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Bitte erzähle uns etwas aus deinem Leben, vor allem deinen künstlerischen Werdegang.

Show und Tanz hat mich von Kind an schon immer fasziniert. So hatte ich das Glück, dass ich in der Tanzschule „Bäulke“ Würzburg durch die Inhaber Roger und Bettina während der Jugend in allen möglichen Tanzstilrichtungen sehr gefördert wurde.

Nicht auf die Standarttänze war mein Augenmerk so sehr gerichtet, sondern auf alles, was sich heute unter dem Ausdruck Charaktertanz bzw. Modetanz verstehen lässt - wie Menuett, Charleston, Boogie-Woogie, Lambada etc.

Noch während der Gymnasialzeit gründete ich die FASHION-SHOW- COMPANY  mit 12 Teammitgliedern und bereicherte bis über das Abitur und die Bundeswehrzeit hinaus mit großem Erfolg in und rund um Würzburg Veranstaltungen mit Showeinlagen und Präsentationen.

Mit dem Beginn des Kunst- und Kunstgeschichtsstudiums zog ich nach Nürnberg. Dort tanzte ich in Opern- und Schauspielproduktionen im Staatstheater und unterrichtete zeitweise noch in drei Ballettschulen Jazz. Um choreographisch und technisch up to date zu bleiben nahm ich an zahlreichen Workshops bzw. internationalen Tanztagen (Wien, Köln, Berlin, New York etc.) teil. Im ersten Studienjahr lernte ich meine noch heutige Show-und Tanzpartnerin Sonja Goerigk  (Seetha) kennen, mit der ich zusammen die Ausbildungs- und Choreographie-leitung der Models des „Studio International“ von Frau Evelyn G. Rebensburg innehatte und in deren Shows wir das zentrale Tanzpaar für viele Jahre darstellten.
Die charakterspezifischen Kenntnisse der vielen Modetänze bilden eine unbedingte und unschätzbare Basis für die Shows.

Sonjas Passion für den orientalischen Tanz bot von Anfang unseres Duos an eine weitere und sehr weitreichende Facette.

Bedingt durch meine hauptberufliche Laufbahn als Lehrer am Gymnasium zog ich mich etwas von der reinen Tanzpräsentation zurück, und so formte sich die Tanzshoweinlage zum Begleit– und Ausdrucksmittel der stetig steigenden Moderationsaufträge von großen Tanzveranstaltungen, ein Sujet, das mittlerweile zum Markenzeichen von Roehrig & Goerigk bzw. Louis Anch-Amun XIV. & Seetha avancierte.

Bitte beschreibe das Verhältnis von Louis und Tanz allgemein/Orientalischem Tanz.

„Tanzen ist Ausdruck innerer Lebensfreude“ so formulierte es Bettina Bäulke einmal, und das trifft für mich in jedem Fall zu. Die verschiedenen tänzerischen Ausdrucksformen gleichen  für mich einem zu erlernenden Vokabular verschiedener Tanz-Sprachen, das es dann im Laufe der Jahre mehr und mehr virtuos und gewandt einzusetzen gilt.

Der Orientalische Tanz, der per se schon eine Gesten- Mimik- und Bewegungssprache in metaphorischer Weise verwendet, offeriert sowohl dem Tänzer als auch dem Betrachter darüber hinaus auch noch eine völlig eigene – vom europäischen Hörverständnis oft weit entfernte – Ton- und Rhythmusführung. Hier wird es für alle Beteiligten exotisch und damit auch interessant und spannend!

Für die Moderation ergibt sich nun der Rückgriff auf die Goldenen Zwanziger, der gleichzeitig in einer reinen Orientshow eine schwungvolle Abwechslung in Bild und Ton ist und darüber hinaus noch Interessantes und Wissenswertes vermittelt. Sowohl die seit jeher bestehende Koexistenz als auch die Integration bzw. Konklusion von Orient und Occident wird hör- und sichtbar.
Mein Künstlername/Pseudonym ist ein Synonym der Verschmelzung von Orient und Okzident: Das Leben ANCH erhält gewissermaßen als strahlenden Rahmen den Sonnenglanz aus dem Westen: als Reminiszenz an den Sonnenkönig LOUIS XIV., und aus dem Osten: als Verneigung vor dem Sonnengott AMUN = Louis Anch-Amun XIV.In den Moderationen bietet die Weltgeschichte die besten Verknüpfungen und Überleitungen der Tanzstile: Es soll beispielsweise ein pharaonischer Tanz angekündigt werden: als 1922 das Grabmal von Tut-Anch-Amun entdeckt wurde, brach in ganz Europa die „Ägyptomanie“ aus, und in dem damalig aktuellen Modetanz „Charleston“ spiegeln sich plötzlich Bewegungselemente wider, die sich in den Reliefs der ägyptischen Tempel und Gräber finden lassen.
Bitte, wie kommt ein Mann dazu, in einer so ureigenen weiblichen Domäne wie dem Bauchtanz Kurse anzubieten, und dann auch noch einen solch modernen wie "Burlesque"?

