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"GATES TO FUSION" WEEKEND
in Paris

29./30. März 2014

Bericht von Apsara Habiba
(Vorwort: Marcel Bieger)
Wer kennt sie nicht, die Welttänzerin Anasma.
Wenn sie mal nach Deutschland kommt, ist das Stadtgespräch.

Nun ist Apsara Habiba ein besonderer Coup gelungen: Sie holt Anasma zu einem Intensiv-Wochenende nach Köln, zusammen mit der ebenfalls bekannten Tänzerin und Co-Dozentin Linda Faoro aus Italien. Hier erzählt uns Apsara, wie das alles gekommen ist.
Ich habe Anasma Vuong in Workshops und durch das „Love Army-Projekt“ kennengelernt ihre Arbeit immer sehr bewundert und mich deswegen entschlossen, mich zum „Gates To Fusions“-Wochenende in Paris Ende März diesen Jahres anzumelden – und zwar für das komplette „Gates To Fusion Weekend Intensive“, also alle Workshops mit 10 Stunden Tanz

Das „Gates To Fusion“ (nicht nur in Paris) ist ein gemeinsames Projekt von Anasma und Linda Faoro bzw. ihrer beiden Formate „World Citizen Dance School“ (Anasma) und „Traveling Dance School“ (Linda Faoro), die in dem Wochenend-Intensivtraining in Workshop-Form zusammengefasst sind.

Foto links:
Anasma, Apsara und Linda beim Intensiv- Wochenende in Paris
Foto rechts:
Anasma Vuong und Linda Faoro
(photo © Kyle Scott Ellis)
Verschiedene Themenbereiche geben nicht nur einen Einblick in Tanzarten wie orientalischer Tanz, Jazz, Modern, Hip Hop, Salsa u.a., sondern verschmelzen diese zu einer neuen tänzerischen Ausdrucksform und machen Mut, eigene Wege zu Tanzfusionen zu entdecken. In diesem Zusammenhang wurde im Anschluss an den ersten Workshop-Tag die Gelegenheit einer persönlichen Korrektur durch die Meisterinnen im Rahmen einer Open Stage angeboten.
Der erste Workshop-Tag und auch die erwähnte Open Stage fanden im Studio des großartigen Künstlers Philippe Genty in der Rue Sedaine statt, in dem auch Guemra Assia, die bekannte Pariser Größe des orientalischen Tanzes, ihre Kurse gibt - ein sehr geräumiges Studio mitten in einem sehr idyllischen Hinterhaus-Innenhof.

Dort traf ich zum ersten Mal auf Linda Faoro, Anasmas Mit-Dozentin. Sie ist Italienerin und hat ein genau solches Temperament und jede Menge Humor!

Die Workshopteilnehmerinnen stammten aus unterschiedlichen Nationen wie z.B. Gaia Dunya Rai und Tanzpartnerin Francesca aus dem italienischen Mailand, Sabina aus Polen, Even Dew aus Bordeaux in Frankreich u.a.m. Nicht wenige hatten eine Vorbildung in Tribal-Fusion, Jazz oder Modern.

Den ersten Workshop „Egyptian Anasma and Linda Style“ unterrichteten die beiden gemeinsam. Bevor wir uns an die „Fusionen“ wagten, ging es nach einem Anasma-Linda-Aufwärm-Training erst einmal zu den Grundlagen, dem Fundament, ganz recht, dem orientalischen Tanz. Wir erarbeiteten einige pfiffige Schrittkombinationen á la Anasma und Linda, angelehnt an den ägyptischen Tanzstil, wobei beide sich als Lehrerinnen abwechselten. So konnten wir uns vorab noch einmal in den orientalischen Tanz hineinfühlen, der unsere Basis für die folgenden Tanzfusionen darstellte.
Im zweiten Teil wurde es dann kniffliger: Lindas „Faoro Belly Fusion“ erfordert einige Anstrengung, insbesondere für die reine OT-Tänzerin! Im Jazz-Tanz ist eine viel stärkere Körperbeherrschung und –spannung vonnöten, um die raumgreifenden energiegeladenen Bewegungen auszuführen. Dennoch kehrten wir auch zu den binnenkörperlichen Schritten des orientalischen Tanzes zurück und verwoben beides miteinander..
Nach einer gemeinsamen Mittagspause wurden wir in
„Hip Hop Bellydance – option Yoga or Wushu“ in einem intensiven Joga-Belastungs-Training gestreckt und durchgeknetet, bevor wir eine sehr schöne ausgeklügelte Kombination mit Hip-Hop-Bewegungen und weiteren Jazz-/Modern-Elementen lernten, wobei auch der geschickt eingebaute „Bodenkontakt“ nicht zu kurz kam.

