dem Namen Samarkanda Tribal Bellydance Group. Unsere Premiere fand im April 2006 auf dem „Nova Orient Festival“ in Katowice (Kattowitz) statt. Nach dem Auftritt hatten wir tatsächlich Rücklauf aus dem Publikum, man wollte nämlich von uns wissen, was wir denn da für einen „sonderbaren Flamenco“ getanzt hätten.

Ich wollte aber keinen „sonderbaren Flamenco“ tanzen, sondern lernen und Möglichkeiten finden, mich weiterzuentwickeln, und Polen zeigen, was richtiger Tribal Bauchtanz war. Fortan bin ich viel ins Ausland gereist, habe viele Workshops und Festivals besucht und mich bei den Frauen fortgebildet, die mich in ihren Bann gezogen hatten. Wenn ich ihnen dann von Angesicht zu Angesicht gegenübergestanden habe und von ihnen in direktem Kontakt unterrichtet worden bin, dann war das nicht nur großartig, sondern auch ein wenig unheimlich. Mindestens einmal pro Monat bin ich irgendwohin in Europa gereist und habe alles Tribal-Wissen in mich aufgesogen, das ich nur finden konnte. Der Höhepunkt war jedoch ein Aufenthalt in den VSA, genau der San Francisco Bay Area, dem Herzen des Tribal. Ich habe damals darüber Tagebuch geführt, und das schwirrt immer noch irgendwo im Netz herum. 2007 habe ich dann angefangen, selbst Tribal zu unterrichten, in der Tanzschule Nova in Katowice. Und so hat alles angefangen!

Was hat dich denn auf die Idee gebracht, Tribal in Polen einzuführen und im ganzen Land zu verbreiten? Oder kurz gefaßt, wie ist es von der Tanzschule Nova aus weitergegangen?
 
Yolanda: Wenn ich in der Fremde war, hat mich dort nicht nur der Tanz fasziniert. Die Tribal-Szene kam mir noch viel wunderbarer vor. Der Zusammenhalt unter den Künstlern, die Schwesternschaft, in der frau dieselbe Leidenschaft miteinander teilt und sich gegenseitig unterstützt, das hat mir außerordentlich gefallen. Ich war unter diesen Künstlerinnen eine Fremde, eine, die von außen gekommen war, und dennoch habe ich mich gleich wie in einer Familie gefühlt. Hier war ich Teil einer wirklich großen und wunderbaren Sache.

Meine Heimat Polen war zu jener Zeit noch Tribal-Wüste. Wir hatten dem nichts entgegenzusetzen. Ich wollte, daß wir auch eine Szene, eine Gemeinschaft und untereinander das Gefühl hätten, zu einer großen Familie zu gehören; daß wir uns gegenseitig respektierten und uns zur Seite stünden. Die polnische Szene sollte ein gemeinsames Ziel haben, sollte untereinander Freundschaft schließen und einfach sie selbst sein. Das hört sich vielleicht wie ein Wolkenkuckucksheim an, aber ich war immer schon eine Träumerin. Sonst hätte ich das alles ja gar nicht so lange durchstehen können. Irgendwann ist mir bewußt geworden, daß es sich nicht alle Tänzerinnen leisten können, so wie ich durch Europa zu reisen. Und damit kam mir ein neuer Geistesblitz.

Statt zu den Stars und Dozenten hinzureisen, habe ich sie nach Polen eingeladen. Zum ersten Mal fand „Raqs Tribal“ im März 2008 statt. Warum gerade im März? Weil dann der Frühling beginnt und alles von neuem anfängt. Meine ersten Stars waren Bri Hurley und Elizabeth Strong. Und von da an ging es zu wie auf der Achterbahn. Ich organisierte jedes Jahr ein Festival (manchmal sogar zwei) und hatte Künstler wie Ariellah, Samantha Emanuel, Mira Betz, Sharon Kihara, Mardi Love, Philippa Morai, Violet Scrap und Morgana bei mir, um nur einige zu nennen. Außerdem veranstalte ich Sommer-Akademien in Ustka (Stolpmünde) in der polnischen Woiwodschaft Pommern (Hinterpommern). So viele Erinnerungen kommen in mir hoch, wenn ich darüber nachdenke, und mir wird ganz warm ums Herz, weil ich mitverfolgt habe, wie diese Gemeinschaft aus dem Nichts erwachsen ist. Und ich bin einer der Steine in ihrem Fundament. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich mich das macht!

Wann bist du denn dem Tribal über den Weg gelaufen und dann Teil der Gemeinschaft geworden?
 
