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Fusion-Feuilleton
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Die eben bereits erwähnte Apsara Habiba (www.apsarahabiba.de) gibt ein tolles Solo. Zu leicht indisch-lastigem Orient-Rock tanzt Apsara raumausnutzend durch den halben Saal, erreicht das Podium wie auch die erste Zuschauerreihe – dies aber nicht flott und mit Riesenschritten, sondern der leicht elegischen Musik angepaßt und dies mit einem Arsenal an Bewegungen und Figuren, das seinesgleichen sucht. Natürlich basiert alles auf dem Orientalischen Tanz, paart sich aber auch mit Indischem und Hip Hop. Wir erkennen, Apsara hat sich mit dem Fusion auseinandergesetzt, und zwar so, wie es ihre Art ist: gründlich, ausdauernd und mit Phantasie. Ob Brücke, Spagat oder Tanz auf einem Stuhl, sie macht vor nichts halt, probiert alles aus und testet es auf seine Tanztauglichkeit. Damit ragt sie aus der Masse der Fusion-Tänzerinnen heraus. Ein leicht verfremdetes Trommelsolo bildet die Basis für den zweiten Teil ihres Auftritts. Das Schlagzeug klingt eher wie das eines Jazz-Musikers, und dazu passend bringt Apsara die orientalischen Tanzbewegungen in Form. Und keck baut sie auch noch ein paar Tanzfiguren von Tänzerinnen aus den Revue-Filmen der Swing-Ära ein.

Auch Xahira
(www.zahira.net)
und
(www.duokarma.de) erweist ihrer alten Schule die Referenz. Sie bringt uns nochmals eine Interpretation zu „Stroke“ von Apocalyptica. Xahira zeigt, was man alles mit Fächerschleiern anfangen kann,wirbelt sie wie Pois, bewegt sie als Rad und steigert sich in dem Maße in ihren Tanz hinein, wie die Musik intensiver wird. Besucher des „Orient Desaster 4“ kennen die Nummer bereits, erleben sie hier aber in einer noch wilderen und leidenschaftlicheren Version. Shimmies zu Heavy Metal, das erlebt man auch nicht alle Tage. Voller eindringlichem Drama setzt Xahira auf diesem Fest die gotische Note. Die melancholische Musik der Streicher von Apocalyptica tut ein Übriges dazu.
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