Startseite/Aktuelles
zurück zu ma kuck'n
grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
Nicht oft finden zwei der Großen unserer Szene zu einem gemeinsamen Projekt zusammen, bei der vielgelobten Stuttgarter Tänzerin und Veranstalterin Artemis und dem bekannten Tänzer von Weltgeltung, Azad Kaan, ist das wahr geworden. Artemis erzählt nun, wie es dazu kommen konnte und was genau man sich unter dem Projekt
„Bouquet d’Orientale“ vorzustellen hat:
ORIENTALISCHER BLUMENSTRAUSS – BOUQUET D’ORIENTALE

Interview mit Artemis
zu ihrem Projekt mit Azad Kaan

von Marcel Bieger

Du hast mit Azad Kaan ein Projekt ins Leben gerufen, das auf eurem Orientalischen Tanz-Festival im März seine Erfüllung finden wird.

Stimmt. Das Projekt heißt Bouquet d’Orientale, also orientalischer Blumenstrauß. Und dabei handelt es sich um ein Intensiv-Fortbildungs-Projekt für interessierte Tänzerinnen. Ein Prozentsatz dieser Tänzerinnen nimmt dann an dem Bühnen-Auftritt teil.

Es sind neun Tänzerinnen, die in der Abend-Gala des Orientalischen Tanz-Festivals das Projekt zum Vortrag bringen werden. Sie stammen aus ganz Deutschland und reisen jeweils zu den Fortbildungs-Wochenenden an. Anhand einer klassischen Choreographie zeigen sie auf der Gala den ersten Teil dessen, was sie gelernt haben. Diese Choreographie hat Azad Kaan geschaffen, er ist schließlich der Projektleiter. Ich, Artemis, bin dabei die Organisatorin, und das Projekt ist unser beider Werk.

Wie haben Azad und du euch für dieses Projekt gefunden?

Ich kenne ihn schon länger, er hat bei uns erst letztes Jahr in der Abend-Gala getanzt. Seitdem pflegen wir regelmäßigen Kontakt. Vor zwei Jahren war er auch schon als Workshop-Dozent bei mir. Da Azad ein sehr guter Tänzer mit einem ganz eigenen Stil ist, der beim Publikum ausgezeichnet ankommt, kam mir irgendwann die Idee, mit ihm ein Fortbildungs-Projekt zu beginnen, bei dem er der Choreograph und Projektleiter sein solle. Die Geschichte hat sehr gut eingeschlagen. Das Projekt beinhaltet fünf Wochenenden, übers ganze Jahr verteilt. Davon sind bereits zwei Wochenenden absolviert, und wir hatten jedes Mal über 20 Teilnehmerinnen. 15 Frauen haben das ganze Projekt gebucht, und dazu gesellen sich fünf bis sechs weitere Frauen, die flexibel ein Wochenende mitmachen wollen. Das Projekt steht also auch Teilnehmern offen, die nur einen Teil davon mitnehmen wollen. Jedes Wochenende steht unter ganz speziellen Themen. Einmal Raks Sharki, dann ein Fantasy-Schleier oder auch Lyrik Oriental. Ich kann sogar noch weiter gehen und nur einen Tag des Wochenendes buchen, denn am ersten gibt es Technik und Einübung, am zweiten dann eine Choreographie. Das einzige Problem bei diesen Wahlmöglichkeiten stellt sich darin,

daß die Wochenenden immer schon sehr früh ausgebucht sind (lacht). Wir führen zwar eine Warteliste, aber mehr als 20 Personen kann ich bei dem Projekt nicht aufnehmen. Schließlich wollen wir eine gewisse Qualität des Unterrichts gewährleisten.
Wie seid ihr an die Teilnehmerinnen geraten?

Wir haben das Projekt ausgeschrieben und sehr früh beworben. Mein Mann Dieter hat einen Flyer mit Photo und Beschreibung hergestellt, dann haben wir die Geschichte über Internet und Facebook verbreitet und auf Shows ausgelegt. Das hat sich dann recht schnell herumgesprochen. Wir haben ungefähr ein Jahr im voraus mit der Werbung begonnen, und deswegen haben wir es heute mit einem sehr großen Kreis von interessierten Frauen zu tun. Sie können sich, über einen längeren Zeitraum gesehen, dann auch viel bequemer auf die Projekt-Wochenenden einstellen. Wir haben das schon oft erlebt: Rechtzeitige Planung ist sozusagen der Garant dafür, ein solches Projekt durchführen zu können.

Und aus diesen 20 wurde dann eine Auswahl getroffen?

Nein, die neun, die mit der Choreographie auf der Bühne stehen werden, haben sich freiwillig dazu gemeldet, die anderen jeweils elf wollten das eher nicht. Sie nutzen die Wochenenden lieber zur Fortbildung, sie möchten das lieber für sich machen.

Aber eine Auswahl haben wir nicht getroffen, so etwas machen wir eigentlich nicht. Das Projekt ist vom Niveau her schon sehr hoch angesetzt, wir haben es für Mittelstufe bis Fortgeschrittene ausgeschrieben. An dem Bühnen-Auftritt wird daher nur die Tänzerin Freude haben, die schon was kann.

Was bekommen wir denn vom „Bouquet d’Orientale“ auf eurer Bühne zu sehen?

Eine klassische Raks-Sharki-Choreographie. Mit einem sehr schönen Schleier-Intro, das von drei Frauen getanzt wird. Diese drei Frauen waren früher schon in einem Workshop von Azad und zeigen jetzt, was sie dort gelernt haben. Die restlichen sechs Tänzerinnen kommen dann in einer schönen Formation auf die Bühne. Alle neun tanzen dann gemeinsam den Raks Sharki. Das Ganze dauert etwa fünf Minuten.

Machen Azad Kaan und du denn dabei nicht mit?

Was mich betrifft, so bin ich nur die Organisatorin und möchte auch gar nicht mit den anderen auf der Bühne stehen. Ich bin ja eher Solo-Tänzerin und habe mein eigenes Ensemble. Azad Kaan tanzt dieses Jahr nicht mit, weil er zu dem Zeitpunkt terminlich anders verpflichtet ist. Aber im nächsten Jahr bringen wir noch einmal das Ergebnis dieses Projektes auf die Bühne, und dann sind Azad und ich auch mit von der Partie. Aus meinem Ensemble sind vier Frauen im Projekt dabei und stehen auch
auf der Bühne.

Photos © "Azad Kaan" Rainer Gutzmer, alle anderen Dieter Dewald
Azad Kaan
Azad Kaan und Artemis
Artemis und Azad Kaan mit ihren "Bouquet d'Orientale" Schülerinnen
glückliche Gesichter nach dem "Fantasy Schleier"-Wochenende - die Workshop Teilnehmerinnen und ihre Dozenten Azad Kaan (Mitte) und Artemis (links neben Azad)
Homepages:

www.artemis-events.de
www.azadkaan.com