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Photos © Konstanze Winkler
Homepage: www.leyla-jouvana.de
HAFLA - HAFLA - HAFLA

Tanz-Parties im Bereich des Orientalischen Tanzes heißen Hafla, und wie bei einer „normalen“ Party kommen dort Menschen zusammen, um zwanglos miteinander Spaß zu haben – und um zu tanzen. Ob in einer Tanzschule, im Saal einer Gaststätte oder einer anderen Räumlichkeit, man trifft sich im kleinen oder kleineren Rahmen. Hagalla besucht gerne Galas und große Shows, aber auch immer wieder eine Hafla dazwischen, wo man leichter ins Gespräch findet und auch Tänze zu sehen bekommt, welche die Künstlerinnen erst einmal „probeweise“ vorführen wollen.

OSTERTANZWOCHE BEI LEYLA JOUVANA

HAFLA am 14. April in ihrem Tanzstudio in Duisburg

von Marcel Bieger

Der große Raum in Leyla Jouvanas Tanzschule faßt knapp 100 Personen und bietet immer noch Platz für eine ausreichend große Tanzfläche und die Bühnentechnik. Der Saal ist fast regelmäßig voll, wenn zur Hafla gerufen wird, und es gibt dort neben neuen Darbietungen auch solche zu bestaunen, die man gerne einmal wiedersehen wollte. Während das große Orientalische Festival Europas alle Spielarten des Gernes bedient, setzen die Haflas, es gibt deren drei im Jahr, jeweils eigene Schwerpunkte (s. a. „Leylas Jahreszeiten“ in dieser Zeitung). Die Oster-Hafla stellt den Tribal in den Mittelpunkt.

Doch los geht es an diesem Abend erst einmal mit Jungstar Jana Schlender, die bereits beim Wettbewerb „Bellydancer of the World“ den 1. Platz in der Kategorie „Kinder-Solo“ erringen konnte. Sie tanzt einen Raks Sharki und beweist, wie viel Potential in ihr steckt.
Leyla Jouvanas
Showgruppe
steuert ihre Darbietung vom vergangenen Festival bei, eine geschickt und fröhlich stimmende Mischung aus Saidi und Reggaeton.
Cristina Zegarra, eine der „Jungen Wilden“, neue Talente, die seit einem Jahr für Furore sorgen, setzt die Akzente für den Tribal Fusion neu, ihre Körper- beherrschung zur schwer- metallig angehauchten Musik sucht ihresgleichen. – Aus Frankreich kommen The Smoky Eyes, und die haben den Zirkus im Blut. Gestalten aus dem Panoptikum, Bodenakrobatiker und Kraftmenschen bevölkern die Bühne, und man darf sich jetzt schon freuen, wenn diese Truppe Ende des Jahres wieder in Deutschland gastiert, auf Leyla Jouvanas 20. OFE.
„Bellydancer of the World“ ist auch Queenie aus Belgien, die im letzten Jahr in der Königinnen-Disziplin „Raks Sharki“ den Spitzenplatz erringen konnte. Ebenso elegant wie romantisch interpretiert sie ihren Lieblings-Tanz (s. Interview mit Queenie in dieser Zeitung). – Aus den USA kommt Moria Chappell, schlängelt sich auf die Bühne und bewegt sich auch dort weiter wie eine Schlangengöttin. Moria ist auch Mitglied bei den Bellydance Superstars, und in dieser Eigenschaft werden wir sie später im Jahr wiedersehen (s. Interview in dieser Zeitung).
Das Leyla-Jouvana-Ensemble zeigt eine lustige Doppelschleier-Nummer mit folkloristischen Einlagen, und als letzte Darbietung in der ersten Abteilung bekommen wir noch einmal ein wirklich sagenhaftes Trommelsolo von Leyla Jouvana zu sehen, bei welchem sie ihr Mann Roland auf selbstkonstruiertem Tabla-Schlagwerk begleitet.
Den Auftakt zur zweiten Abteilung gibt die Putza Colona, eine Schar scheinbar verlotterter Putzfrauen, die im Orienttanz Putztücher schwingen und den Hausmeister ärgern (dahinter verbergen sich meisterlich verkleidete Mitglieder des Leyla-Jouvana-Ensembles) – die Nummer, heute leicht variiert, hatte schon auf dem Festival für stürmische Heiterkeit gesorgt. 
– Noch einmal entzückt uns Queenie mit einem souverän vorgetragenen Raks Sharki und anschließendem lebendigen Trommelsolo.
The Smoky Eyes treten nun, in Müll- tonnen gewandet, zum ökologischen Tribal an, um zum Schluß einen gewaltigen Trommellärm auf diesen Behältern zu entfachen. – Leyla Jouvanas Showgruppe führt uns schließlich kunstvoll und geschickt vor, was sich alles beim Tanz mit Fächerschleiern anfangen läßt.
Leyla Jouvana tanzt ein Solo – sie übernimmt Moderation, sie tanzt, sie kümmert sich, wo diese Frau nur all ihre Energie hernimmt -, und nach einer Weile kehren die Tänzerinnen der Showgruppe zurück, bis alle zusammen kokett und temperamentvoll die Tanzfläche füllen.

– Den Abschluß bildet Moria Chappell zunächst mit einem langsamen und elegischen Swing Pop, der bald von Klangfetzen einer aufgezeichneten Radiosendung begleitet wird. Moria „betribalt“ alles, was sie an Klangteppich verwoben hat, und läßt das ausklingen in einem Rock `n´ Roll begleiteten akrobatischen Trommelsolo.
Zum Finale kommen alle noch einmal auf die Bühne, „Zumba“ wird ausgerufen, und alle machen mit, vorneweg Leyla.     
Die nächste Hafla bei Leyla Jouvana mit tollen Stargästen
findet statt am 15. September!
Moria Chappell (USA)
Showgruppe Leyla Jouvana
Jana Schlender
Cristina Zegarra
The Smoky Eyes (Frankreich)
Queenie (Belgien)
Moria Chappell (USA)
Leyla und Roland Jouvana
Ensemble Leyla Jouvana
"Putza Colona"
"Putza Colona"
Queenie (Belgien)
The Smoky Eyes (Frankreich)
Showgruppe Leyla Jouvana
Leyla Jouvana
Moria Chappell (USA)
Finale mit ZUMBA!