Yaten Kou: Als ich noch ein tänzerischer Frischling war, wollte ich soviel Bauchtanz wie nur irgend möglich in mich aufnehmen. Deswegen habe ich mir zwischen meinen OT-Unterrichtsstunden so viele Videos auf You Tube angeschaut, wie ich nur finden konnte. So bin ich dann auch immer wieder auf Künstler gestoßen, bei denen der Tanz etwas sonderbar aussah. Sonderbar, aber nicht schlecht. Damals bin ich auf Rachel Brice, Sharon Kihara, Zoe Jakes, Kami Liddle und viele andere gestoßen;

Zu jener Zeit hätte ich mir natürlich nicht vorstellen können, eines Tages einigen von ihnen leibhaftig gegenüberzustehen, z. B. Kami oder Sharon, und ihre Workshops zu besuchen. Bei einer der wenigen Tanz-Veranstaltungen in Poznan (Posen) in der Woiwodschaft Großpolen, wo ich damals gelebt habe, habe ich einen Auftritt von Iza Logonowicz gesehen und war überglücklich, daß es diesen Tanz (Tribal Fusion) inzwischen nicht nur in Polen, sondern sogar in meiner Heimatstadt gab!
So habe ich mich gleich entschlossen, einen entsprechenden Workshop zu besuchen … auch wenn ich dort total versagen sollte. Aber ich würde gewiß etwas dazulernen. Ich verließ den Kurs mit Muskelkater und einer “Gehirnwäsche”, aber mir war klar geworden, daß ich davon mehr haben wollte!

Seitdem habe ich OT und Tribal studiert und mich auch im ATS® nach FCBD® geübt. Ich wollte meine Liebe zum Bauchtanz mit Gleichgesinnten teilen und neue Künstler kennenlernen. Und so bin ich überall aufgetreten, wo man mich haben wollte.

Dabei habe ich natürlich viele polnische Tänzerinnen kennengelernt und mit ihnen Workshops in Poznan durchgeführt. Da konnte es natürlich nicht ausbleiben, auch Yolanda zu begegnen, die große Legende, die ich bislang nur vom Hörensagen kannte. Ich wurde Mitglied in einem Bühnen-Projekt, das sie mit anderen ins Leben gerufen hatte. Yolanda gehört zu den Menschen, die einen großen Einfluß auf mich hatten, sowohl künstlerisch wie auch menschlich. Heute betrachte ich es als Ehre, sie als Lehrerin zu haben. Muse, Freundin und sogar Tanz-Partnerin. Für jemanden wie mich ist ein Traum wahr geworden. Obwohl ich inzwischen (aus beruflichen Gründen) ins schottische Glasgow gezogen bin, fühle ich mich der polnischen Tribal-Szene immer noch sehr verbunden und freue mich schon riesig darauf, möglichst bald wieder in Polen aufzutreten!
Wie hat denn die Tribal-Szene damals ausgesehen, als du mit dem tribaln begonnen hast?

Yaten Kou: Ach, eigentlich bin ich damals ja kaum mit ihr in Berührung gekommen und wußte auch wenig von ihrer Existenz. Ich habe mir ja hauptsächlich Videos auf You Tube angesehen und versucht, die nachzutanzen. Die Szene war damals noch sehr klein und in der Entwicklung. Als ich dann mit ihr in Kontakt gekommen bin, habe ich rasch festgestellt, daß dort jeder jeden kannte und alle mit sehr viel Gefühl bei der Sache waren. Vor allem hat mich damals aber die Erkenntnis begeistert, daß es noch mehr so „Verrückte“ gab wie mich! 

Ist der Tribal in Polen ein geschlossenes Genre, oder hat er sich im Lauf der Jahre in verschiedene andere aufgeteilt, wie ATS, ITS, Gothic und so weiter?

Yolanda: Natürlich hat der Tribal sich bei uns weiter- entwickelt. Er war nie eine geschlossene Form, sondern hat sich auf unterschiedlichen Wegen weiterentwickelt.
Der polnische Tribal hat sich im Vergleich mit anderen europäischen Ländern erst relativ spät entwickelt, aber er hat rasch viele Anhänger gefunden, die unterschiedliche Vorstellungen und Persönlichkeiten hatten und verschiedene Grundlagen mitbrachten.
Wie sich leicht vorstellen kann, hat sich der Tribal auch hierzulande in die zwei großen Richtungen, ATS® und Tribal Fusion, geteilt, aber daneben finden sich weitere Varianten und Färbungen. Einige unserer Künstler schwören auf den guten, alten klassischen Fusion, und auf der anderen Seite haben wir die Experimentierfreudigen, die alle Arten moderner Stile mit Tribal vermengen, und nicht zu vergessen die mit der „dunklen Seele“, die dem Gothic anhängen. Aber eines kann ich mit Gewißheit feststellen: Polnische Tänzer sind sehr vielseitig, und ich kenne kaum einen oder eine unter ihnen, die sich auf ein Genre oder eine Stilrichtung beschränken lassen wollen. Ein Beispiel gefällig: Die besten polnischen Tribal-Tänzer treten immer noch mit OT auf, dem Stil, mit dem fast alle von uns angefangen haben.
Gibt es eigentlich einen eigenen polnischen Tribal-Stil, vielleicht eine Kombination mit eurer wunderbaren Volksmusik?
 
