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"SPORTLERIN
DES
 JAHRES"
Interview mit
Amirah
von Marcel Bieger (auch Übersetzung)
homepage Amirah: www.amirah.be
Amirah tanzt am 19. November als Ehrengast beim Contest des
"Bellydancer of the World" und ebenfalls am Festival-Wochenende 26./27.11., bei Leyla und Roland Jouvanas
19. Orientalischen Festival Europas in Duisburg
(
www.leyla-jouvana.de)
Photos © Konstanze Winkler
Grafische Gestaltung: Konstanze Winkler
In diesem Jahr ist es für die belgische Tänzerin Amirah ganz besonders gut gelaufen. Kannte man sie früher vor allem als Mitglied des Duos „Kokoro“, so ist sie seit ihrem 1. Platz beim Wettbewerb zum „Bellydancer of the World“ (2010) vor allem als Solistin durchgestartet.
Sie hat vor kurzem das anspruchsvolle „Level One Certificate“ von Suhaila Salimpour erfolgreich absolviert, und in diesem Jahr sitzt sie auch in der Jury des Wettbewerbs „Bellydancer of the World“. Doch lassen wir sie selbst zu Wort kommen …
Was bedeutet dir das Level One Certificate von Suhaila Salimpour?
Wirst in deinem Unterricht gleich davon Gebrauch machen?

Suhaila Salimpour hat ein großartiges Konzept für ein Trainingsprogramm für Tänzer erarbeitet. Ich habe an einigen ihrer Workshops teilgenommen und hatte mir schon seit einiger Zeit vorgenommen, bei ihr eine Intensiv-Ausbildung zu machen. In diesem Jahr (2012), bot sich zum ersten Mal in Belgien die Möglichkeit, bei Suhaila einen entsprechenden Abschluß zu bekommen. Die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe mich mit ihren online Klassen und DVDs bestens darauf vorbereitet. Irgendwann hatte ich ein so strukturiertes Trainingsprogramm absolviert, daß ich mir dachte, auch wenn du die Prüfung nicht bestehen solltest, hat dir das alles eine Menge gebracht. Aber ich werde keine komplette Ausbildung nach Suhaila Salimpour anbieten, weil die meisten Schüler bei mir Tribal Fusion lernen wollen. Deswegen habe ich beschlossen, längere Unterrichts-Einheiten anzubieten und eben ein besonderes Konditionstraining dranzusetzen. Damit wird man nämlich ganz schön fit, und welcher Tänzer könnte darauf verzichten?

Du bis in diesem Jahr in deiner belgischen Heimatstadt Ham zur „Sportlerin des Jahres“ gekürt worden. Wie fühlt man sich da?

Na ja, es fühlt sich auf der einen Seite schon ein wenig komisch, auf der anderen aber auch irgendwie bedeutend an. Ich erteile in meiner Heimatstadt schon seit Jahren Tanzunterricht, und bislang hatte ich immer den Eindruck, die Menschen hier könnten sich nicht vorstellen, daß zu Bauchtanz schon ein bißchen mehr gehört, als nur mit verschiedenen Körperteilen herumzuschlackern. Ich glaube, eine Menge Kolleginnen kennen dieses Gefühl. Aber nachdem ich bei Leyla Jouvanas Wettbewerb “Bellydancer of the World” in der Kategorie „Tribal Fusion“ auf dem 1. Platz gelandet bin, hat das wohl einigen Menschen die Augen geöffnet.

Seitdem sieht man Bauchtanz eher als Sportart an. Deswegen bin ich schließlich zur Sportlerin des Jahres nominiert und auch gewählt worden. Weil ich den einen Preis gewonnen habe, habe ich auch noch einen anderen bekommen.
In diesem Jahr sitzt du auch zum ersten Mal bei Leyla Jouvanas Festival in der Jury von „Bellydancer of the World“, siehst du das als neuen Schritt in deiner Laufbahn an.

JA! Ich bin ja schon so aufgeregt! In  den Jahren zuvor habe ich mir stets den ganzen Wettstreit von unten angeschaut und mir allerlei über die Wertungen und die Platzierungen mitgeschrieben, weil mir das wichtig vorkam. Und jetzt vergebe ich selber Wertungen und Platzierungen. Ich kann mir auch noch gar nicht vorstellen, wie es sein wird, am Jury-Tisch zu sitzen. Oder wie es sich anfühlen wird, mich nach mehreren Jahren auf der einen nun auf der anderen Seite zu befinden. Für mich ist das weniger ein weiterer Karriereschritt, als vielmehr eine große Ehre, für würdig befunden worden zu sein!
Du trittst im Januar bei „BellyFusions“ in Paris auf. Wie bist du daran gekommen?

Durch Leyla Jouvana. Sie hat mich zu einer ihrer Studio-Parties eingeladen, um dort zu tanzen, und dort befand sich auch eine Frau aus dem Veranstaltungs-Komitee von „BellyFusions“, die mich nach meinem Auftritt angesprochen und gefragt hat, ob ich nicht auch bei ihnen dabeisein wolle. Natürlich wollte ich, und so trete ich bald in Paris auf und gebe dort sogar Unterricht!

Was werden wir denn dieses Jahr von dir beim 19. Orientalischen Festival in Duisburg zu sehen bekommen?

Bei dem einen Workshop geht es um Schauspielkunst in der Choreographie, und in dem anderen üben wir dramatische Gesten und Mimiken im Tanz ein. Und beim Kokoro-Kurs geht es ziemlich „funky“ zu.

Was meine Auftritte angeht, will ich noch nichts verraten, denn das soll ja eine Überraschung werden. Aber so viel sei vorab gesagt, ich tanze dort nicht nur solo, sondern auch zusammen mit Milka im Duo „Kokoro“, und zwar ein ganz neues Stück.

Wenn du mehr wissen willst, mußt du schon selbst vorbeikommen und es dir anschauen ….

Amirah und Milka als Duo Kokoro