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Anfang des letzten Jahres meldeten sich die Tänzerinnen Khalida und Milka bei uns, sie würden ein Festival planen und ob wir sie etwas unterstützen könnten. Als sie uns dann erzählt haben, was sie alles vorhatten, waren wir sofort elektrisiert – ein Festival der Begegnung zwischen den drei Ländern Belgien, Deutschland und Niederlande, und zwar im belgischen Heerlen und im deutschen Würselen, wo wirklich alles zusammenströmt. Wir haben sie nicht nur unterstützt, wir waren dann auch dort und begeistert. In diesem Jahr steht die Fortsetzung an, diesmal auch mit deutschen Künstlern. Natürlich sind wir wieder dabei!
"NUR NOCH GLÜCKLICHE GESICHTER UM MICH HERUM"

Interview mit der Show-Ausrichterin
Khalida

von Marcel Bieger

Das Milka-Khalida-Festival hat 2010 das Licht der Welt erblickt, in diesem Jahr findet es zum zweiten Mal statt. Planen Milka und du eine Show-Reihe?

Ursprünglich hatten wir tatsächlich vor, die Veranstaltung jedes Jahr stattfinden zu lassen, aber in diesem Jahr haben wir verblüfft feststellen müssen, wie groß unserer Terminkalender geworden sind. Vielleicht denken wir also noch einmal gründlich nach und lassen die Milka-Khalida-Show nur noch alle zwei Jahre stattfinden, oder in noch größeren Abständen. Aber das hängt davon ab, was die Zukunft dann alles noch für uns bereithält. Deswegen sollte man sich die Show in diesem Jahr unbedingt anschauen kommen. Sie ist uns besonders wichtig, weil

Diesmal findet man Künstlerinnen aus allen drei angrenzenden Ländern bei euch. Wie habt ihr die alle zusammenbekommen?

Nun, zum einen liegt das an unserem günstigen Standort Heerlen, binnen einer halben Stunde kann man hier zwei Staatsgrenzen überqueren. Aber viel wichtiger dürfte sein, daß Milka und mir in den letzten Jahren das große Glück vergönnt war, einige große und tolle Festivals in unseren drei Ländern zu besuchen und dort viele aufregende Tänzerinnen und Lehrerinnen kennenzulernen.

wir so viele Gast-Dozenten und Künstler für die Bühne gewinnen konnten. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr darauf.
Sogar eine Künstlerin aus den USA kommt. Ist sie nur ein „Sahnehäubchen“, oder wollt ihr zukünftige Festivals noch interkontinentaler ausrichten? 

Ich glaube, das ist von ganz allein so gekommen, denn wir schauen auch gern über den eigenen Tellerrand. Wir haben uns für Razia als eine unserer diesjährigen Gast-Dozentinnen entschieden, weil sie auf der Bühne toll ist, eine wunderbare Art hat, sehr angenehm im Umgang ist, als Lehrerin einiges zu geben hat und nicht etwa deswegen, weil sie Amerikanerin ist. Ich habe sie vor ein paar Jahren in Belgien auf einem Workshop von Aziza kennengelernt. Sie reist sehr viel und tanzt und lehrt in aller Herren Länder.

Wie war die Resonanz auf euer erstes Festival?

Wir haben uns sehr gefreut, daß so viele Menschen sich begeistert geäußert haben. Das trifft sowohl auf die Tänzerinnen zu, die an den Kursen teilgenommen und auf der

Bühne gestanden haben, als auch auf das Publikum. Wir haben hauptsächlich zu hören bekommen, daß uns eine so hübsche Mischung aus allen möglichen Stilen und Tänzen gelungen sei und daß eine sowohl heitere als auch gelöste Stimmung vorgeherrscht habe. Milka waren nach solchem Lob natürlich stolz und überglücklich, denn das war ja unsere erste Show gewesen. Aber wir hatten ja auch wunderbare Mitarbeiter, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre. Hoffentlich klappt es in diesem Jahr wieder so gut. Die Gäste habe allerdings gesagt, sie würden gern etwas mehr Zeit haben, selbst zu tanzen, und ob wir diesmal nicht dafür sorgen könnten. Also werden wir die Show-Blocks etwas kürzer ausfallen lassen, um diesem Wunsch zu entsprechen.
Wenn ihr auf euer erstes Festival zurückblickt, was würdet ihr nie wieder so machen und was war für euch der schönste Moment?

Einen Punkt gab es, den wir in diesem Jahr ganz anderes angehen wollen. Nämlich die Bühne und die Raumaufteilung. Wir haben bei der zweiten Show ein paar Gruppen dabei, bei denen es richtig rund geht. Und deswegen wollen wir sicherstellen, daß sie auf der Bühne auch alles geben können.

        Und mein schönster Augenblick im letzten Jahr traf mich ganz unerwartet. Ich mußte ständig von hier nach da und von da nach dort herumrennen. Einmal bin ich für einen Moment stehengeblieben und habe unvermittelt nur noch glückliche Gesichter um mich herum gesehen, sowohl bei den Zuschauern wie auch auf der Bühne. Es war so wunderbar, mittendrin zu stehen und so etwas zu erleben, und ich habe mich großartig und dankbar gefühlt, an etwas mitgewirkt zu haben, was den Menschen so viel Freude macht.

Was macht Deine Schülergruppe „Raks Pro“, und was werden wir von ihnen sehen?

Zur Zeit leite ich sie nicht mehr an (vorher zusammen mit Artemisia), aber ich freue mich sehr, sie auf unserer Show begrüßen zu können, weil sie einfach so super sind! Die Gruppe wird übrigens das Trommelsolo (geschrieben von Razia) aufführen, mit dem sie im letzten Jahr beim Wettbewerb auf Leyla Jouvanas Festival den 2. Platz gemacht hat.

Eine letzte Frage, warum trittst du mit einem D für Deutschland hinter deinem Namen auf?

Na, weil ich seit gut acht Jahren in Deutschland lebe (wie doch die Zeit dahinrast, wenn es einem gut geht). Mir ist vor einiger Zeit aufgefallen, daß ich mich in Deutschland immer heimischer fühle. Ich liebe immer noch mein Geburtsland Belgien (besonders das Essen!), und ich habe immer noch einen belgischen Paß. Aber vielleicht werde ich eines Tages ja eine doppelte Staatsangehörigkeit beantragen.

Aber wenn ich ehrlich bin, mein Zuhause und mein Tanzschwerpunkt befinden sich schon seit längerem in Deutschland. Wenn mich heute einer fragt, wo ich denn herkomme, antworte ich ganz automatisch „Deutschland“, doch wenn die Zeit dazu bleibt, füge ich noch hinzu: „Aber ich bin in Belgien geboren.“

MK-Festival 2011
3.- 5. Juni 2011

mit Tribal Fusion und Bellydance Workshops und Show/Hafla

Show am Samstag, den 4. Juni in Heerlen, NL

Einlass: 19:30h
Showbeginn: 20:15h

weitere Informationen unter
www.mkfestival.com

Khalida
Milka
GaststarRazia (USA)
auch mit dabei, Gaststar Sophia Chariarse
Raks Pro