


"ZUERST SOLLTE ES NUR ETWAS GANZ KLEINES WERDEN …"
Interview mit Claudia Dufner
von Marcel BiegerOh, wenn es nach mir geht, wird es auch ein drittes und viertes Mal geben (lacht). Was bewegt einen dazu? Die Freude am Tribal-Tanz, der Wunsch, diese Freude weiterzugeben, gerade auch hier in der Region. Schließlich habe ich selbst ja auch Freude und Spaß an diesem Tanz.



Genau. Der neue Veranstaltungsort ist größer und bietet viel mehr Möglichkeiten. Ich habe im letzten Jahr eine Menge Erfahrungen machen können, und deshalb sollen beim zweiten Festival ein paar Dinge anders laufen. Aber das Konzept an sich hat sich bewährt und wird deswegen fortgeführt. Vor allem werde ich nicht mehr so ein Mammutprogramm wie im letzten Jahr am Show-Samstag durchziehen, das war echt zu viel. Der Freitag war dann etwas schwächer belegt, auf der Bühne. Das kam daher, weil einige Tänzerinnen mir gesagt haben, nee, der Freitag ist mir nicht so lieb. In diesem Jahr hat sich aber alles besser auf beide Tage verteilen lassen, so daß ich jetzt eigentlich wirklich zufrieden mit der Aufteilung bin.





Im Prinzip ist das gleichwertig, obwohl es am Samstag schon ein bißchen länger wird. Das liegt vor allem auch daran, daß „The Violet Tribe“ wieder bei mir auftreten, mit ihrem neuen Programm. Ich bin da wirklich stolz drauf, weil diese Gruppe, die Musik macht und tanzt, ja nicht so oft auf Tribal-Veranstaltungen anzutreffen ist, obwohl wirklich beste Tribal-Tänzerinnen da mitwirken. Die kommen auch freiwillig wieder (lacht).
Du hast diesmal auch Amerikanerinnen dabei …
Ja, das sind Aepril Schaile, Olivia Kissel und Christine Andrews, die alle zwar schon einen Namen besitzen, aber noch nie zuvor in Deutschland aufgetreten sind. Die habe ich aber nicht bestellt, sondern die haben sich von sich aus bei mir gemeldet. Sie sind bei „facebook“ über das „Black Forrest Tribal Festival“ gestolpert, und weil Aepril und Olivia deutsche Vorfahren haben, hat sie das gleich interessiert. Sie haben mich per e-mail angeschrieben, und dann sind wir uns recht schnell handelseinig geworden. Christine Andrews tanzt bei „Zafira“ mit, Olivias Tanzgruppe. Die löst sich aber auf, und so bekommen wir beim 2. Oberrheinischen zum letzten Mal einen Auftritt von ihnen zu sehen. So langsam finde ich Geschmack an der Sache (lacht), und ich möchte jetzt schon eine neue Tradition begründen und zum Oberrheinischen, zum Black Forrest Festival, weiterhin internationale Gäste einladen.



Ja, das war schon im letzten Jahr so, und in diesem Jahr kommen sie nicht nur fast alle wieder, es sind auch ein paar mehr geworden. Irgendwie ist aus dem Festival schon gleich beim ersten Mal eine Art Institution geworden, so daß die Leute sich sagen, da muß ich hin, da „geht man hin“ (lacht). Es war jedenfalls nicht allzu schwierig, die alle zusammenzubekommen. Ich muß auch gestehen, ich bin stolz auf diese Auswahl.
Offenburg liegt am Rhein gegenüber Frankreich, und im letzten Jahr hattest du zumindest im Publikum einen Schwung französischer Gäste. In diesem Jahr hast du aber sogar einen französischen Tribal-Stamm ergattert, der bei dir auftritt.
Ja, „Parfum Tribal“ aus der Gegend von Paris. Auf die bin ich auch wirklich sehr stolz, denn so viele französische Tribal-Gruppen gibt es ja nicht, und ich habe noch von keiner deutschen Veranstaltung gehört, auf der ein französischer Tribal-Stamm aufgetreten wäre. Ich bin schon sehr gespannt auf sie. Aber ich habe ja auch Schweizer Künstlerinnen, insgesamt drei an der Zahl, Moana, Amanda und Ana-Maria. Und nicht zu vergessen eine weitere Attraktion, Sylvia Sophia aus Österreich, die zum Besten aus ihrem Heimatland gehört. Da bin ich auch schon voller Erwartung. Der genaue Auftrittsplan wird nächste Woche bekanntgegeben.





