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Fusion-Feuilleton
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Noch ein Höhepunkt in dieser epochalen Gala: Ariellah zeigt noch einmal, was alles in ihr steckt. Doch nicht in einem neuen Meisterwerk (wäre das Rachedrama von gestern noch zu steigern gewesen, wohl kaum), sondern in einer Art Tanz-Medley bestehend aus einer Vielzahl ihrer Dark Fusion und Dark Belly Dance Stücke.
Manches davon erkennt man aus YouTube wieder, anderes ist, weil nicht auf dieser Musikplattform vertreten, hierzulande unbekannt. Doch lassen ältere Entwicklungsstufen darauf schließen, daß es sich dabei um Wegsteine von Ariellahs Karriere handelt. Sie hat einen weiten Weg zurückgelegt und sehr hart an sich gearbeitet, und das, was sie gestern gezeigt hat, steht als Krönung ihres Werdegangs da. Die einzelnen Etappen zeigen, wie sie sich Stück für Stück ihrer Meisterschaft erarbeitet hat.

Eingerahmt wird dieser „Rückblick“ in ihre Auftritte als wütende Zauberin oder böse Fee, wenn sie zu Gothic Musik böse Blicke (und wer weiß, was sonst noch) verschleudert. Aber dann wird es trauriger, und ihr Werdegang beginnt. Ganz am Schluß – alles Publikum ist enger um sie zusammengerückt – ist sie wieder die Zauberin, verläßt die Wallstatt und zieht von hinnen ...

Wie es sich für einen zünftigen Tribal-Abend gehört, steht eine Feuer-Show am Abschluß. Diese Aufgabe übernimmt diesmal Tara la Loba. Sie schwingt einen Brand, erst in der einen, dann in der anderen Hand und zeigt uns gekonnt, was mit Feuer und verschiedenen Requisiten machbar ist. Eine ganze besonders heimelige und romantische Atmosphäre breitet sich im Saal aus (derweil die Verantwortlichen hoffen, daß das offene Feuer nicht den Rauchmelder und der wiederum die Sprenkleranlage auszulösen gewillt sein möge...)

Zum großen Finale bestellt man wieder Karim mit der Tabla, Helena Lehmann hat auch an diesem Abend schön und souverän moderiert (sie fühlt sich hier wirklich wohl), Asmahan ist begeistert und bedankt sich bei Gott und aller Welt, und Ariellah huscht noch einmal wie ein Irrlicht heran und macht allen Tänzerinnen, die sie an diesem Wochenende gesehen hat, und ihren deutschen Freunden ein großes Kompliment: Daß nirgendwo Dramatik und Ausdruck (ihr ureigenes Thema) im Tribal Fusion so gepflegt werde wie in Deutschland. Und dem ist doch eigentlich nichts hinzuzufügen!

Ende.