Yaten Kou: Ich habe noch nicht davon gehört, daß jemand größeren Gebrauch von der polnischen Volksmusik macht oder sei es nur, sie in den Tribal einfließen läßt. Einige Gruppen haben mit Liedern der polnischen Folk-Band „Dikanda“ experimentiert, und die Musik dieser Gruppe ist auf der ganzen Welt bei ATS®-Tänzerinnen beliebt. Aber viele unserer Tänzer haben einen ganz eigenen, individuellen Stil und befassen sich auch auf ganz persönliche Weise mit dem Tanz. Zum Beispiel kennt man Yolanda als ATS®, Old School-Tribal, Indisch-, Gothic- und Glitzer-Fusion-Tänzerin, und bei uns gibt es außer ihr höchstens noch 2 oder drei Indischer Fusion-Tänzer, die sich damit auskennen. Ich für meine Person stehe auf „Old School“, habe den aber im Lauf der Jahre immer mehr mit OT- und Folklore-Elementen angereichert. Auf der anderen Seite drängt es mich auch zu Modern und Zeitgenössischem Fusion, und ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem Tanz-Theater. Du siehst, man braucht nur uns beide zu nehmen, um schon die ganze Vielfältigkeit unserer Szene aufzuzeigen. Viele unserer Künstler sind sehr kreativ und haben sich etwas erarbeitet, das man als ihren individuellen Stil ansehen kann.
Siehst du dich als Kopf oder Mutter des polnischen Tribal?

Yolanda: Schon eher als ihre Großmutter (lacht), wenn man sich vor Augen halt, wie viele Generationen wir bereits haben. Ich war diejenige, die den Stein ins Rollen gebracht hat, aber das war nicht das Ergebnis eines großen Plans. Ich war eher zur rechten Zeit am rechten Ort. Ich glaube mit Bestimmtheit, daß der Tribal auch ohne meine Hilfe nach Polen gekommen wäre. Ich kann nur hoffen, daß ich den Prozeß etwas beschleunigt und vereinfacht habe … indem ich Veranstaltungen ins Leben gerufen und Dozentinnen zu uns eingeladen habe, die uns beibrachten, wie man eine gute Tanztechnik entwickelt, zur Tanzpersönlichkeit heranreift und seiner Kunst eine persönliche Note verleiht. Ich glaube, ich habe anderen ein wenig davon geben können, was ich in meinen Anfängen noch nicht vorgefunden habe: die Möglichkeit, in meiner Heimat zu lernen.

Ich habe bei Lehrern aus Fleisch und Blut gelernt, und nicht von zweidimensionalen Tänzerinnen auf einem Computer-Bildschirm. Ich glaube auch, daß ich damit etwas Wichtiges geleistet habe. Und ich glaube, daß einige Künstler, die sonst nicht die Zeit und das Geld gehabt hätten, ins Ausland zu reisen,  deswegen überhaupt mit dem Tribal angefangen haben; denn nun hatten sie die Möglichkeit dazu.

Yaten Kou, was hast du als männlicher Tänzer für besondere Erfahrungen in einer vorwiegend weiblichen Kunst-Szene gemacht?
 
Yaten Kou: Also zunächst möchte ich einmal feststellen, daß Bauchtanz nie eine ausschließlich weibliche Tanzform gewesen ist! Nach meiner Ansicht ist der Tanz überhaupt geschlechtsneutral. So wie im antiken griechischen Theater, wo das Geschlecht der Schauspieler überhaupt keine Rolle gespielt hat. Sie hatten ihre Rolle zu spielen, und mehr war da nicht. Genauso sehe ich auch den Tanz, als ein Rollenspiel, als ein Mittel, Gefühle zu übertragen, als einen Weg, Geschichten zu erzählen und die Zuschauer in einen andersartigen Moment zu entführen, ihnen auf unterhaltsame Art eine unvergeßliche Reise zu bieten. Auf so etwas lege ich den allergrößten Wert, wenn ich eine neue Choreographie entwickle. Ich möchte eine Geschichte erzählen, zum Ausdruck bringen, was ich fühle, oder eine neue Wahrnehmungsmöglichkeit für Dinge geben, die einen weiterbringen können, wie die Kunst im allgemeinen oder eine bestimmte Situation im echten Leben.

