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Fusion-Feuilleton
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Zwei Auftritte auch von Deva Matisa (www.devamatisa.de), , die „Mutter“ des Gothic und Dark Bellydances in Deutschland. Im ersten Beitrag kommt sie uns mit einem indisch beeinflußten Tribal Fusion zu Dark Metal Musik. Geschickt und professionell wechselt Deva zwischen den Ebenen, und im Mittelteil kommen noch ein paar Hip Hop-Elemente hinzu, und die bleiben bis zum Ende erhalten.

Aufgebrezelt ist die Künstlerin wie die „Gorgo Medusa“ aus dem Film „Kampf der Titanen.“ - Das zweite Stück, einen dröhnender Industrial Rock mit leichten OT-Klängen, begleitet sie mit Figuren und Bewegungen aus dem Modern Dance und dem Tribal. Als Fusion-Stück nicht schlecht, und auch die expressionistische Aufmachung tut ein Übriges, aber ein wenig vermißt man doch Dramatik und eine erzählte Geschichte.

Zum Schluß Anmerkungen zu einem weiteren Auftritten, der nur mittelbar dem Thema entspricht und dennoch erwähnt werden muß: Sandra Chatterjee (keine Homepage bekannt) beschert uns einen zeitgenössischen indischen Tanz. Sie steht mitten auf der riesigen Tanzfläche und bewegt sich langsam auf der Stelle. Gleichzeitig tanzt auf der riesigen Leinwand hinter ihr eine Frau ebenso wie sie (wenn auch am Strand). Selten sind die beiden synchron, meist ist die Frau auf dem Schirm voraus, doch dann wieder zurück. So entsteht zwischen den beiden ein faszinierender Dialog. Erst nach einer ganzen Weile korrespondieren die beiden im Gleichklang, und überhaupt wird hier eine Geschichte ohne Worte erzählt, wie sie uns noch ganz neu ist und Gelegenheit für endlose Interpretationsversuche gibt.

Dieser Tanz ist weder Tribal noch Gothic noch Fusion, aber er bietet soviel Gedankenanregungen und Material zum Nachahmen, daß man sich unbedingt einmal davon inspirieren lassen sollte.