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- Interview mit Apsara Habiba

von Marcel Bieger

Ende Januar kommt Anasma nach Köln, um Workshops zu geben und zusammen mit Dir ihr Projekt „Love Army“ vorzubereiten, das dann im März 2013 in Hannover bei Asmahans World of Orient zur Uraufführung kommen soll. Das ist das, was ich weiß, jetzt füll du bitte die Lücken aus.

(lacht) Eigentlich handelt es sich dabei um ein ganzes Workshop-Wochenende, welches am zweiten Tag in ein Projekt mit einer Choreographie mündet, und die soll unter dem Namen „Love Army“ von einigen ausgewählten Tänzerinnen bei der WoO 2013 in Hannover Mitte März 2013 aufgeführt werden soll.

Insgesamt können an diesem Wochenende drei WS gebucht werden – sowohl in Kombinationen als auch einzeln. Die beiden ersten WS am Samstag sind zwar in gewisser Weise für die Projekt-Vorbereitung wichtig aber dennoch davon unabhängig. An diesen ersten beiden WS kann jeder teilnehmen, der solide Grundkenntnisse im Tanz hat, z.B. im OT zur Mittelstufe bis Fortgeschrittene gehört.

Ich muß hier einfügen, daß Anasma keine traditionelle OT-Tänzerin ist, und sie wird in ihren Workshops wie auch dem Projekt ihr eigenes Format unterrichten, eine moderne und experimentelle Tanzform, die neben orientalischen Schritten auch Elemente aus Kampfkunst, Hip Hop und Tribal Fusion enthalten wird.  Ihr „Liquid Fusion-Wave Explosion“ ist denn auch das Thema der ersten beiden Workshops am Samstag, von denen der erste eine generelle Einführung in das Thema bietet, welches dann im zweiten Workshop zu Kombinationen und/oder einer Choreografie vertieft wird.

Es handelt sich hier von der Thematik her keineswegs um reinen Tribal Fusion, die Workshops richten sich an alle, die offen für Neues sind, neue Impulse oder neue Ausdrucksmöglichkeiten für den eigenen Tanzstil suchen. Es haben sich bereits Schülerinnen und Tänzerinnen aus dem Tribal-Fusion-Bereich wie auch aus dem OT zu den Workshops an diesem Wochenende angemeldet.

Im dritten Workshop am Sonntag, dem ersten „Projekt-Workshop“ wird Anasma die Choreografie unterrichten, die dann letztendlich in Hannover bei der WoO aufgeführt werden wird. Zum Ende des Workshops wählt Anasma dann die Teilnehmerinnen aus, die ihr für die Aufführung geeignet erscheinen, und der anschließende vierte WS enthält ein auf den Auftritt bezogenes Sondertraining, um die Tänzerinnen aufeinander einzustimmen und abzustim- men (Positionen o. ä.). Neben weiteren Probemöglich- keiten in Köln findet dann in Hannover noch mindestens eine intensive Generalprobe statt, bevor die Projektgruppe unter dem Namen „Love Army“ dann in der Samstags-Gala zusammen mit Anasma auf der Bühne stehen wird.

Daher muß ich bei den Anmeldungen für das Love-Army-Projekt ein weit fortgeschrittenes bis professionelles Niveau verlangen, und ich freue mich, daß sich bereits einige sehr gute Tänzerinnen angemeldet haben. Das Niveau für das Projekt wird also sehr hoch liegen.

Für den dritten Workshop, also den ersten Projekt-WS, in dem Anasma die Tänzerinnen letztendlich auswählt, wird übrigens ein Förderpreis ausgelobt. Asmahan el Zein, Anasma und ich wollen damit auch talentierten Künstlerinnen mit schmalem Geldbeutel die Teilnahme ermöglichen. Die genauen Einzelheiten dazu bitte ich meiner Homepage zu entnehmen. Generell sind die Interessentinnen aufgerufen, in ihrer Bewerbung die eigene Situation zu dokumentieren, ein Video von sich zu erstellen und uns zuzuschicken (am besten an mich, damit ich es weiterleiten kann). Wir geben die Siegerin dann rechtzeitig bekannt.(Die genauen Bedingungen sind diesem Interview angehängt!).
In jedem Falle aber ist Anasma eine ganz eigene Erfahrung als Tänzerin, Lehrerin und Künstlerin, wie man sie so rasch nicht wieder macht, und eine der internationalen hochkarätigsten Stars der modernen OT-Szene.
Jetzt hast du schon so viele Andeutungen gemacht, was genau ist es denn für ein Musik-Stück, das dem Projekt zugrunde liegt?