Wie steht der Tribal heute in Polen da? 

Yaten Kou: Heute kann man feststellen, daß die Szene wächst, und zwar rasant. Ich verfolge hocherfreut, wie immer mehr Menschen sich in etwas verlieben, das mir so teuer ist.

Wo wird der polnische Tribal an seinem zwanzigsten Jahrestag stehen? 

Yolanda: Keine Ahnung. Er entwickelt sich so rasch, daß man noch nicht einmal vorhersagen kann, wo er im nächsten Jahr steht. Aber ich kann dir sagen, was ich mir erhoffe. Zuerst würde ich gern daran mitwirken, dem Tribal in der polnischen Gesellschaft mehr Gewicht zu verleihen. Er ist doch eine so schöne Kunstform und verleiht den Tänzern durch die Gemeinschaft Stärke und Zusammenhalt. Ich möchte gern den polnischen Frauen (und auch dem einen oder anderen Mann) die Möglichkeit verschaffen, zu uns zu kommen und sich selbst daran zu versuchen. Sie werden die Schwellenangst nur überwinden, wenn sie mehr über uns wissen. Deswegen hoffe ich sehr, daß der Tribal eines Tages so populär wie der Orientalische Tanz geworden ist.

Mein zweiter Wunsch geht dahin, daß die Gemeinschaft der Szene erhalten bleibt. Daß wir einander wahrnehmen, uns mit Respekt behandeln und einander nahestehen.

Daß wir uns wie Gleiche behandeln. Schließlich haben wir lange und hart daran gearbeitet, daß es überhaupt so weit kommt. Wenn ich daran denke, wie viele Freundschaften auf den verschiedenen Festivals geschlossen worden sind oder wie viele Menschen sich dank des gemeinsamen Interesses kennengelernt haben. Und nicht zu vergessen das Gefühl, nicht alleine dazustehen, sondern Teil eines großen Körpers zu sein, eine Niere oder ein Ohr (lacht). Das möchte ich unbedingt erhalten wissen.

Wenn du heute zurückblickst, bist du dann mit dem Erreichten zufrieden und glücklich, vielleicht auch stolz darauf?
 Yolanda: Ganz bestimmt. Wir alle haben Großartiges geleistet, und genau das werden wir auf dem Festival im Juni feiern.

Wir haben einen wundervollen Veranstaltungsort gefunden, in einer meiner absoluten Lieblingsstädte (Krakau); zu uns kommt Colleena Shakti und gibt Workshops – sie kommt zum ersten Mal nach Polen, wie sie überhaupt nur selten Europa besucht; wir bieten Workshops mit den Gründerinnen der polnischen Tribal-Szene an (einschließlich natürlich Yolanda); und dann gibt es eine Gala-Show, eine Feier-Hafla, einen Geburtstagskuchen und, und und; dazu noch einen Tribal-Basar, eine Ausstellung mit Photos aus der Geschichte des polnischen Tribals, und wir schauen uns alte Videos an, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Und was noch? Am besten kommt ihr selbst vorbei und schaut es euch an.

Liebe Grüße,
Yaten Kou
Dann erzähl uns doch bitte etwas über das Festival, welche Überraschungen sind geplant, welche weiteren wunderbaren Dinge sind vorgesehen?

Yaten Kou: Was die wundervollen Dinge angeht, so ist da vor allem eines zu nennen, nämlich das Festival selbst. Und ich bin bestimmt niemand, der gern übertreibt.
RAQS TRIBAL 2016
Krakau (Polen)
17. - 19. Juni 2016

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Photos ©: Dariusz Malach, Kuba Cichocki, zatrzymujezas.pl, Fiona McLaren, margofoto
Die Stargäste bei RAQS TRIBAL 2016
Das YY-Team
Yaten Kou beim Warshaw Tribal Festival 2016
Yaten Kou
YY-Team
Yolanda
Das YY-Team - Yaten Kou und Yolanda
Yaten Kou
Yaten Kou
Yolandas erstes Summer Camp in Ustka im Jahre 2008
Yolanda und Tanzpartnerin - Nova Orient 2006
Yolanda
Yolanda
Yolanda und ihr Tribe Zaghareet - Hier auf dem Festival "Nova Orient" in Kattowitz, im Jahr 2007