Das heutige Gesellschaftsverständnis in Europa weist den Orientalischen Tanz gerade im Bereich Belly-Dance die ureigene weibliche Domäne zu, nicht so der Orient selbst:  Die ursprünglichen Ritualtänze, die sich in vielen Formen bis heute erhalten haben, wurden und werden auch von Männern getanzt – (Tanoura, Derwisch, Saïdi etc. )

Die Verbindung von weiblicher Erotik und Freizügigkeit als Zusammenspiel von sinnlichen Reizen in mehr oder weniger Mode und Bewegung ist auch hier in Europa erst nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert Schritt für Schritt salonfähig geworden. Das sich möglichst effektvolle, individuelle und wirkungsvolle Präsentieren kulminiert derzeit sicherlich in allen Formen, die „Burlesque“ im Titel tragen. Das Spiel der Tänzerin mit der Aufmerksamkeit und Faszination des Betrachters liegt in der Fähigkeit, die eigenen Reize durch Bewegungen, Posen und deren Folgen sowohl im Fluss als auch in Pausen gezielt einzusetzen. Während meiner Jahre in der Model-Agentur waren dies die Grundlagen für den Unterricht der Models und Miss-Titel-Anwärterinnen.

OT-Burlesque ist somit die Königinnendisziplin!

WORKSHOP 
Sa., 27.11.2010
09.00 - 11.00 Uhr

Louis - Burlesque Oriental
Unterhaltung und Amüsement pur, mit einem Schuß Erotik! Gefühlt, getanzt und gelebt mit weichen, schwungvollen, femininen Bewegungen und den aufregenden Elementen des orientalischen Tanzes: ergibt eine super unterhaltsame, sexy Mischung. Daher lasst Euch mitreißen und verzaubern! Näheres unter: www.leyla-jouvana.de


Louis uns seine langjährige Tanz- und Moderationspartnerin Seetha
Louis Anch-Amun XIV. hier als Ludwig II
"Charleston" - Seetha und Louis
Wie tariererst Du deine verschiedenen Tätigkeiten (Moderator, Zivilleben, Tanzlehrer etc.) aus, und wie sehen deine weiteren Pläne aus.

Der Terminkalender ist ein unabdingbarer Begleiter! Ohne meinen Terminkalender mache ich keine Zusagen … weder beruflich, noch privat …

Natürlich fusionieren alle meine Tätigkeitsbereiche in gewissen Formen: Als Lehrer ist man es gewohnt vor mehreren Menschen zu sprechen, als Tanzlehrer fügt sich das präzise „Ausdrücken“ in Bewegung hinzu. Die Rollen auf und hinter der Bühne modifizieren sich oder wechseln je nach Mode, Einflüssen, Ideen und Visionen.

Ich hoffe, dass mir meine Kreativität, Spontaneität und Mobilität noch lange erhalten bleibt und die Welt mit Schwung und Freude in Frieden miteinander musiziert und tanzt!

www.roehrig-goerigk.de
Fotos © Christian Roehrig
Layout: Konstanze Winkler
"TANZEN IST AUSDRUCK
INNERER LEBENSFREUDE"
Interview mit Louis Anch-Amun XIV.
von Marcel Bieger
Ein Moderator führt durch eine Show oder eine Gala, das gehört irgendwie einfach dazu. Nur erlebt man da einige Unterschiede, die von eher mau bis zu hervorragend reichen. Und wenn man in einer Gala von Leyla Jouvana sitzt, zum Beispiel bei ihrem Orientalischen Festival, erlebt man ein höchst vergnügliches Naturereignis. Das Moderatoren-Paar Louis & Seetha führt in ständig wechselnden Kostümierungen ein scheinbar eigenes Programm durch, das doch nur (im Sinne von vor allem) dazu dient, uns auf die kommenden Darbietungen der Tanzkünstler einzustimmen. Wer sind die beiden? Von Seetha wissen wir, daß sie eine hervorragende Künstlerin ist, die man auf vielen Bühnen antrifft. Aber wie kommt Louis zu dieser Rolle. Lassen wir ihn selbst erzählen, er antwortet amüsant und locker auf alle Fragen  Übrigens, Seetha und Louis geben beide beim Orientalischen Festival Workshops, da sollte frau doch mal einen Blick drauf werfen.