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Fotos: Portrait Steven Eggers by Dionisios Romo (c), Foto Nr. 2 (c) Konstanze Winkler

Wir haben einen sehr beeindruckenden, dunklen und geheimnisvollen Auftritt von dir gesehen. Trittst du so am liebsten auf?

Atash Maya (die Gruppe, in der ich tanze) ist eben dunkel, sinnlich, unberechenbar und stark. Diese Form des Auftritts liegt mir sehr. Aber wenn ich American Tribal Style tanze, erlebt man mich von meiner heitereren, meiner spielerischeren Seite.

Was oder wer beeinflußt dich in deiner Kunst, wie entwickelst du deine Choreographien?

Alle meine Solo-Auftritte sind von A-Z improvisiert. Ich choreographiere meine Nummern nicht. Choreographien gibt es bei mir nur, wenn unsere Gruppe ein entsprechendes Projekt entwickelt. Dann fließen die Ideen von allen dort ein. Inspiration geben mir meine Kolleginnen und meine Fans.

Was kann man in deinen Workshops lernen.

In meinen Kursen gibt es eine Menge zu lernen. Vor allem neue Sichtweisen auf Tribal-Tanztechniken. Als männlicher Tänzer bewege ich mich anders, drücke ich mich anders aus, und mein Tanz und meine Darbietung unterscheiden sich von allen anderen. Im Unterricht lege ich sehr viel Wert darauf, jedes Detail genau zu erklären und dafür zu sorgen, daß auch wirklich jeder mitkommt.

Erzähle uns etwas über dein Leben und deine Karriere.

Ich habe keine breite Tanzausbildung genossen und nur Tribal gelernt. Auf den Bauchtanz bin ich gestoßen, als ich einmal zu einem Englischen Volkstanz-Kurs wollte, mich unterwegs verlaufen hatte und zu spät gekommen bin. Dabei habe ich dann in dem Haus eine Frau gesehen, die zu Trommeln getanzt und sich mit zwei Schwertern auf dem Kopf gedreht hat.
Das hat mich umgehauen. Ich bin dann in diesen Trommel-Kurs gegangen, habe Trommeln gelernt und bin irgendwann überredet worden, es doch auch mal mit dem Tanzen zu versuchen. Nach drei Monaten Tanzunterricht bin ich zum ersten Mal auf einem Festival aufgetreten und bin seitdem regelmäßig auf der Bühne. Das war vor ziemlich genau neun Jahren, im März 2001.

Wie sehen deine weiteren Pläne aus (darunter vielleicht auch weitere Auftritte in Europa?)

Meine Pläne für die Zukunft sehen vor, mich zu 120 % auf meine Tanzkarriere zu konzentrieren. Und dafür meinen bürgerlichen Beruf aufgeben zu können. Ich versuche, auf jedem Festival Workshops zu geben, bei dem ich auch auftrete. Darum habe ich mich von meinem allerersten Auftritt an bemüht. Alle sollen sehen, daß mir der Wandel vom Amateur zum Profi gelungen ist, schließlich habe ich hart daran gearbeitet. Und ich möchte meine Erkenntnisse, erlernten Techniken und Erfahrungen mit allen teilen. Im Frühjahr beginnen auch die Filmaufnahmen für meine erste Lehr-DVD.

Steven Eggers bei myspace: http://www.myspace.com/egg_moe
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