Startseite/Aktuelles
zurück zu ma kuck'n
KOPENHAGEN:
VON DARK BIS ATS

Zur Show „Dark Cabaret“
1.-3. April in Kopenhagen

von Dark Rose
und Dorothea Göttgens
Am ersten Wochenende im April 2011 wurde zum wiederholten Male in Kopenhagen ein sogenanntes ”Dark Weekend” gefeiert. Die Veranstaltung wird von „TribalDance.dk“ (einer Vereinigung zur Förderung und Verbreitung der Tanzformen Dark/Gothic/Gypsy/Tribal Fusion) organisiert.
Von Freitag bis Sonntag wurden Workshops mit drei der wichtigsten skandinavischen Tribal-Frauen (Dud Muurmand aus Dänemark, Callisto Utriainen aus Schweden und Elin Kåven aus Norwegen) angeboten. Alle drei sind professionelle Tänzerinnen und Tanzlehrerinnen für die Richtungen Tribal Style und Dark Fusion, und jede von ihnen hat ihren ganz speziellen Touch, einen besonderen Ausdruck und verfügt über eine persönliche Interpretation dieser Sitlrichtung.
In Verbindung mit diesem Wochenende wurde am Samstag abend eine 3 ½-stündige Show im Nachtclub ”Culture Box”, der im Herzen der dänischen Hauptstadt liegt, geboten. Der Club, der auch bei anderen Anlässen sehr gut besucht ist, besteht aus zwei ganz in Schwarz gehaltenen Böden mit einem “unfertigen”, “abgenutzten” Aussehen und einer niedrigen Decke. Ein perfekter Ort für eine besondere Show wie das „Dark Cabaret“, das eigentlich mehr an ein Vaudeville Cabaret erinnerte als an eine Tanzshow im herkömmlichen Sinne. Die Tänzerinnen tanzten in einer Ecke des Clubs vor der Musik-Konsole, und das Publikum saß dicht um sie herum auf Bänken und Stühlen. So ergab sich ein intensives Erlebnis, als sei das Publikum Teil der von den Tänzerinnen erzählten Geschichten.
Mit ihr traten zwei – erst in schwarze Kutten gehüllte und sich dann in schöne, feminine Burlesque-Tänzerinnen verwandelnde - Frauen auf (Louise Granhøj Hechmann und Lisa Bügel), die auf lustige und sexy Weise tanzten und Schabernack trieben. Ein sehr temperamentvoller Auftakt zu einer sehr spektakulären Show, die auf verschiedenste Tän- zerinnen aus Dänemark, Deutschland, Norwegen und Schweden und zugeschnitten war und dem Publikum eine breite Palette von Tänzen innerhalb der Genreformen Dark/Gothic/Gypsy/Tribal Fusion darbot.
Show begann im modernen Varieté-Stil mit einer maskierten Figur (Dud Muurmand), die das Publikum auf spielerische und freche Weise begrüßte.
Diese Genreformen ergeben sich aus dem Orientalischen Tanz und haben ihre jahrtausendealten Ursprünge im Nahen Osten. Sie sind im Zwanzigsten Jahrhundert zunächst in den USA und danach im Rest der Welt noch einmal weiterentwickelt worden, und etablieren sich mehr und mehr als ein eigenes selbständiges Tanzgenre – auch in Dänemark, wo es noch nicht so viele Praktizierende gibt (aber es gibt uns – „TribalDance.dk“ -, und wir sind fest dazu entschlossen, diesen Tanz auszuüben und zu verbreiten).
Das Interesse in Dänemark nimmt zu, und die Zusammenarbeit mit den übrigen skandinavischen und europäischen Ländern wird immer weiter vertieft - nicht zuletzt aufgrund der Gründung der Vereinigung TribalDance.dk im Jahr 2004; und dank deren Präsidentin, Dud Muurmand, die sehr umfangreiche und zeitintensive Arbeit leistet. Sie ist unglaublich engagiert und bringt sehr viel Energie auf, die sie in Projekte wie Tribal Café, Dark Weekend und Workshops in Dänemark und im übrigen Europa investiert.
Zurück zum Inhalt der Show:

Der Variantenreichtum der Tänze war sehr groß, und die Tänzerinnen zeigten viel Phantasie und Kreativität im Bezug auf Musik, Choreo- graphie und Kostüme. Es gab gruselige, lustige, traurige, aggressive, frohe, introvertierte, extrovertierte, gewalttätige und leise Tänze.

Diese wurden dargeboten als Solopräsentationen, Duos, (soweit ich weiß nur) einen Tribe (Tribe of Gaia) und ein paar Überraschungen (zum Beispiel das skandinavische Trio und eine sogenannte ”Surprise From Hell", ähnlich wie letztes Jahr, als alle Teilnehmer der Show zusammen einen ATS tanzten). Die ganze Show war geprägt von großer Intensität und Energie, verbunden mit technischen Fertigkeiten und sehr viel Leidenschaft.
Auch hinter der Bühne gab es eine phantastische Stimmung, und niemand hätte für möglich gehalten, daß dem Chaos aus Umziehen, Make-Up auflegen und Haarefrisieren so etwas wie eine Ordnung innewohnte. Die Tänzerinnen halfen einander mit den Kostümen und liehen sich gegenseitig Spiegel und Sicherheitsnadeln usw. aus, während sie über Musik, Kostüme und dergleichen diskutierten.
Es wurde geredet und gelacht, und obwohl es ein kleiner Raum war, fand sich ausreichend Platz dafür, daß einige Tänzerinnen mit geschlossenen Augen und aufgesetzten Ohrhörern leise ihre Choreographie übten. Und zwei Minuten vor dem Showstart hatten alle Teilnehmer Zeit für eine ganz große Umarmung.

Die Tänzerinnen von Dark Cabaret 2011 waren: Callisto (SE), Elin Kåven (NO), Dud Muurmand (DK), Tribe of Gaia (DK), Queen Bat (SE), Lady Isra (SE), Pernilla Sund (SE), Morganaz Döttrar (SE), Dark Rose & Murky (DK), Galathea Mit Den Schellen (D), Linda (DK), Lisa Bügel Jørgensen (DK), Louise Hechmann (DK) und Anne Mette Nielsen (DK).

Im nächsten Jahr soll es eine neue „Surprise From Hell“ geben!

HOMEPAGES:

www.tribaldance.dk


noch mehr Bilder von der Veranstaltung unter:

www.facebook.com


Dark Rose
http://orientalsk.homepage.dk/

...
bei facebook:
www.facebook.com/Dark-Rose

"Trio" - Elin Kåven, Callisto und Dud Muurmand
links: ”Surprise From Hell", alle Teilnehmer der Show tanzen zusammen einen ATS.
Photos © Nils Djervad
Callisto (Schweden)
Dark Rose (DK)
Dud Muurmand und Tribe of Gaia (Dänemark)
Tribe of Gaia (Dänemark)
Morganaz Döttar (Schweden)
Galathea (Deutschland)
Lisa Bügel Jørgensen (DK)
Elin Kåven (Norwegen)
Grafik und Layout: Konstanze Winkler