Ich habe bislang nur kurz in die Musik hineinhören können, es wird sehr modern und poppig. Das Stück wurde extra für sie geschrieben und Anasma hat noch eine zusätzliche Überraschung für das Publikum mit „im Gepäck“, die noch nicht verraten wird. Auf alle Fälle wird Anasma in einem ca. 10-minütigen Stück mit den ausgewählten Tänzerinnen auf der Bühne stehen. Wie genau und wie lange die „Love-Army-Dancers“ innerhalb dieses Programms eingesetzt werden, ergibt sich dann aus den Workshops und der Choreografie.

Wie ist diese ganze Geschichte denn überhaupt zustande gekommen?

Ich habe Anasma beim Tribal Festival 2011 in Hannover beim Frühstück kennengelernt, wir waren beide im selben Hotel untergebracht.
Schnell stellten wir gewisse Gemeinsamkeiten bei uns fest, etwa einen gewissen Hang zu kleinen Mißgeschicken (lacht), und unser sehr ähnliches Temperament. Ich bin ja bekannterweise ein ziemliches „Krawummbällchen“ mit sehr viel Humor, und Anasma ebenso.

Mir kam dann bereits für Herbst 2011 die Idee, sie als Dozentin nach Köln zu holen, was sich aber aufgrund der vielen künstlerischen Verpflichtungen, die Anasma noch hatte, und in Zusammenarbeit mit Asmahan el Zein erst jetzt verwirklichen ließ.

Die Idee, nicht nur Workshops abzuhalten, sondern zusätzlich ein Projekt anzubieten, kam dann im Rahmen des ganzen Organisationsgewusels wie von selbst auf. Die kommende „World of Orient“ steht unter dem Motto: „Next Generation“ – Nomen est Herausforderung!

Ich habe jetzt mehrmals „wir“ herausgehört, tanzt du denn da mit?

(lacht) Ich hoffe … wenn Anasma mich auswählt … und so lange sich die Falten in Grenzen halten ... Eine gewisse geistig und körperlich bereits vorhandene Flexibilität bringe ich ja mit.

Besteht die Aussicht, daß dieses Projekt auch auf Tournee geht?

Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von Anasmas Erlaubnis und der Bereitschaft der einzelnen Tänzerinnen. Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf die „World of Orient“, und alles weitere wird sich finden. Von meiner Seite aus könnte ich mir vorstellen, daß die Gruppe das Programm, insofern Anasma damit einverstanden ist, nochmals auf meiner Jubiläums-Show Ende Juni 2013 präsentiert.
Ja stimmt, Du hast für 2013 noch weitere Pläne.

Am 1. September 1988, also vor fast 25 Jahren, habe ich nach 7 Jahren Jazz-Dance mit dem orientalischen Tanz begonnen und begehe somit 2013 in Sachen OT mein „Vierteljahrhundert-Dienst-Jubiläum“. Da im Herbst aber viele Veranstaltungen im Bereich OT stattfinden, habe ich meine Show vor die Sommerferien gezogen.

Genau, wie müssen ja auch noch die Schaltjahre berücksichtigen …

(lacht). Die Show trägt den Namen „Just Dance III – Die Reise des Lichts (25 Jahre Apsara Habiba)“ und wird wie die letzte „Just Dance“-Show im Juni 2011 wieder im 4-Mast-Zelt des ZAK Köln (Zirkus- und Artistikzentrum Köln) stattfinden, diesmal am Samstag, den 29.06.2013. Als professionelle Tänzerin mit eigenen Ensembles ist man bekanntlich zu einer gewissen „eigenen Showdichte“ verpflichtet. Nach „Tanz des Mondes IV“ im Jahre 2012 erwartet die Zuschauer in „Just Dance III - Die Reise des Lichts“ ein sehr buntes und überraschendes Programm mit (hoffentlich) allen Künstler/innen, die in meinem tänzerischen Leben für mich wichtig waren und mich teilweise bis heute begleitet haben.

Infos: "Anasma Workshops "LOVE ARMY"
Anasma+Flyer+WS+komplett.pdf
Teilnahmebedingungen:
Zusatzbedingungen+add conditions.pdf
Homepages:
www.apsarahabiba.de
www.world-of-orient.de
Anasma
Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
Photos ©: 1 Kaveh Kardan, 2 André Elbing, 3 Joe Marquez, 4 Konstanze Winkler
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„TRIPLE A“:
ANASMA-APSARA-ASMAHAN UND DAS PROJEKT „LOVE ARMY"