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Grafik/WebDesign: Konstanze Winkler
Ja, so etwas sieht man nicht alle Tage:
Eine Künstlerin im Pfauenkostüm, das die Bewegungen dieses stolzen Vogels ziemlich genau nachmachen und darum herum auch noch Tribal Fusion tanzen kann. Wie sie uns gleich erzählt, betreibt sie diesen Stil immer noch, und es gibt eigentlich nichts weiter zu sagen, als daß wir uns irre freuen, diese Künstlerin aus Hongkong beim 22. Orientalischen Festival Europas wiederzusehen.
PFAUENTANZ UND PFAUENGEIST

FoxyCatAlice wieder bei Leyla Jouvana

- Interview (und Übersetzung) von Marcel Bieger

Bei Leyla Jouvanas letztem Festival hast du alle mit deinen
“Peacock Movements” entzückt. Der Pfauentanz scheint dein Markenzeichen zu sein. Arbeitest du immer noch im „Peacock-Modus“?

Ja, ich bin immer noch im „Peacock-Modus“, und ich möchte immer neue Schritte für meinen „Peacock Belly Dance“ entwickeln; denn es ist mein großes Ziel, den Pfauentanz und den Pfauen-Geist mit allen zu teilen.
Worum geht es bei der “Peacock”-Geschichte überhaupt, was hat er mit den alten chinesischen Traditionen zu tun, und wie bist du darauf gekommen?

Ich stamme aus Xishuanbanna, umgangssprachlich Ban-Na, in der Provinz Junnan, und der Pfauentanz ist fast dreitausend Jahre alt und unser traditioneller Tanz. Da ich viel zu gerne esse, kann ich keine traditionelle Pfauentänzerin werden, wie soll ich mein Gewicht bei 85 (englischen) Pfund und die Taille bei 20 inches (Zoll) halten? Aber ich tanze schon immer
sehr gern Bauchtanz, und weil ich mit dem Pfauentanz aufgewachsen bin, habe ich
dessen Schritte in meinen Bauchtanz eingebaut und so den „Peacock Fusion Belly
Dance“ erfunden.

Letztes Mal hast du uns erzählt, daß die Tribal Fusion Gemeinde in deinem Wohnort Hongkong nicht allzu groß ist. Wie haltet ihr denn Verbindung mit den Tribal-Zentren auf der Welt? Wohin bis du schon überall gereist, und welche ausländischen Tänzer habt ihr zu euch eingeladen?

Sobald ich Zeit dazu finde, organisiere ich in Hongkong Tribal-Veranstaltungen. Ich habe auch schon Tribal-Meisterinnen wie Moria Chappell von BDSS und April Rose zu uns gebeten, um hier Workshops zu geben. Und am 3. August präsentiere ich „Tribal Kong“, das erste Tribal Festival in Hongkong. Dazu habe ich schon eine Menge Künstlerinnen aus aller Welt eingeladen. Und meine letzte Reise habe ich letzten Monat nach Las Vegas unternommen, um beim „Tribal Massive“ dabeizusein.
Erzähle uns etwas über den Menschen FoxyCatAlice. Hast du einen weiteren Beruf, oder bist du professionelle Tänzerin? Und wenn nicht, strebst du an, eines Tages vom Tanz leben zu können?

FoxyCatAlice ist Tänzerin aus dem Ort Ban-Na, Bauchtanz- und Pilates-Lehrerin, Auftrittskünstlerin und Choreographin. Ich habe den „Peacock Fusion Belly Dance“ erfunden und trete überall damit auf. Ich habe mit fünf Jahren angefangen zu tanzen und habe eine Ausbildung in Thai- und chinesischen Tänzen erhalten. Als Jugendliche habe ich auch Jazz-Tanz gelernt und mich mit Ballett und Popping befaßt, und so fließen in meine Fusion-Tänze Elemente des Jazz, des Modern und der Thai-Tänze ein. Ich bin Vollzeit-Tänzerin und Lehrerin.

Welche Pläne hast du für die Zukunft, und wo werden wir dich in 5, 10 oder 20 Jahren sehen?

Dann möchte ich meine Tanzschule in Ban Na haben, eine große Show in China geben, mit meinem Stamm um die ganze Welt reisen, überall meinen einzigartigen Stil unterrichten und den Tribal in Hongkong aufbauen. Das habe ich fest vor, weiß aber nicht, wie viele Jahre ich dafür brauche. Alles Liebe und Gute von FoxyCatAlice.


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Photos © Konstanze Winkler