Nach diesen 5 Stunden Unterricht hatten wir insgesamt
2 Stunden Zeit, uns auf die Open Stage vorzubereiten.
Ich hatte die Ehre, den tänzerischen Reigen zu eröffnen und konnte daher alle weiteren Darbietungen entspannt genießen.
Es tanzten einige der Workshop-Teilnehmerinnen, z.B. Gaia Dunya Rai, die mit Ihrer Tanz-Partnerin Francesca Lo Russo ein sehr schönes Duo darbot und Even Dew, die einen gründliche Ausbildung in Modern und zeitgenössischem Tanz hat und eine  atemberaubende Aufführung dieser Richtungen als Stilmix darbot – der absolut stärkste Programmpunkt des Abends! Desweiteren wirkten einige Schülerinnen aus Anasmas Kursen mit, die tolle Ideen in Duo und Gruppen auf die Bühne brachten. Besonders herrlich war eine Bellyfusion-Zombie-Parodie. Selten habe ich so gelacht!

Abschließend gab es auf Wunsch der Teilnehmerinnen eine gemeinsame Runde aller, in der Anasma und Linda ihre Kritik offen aber auch sehr verständnisvoll direkt an die Teilnehmerinnen richteten. Danach stürzten wir uns ins Pariser „Bistroleben“ und hatten  dementsprechend eine etwas kurze Nacht.

Die zweite Hälfte der Workshops fand in der Juste Debout School., Rue de Valmy im Pariser Stadtteil Montreuil statt, einer sehr bekannten Schule für Hip Hop, Street Jazz, Salsa, Afro, etc., die auch verschiedene entsprechende Festivals veranstaltet, wie z.B. das Worldwide Streetdance Festival.

Im ersten Teil „Theatrical“ zeigte uns Anasma anhand kleiner Kombinationen, wie sich im Tanz Gefühle durch Bewegung ausdrücken lassen, und ermutigte uns, dieses in Improvisationen für uns selbst alleine aber auch miteinander zu erfahren. Das war unglaublich spannend! Es ist kaum zu fassen, was für eine energetische Kraft man mit anderen gemeinsam spontan und kommunikativ entwickeln kann. Mein Lieblings-Workshop des ganzen Wochenendes.

Weiter ging es mit Linda Faoros „New School Jazz“ und wir fegten mit weiten raumgreifenden Bewegungen quer durchs Studio. Eine Bewährungsprobe für die eigene Körperwahrnehmung und tänzerische Disziplin. Hier wurde deutlich, wie anders Tänzerinnen in den Bereichen Modern, Zeitgenössisch und Jazz ausgebildet werden.
Nach einem gemeinsamen Picknick im Tanzraum fand dann der letzte Workshop „Hip Hop Bellydance  - option Afro or Salsa“ statt. Anasma und Linda Faoro wirbelten im Salsa-Schritt samt Belly-Fusion über das Parkett und wir hinterher. Dann wurden wir in Paare aufgeteilt und durften uns aus den erlernten
4 Kombinationen eine eigene kleine Mini-Choreo zusammenbauen, die wir anschließend vorführen sollten. Eine tolle Idee und ein riesiger Spaß zum Abschluß des Workshop-Wochenendes!!
Anschließend hatte ich Gelegenheit, eine kleine Studio-Show des „Studio Harmonic“ zu sehen, eine bekannte  Tanzschule für Jazztänze aller Art, Hip Hop, Ballett und Modern.

Den Tag beschloss ein Abendessen in einem der gemütlichen Straßencafés auf dem Montmartre, zusammen mit Anasma, Linda Faoro, ihrem Mann Kyle Ellis, Gaia Dunya Rai und Tanzpartnerin Francesca Lo Russo.  Am nächsten Mittag machte ich mich dann randvoll mit neuen Eindrücken und Ideen wieder auf den Weg nach Hause. Ein ebenso unvergessliches wie schweißtreibendes Wochenende mit zwei grandiosen Dozentinnen lag hinter mir. Ein ganz dickes Danke an Anasma Vuong und Linda Faoro für all die großzügige Herzlichkeit, Inspiration, den tollen Unterricht und die fantastische Zeit! Ich komme gerne wieder!

19. + 20. Juli 2014 Gates to Fusion in Köln!

Bereits während ich noch am Unterricht teilnahm kam mir der Gedanke: Solch ein intensives ausgefeiltes Unterrichtskonzept muss nach Deutschland!

Einerseits bieten die Ausflüge in Joga, Ballett/Modern/Jazz eine sehr gute Haltungsschulung (der gezielte Einsatz von Körperspannung z.B. wird in dieser Form nicht generell im Orientaltanz unterrichtet) andererseits sorgen Hip Hop, Salsa & Co. für ausgewogenes Koordinationstraining.

Die Tänzerinnen werden zudem ermutigt, selbst neue Wege zu suchen und damit ihre eigene individuelle tänzerische Ausdrucksmöglichkeit zu finden. Ein rundum gelungenes Komplettpaket in Form eines Dance-Workouts, das sich gewaschen hat!

Freut Euch auf ein tolles Wochenende!
Eure Apsara

n

Weitere Infos unter:
www.apsarahabiba.de/Events

Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
Die glücklichen Workshop-Teilnehmer mit ihren Zertifikaten
Foto oben: Apsara Habiba eröffnet den Reigen bei der Open Stage, unten: das Show-Finale
Anasma und Linda
immer fröhlich, Linda und Anasma