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Fusion-Feuilleton
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Nicht mehr ganz neu im Geschäft ist Ulli LaBelle. Zur Musik der Serie „Pink Panther“ bewegt sie sich in einem Kostüm aus Reizwäsche zu einer Mischung aus erotischem Tanz und Anklängen von Ausdruckstanz. In den USA heißt so etwas „Burlesque“ oder „New Burlesque“. Bei uns finden sich gerade erst ein halbes Dutzend Künstlerinnen, die sich darin versuchen. Vor allem den Orientalischen Tanz stärker einbringen, wie das in Deutschland schon einige sehr gut können (auch wenn The Indigo das für sich vernachlässigt).

Ein ähnliches Thema geht auch Inesa mit ihrem auf indischem Tanz fußenden „Mata-Hari“-Vintage an. Ihren interessanten Ansätzen fehlt es noch etwas an Dramatik und Ausdruck. Etwas flotter wird es dann bei ihren Hip-Hop-Einlagen.

Der Tribe Femmes Tribales führt uns zurück zu den ATS-Wurzeln und tanzt einen improvisierten Tribal, der sich durchaus sehen lassen kann. In einem zweiten Stück mischen sie gekonnt Mittelalter- und Orient-Rock. Dieser Auftritt ist dann aber choreographiert.

Reglos daliegend erwartet uns Galatea, erwacht langsam und schwingt ihr Schwert. Sie erhebt sich und beugt sich mit dem Schwert ganz nach hinten durch. Dazu Gothic Musik mit lateinischem Text. Die Künstlerin hat großes Talent und ist sehr beweglich. Sie bekommt schöne und mystische Schwert-Ballett-Szenen hin, und sie dreht sich dann auf der Stelle, bis sie wieder zu liegen kommt. Ihre Gothic-Darbietung hat Dramatik und erzählt eine Geschichte, hat somit alles, was es braucht. Wenn wir uns etwas wünschen dürften, dann etwas mehr Ausdruck im Gesicht.

Einen Fusion Tanz präsentiert der Stamm
The Zoras nach einer Choreographie von Anya Naima. Genauer gesagt wird hier zu chinesisch unterfüttertem Elektro Rock getribalt. Darin mischen sich Elemente von Hip Hop, Modern Jazz Tanz. Einer der Höhepunkte des Freitagabends, gründlich gelernt und ausdrucksvoll dargeboten. Auch die Kostüme haben Pfiff, und was uns besonders freut, diese Mädels können beim Tanzen lachen.