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Am 7. April 2013 wurde zum siebten Mal der
OT-Wettbewerb des renommierten Budapester Tanzstudios „Mahasti“ (Töchter des Mondlichts) ausgetragen.
Homepage: www.mahasti.hu
Photos: "Viktoria © Konstanze Winkler, alle anderern © O2Media/Tihanyi Károly
Graphik/WebDesign: Konstanze Winkler
"WAS FÜR EIN HÜBSCHER BALADY!"

Zum 7. OT-Wettbewerb der „Töchter des Mondlichts“ in Budapest
von Viktoria Farkas und Marcel Bieger (auch Übersetzung)

Mahasti, so auch der Name der Studioleiterin, ist nicht irgendwer, Tänzerinnen aus diesem Studio treten regelmäßig bei Contests im In- und Ausland an – bei uns vor allem bei Leyla Jouvanas „Orientalisches Festival Europa“ -, wo sie regelmäßig die vordersten Plätze erreichen, und Mahasti-Mitglied Eszter Rembeczki schaffte es sogar ins Vorprogramm (Hannover) bei der letzten BDSS-Club-Tournee. Mehr als Grund genug, uns für den Mahasti-Wettbewerb zu interessieren. Viktoria „Viki“ Farkas gehört zum Haus Mahasti und hat uns freundlicherweise ihre Eindrücke geschrieben. Dank des DVD-Mitschnitts der Veranstaltung konnte „Hagalla“-Redakteur Marcel Bieger auch ein paar eigene und durchweg positive Kommentare hinzufügen.
SO TANZEN UNSERE NACHBARN:
BUDAPEST in UNGARN
Zunächst ein paar ganz persönliche Eindrücke von mir, Viki, von der “Daughters of the Moonlight Bellydance Competition for Couples and Groups”, die am Sonntag, dem 7. April 2013 zum siebenten Mal abgehalten wurde. Ich hatte noch nie daran teilgenommen und konnte den Wettbewerb kaum abwarten. Und nervös war ich natürlich auch.

Außer mir haben sich eine ganze Reihe weiterer Schülerinnen von Mahasti bereiterklärt, beim Verteilen, Auszählen und so weiter zu helfen, denn die Vorbereitung und Durchführung eines so großen Ereignisses bringt natürlich viel Arbeit mit sich. Studioleiterin Mahasti (Foto links) trat als Moderatorin auf, überreichte die Auszeichnungen und kümmerte sich ansonsten um ihr wunderschönes Baby. Und als wäre das alles nicht genug, hat sie auch die ganze Zeit gelächelt.

Ich wurde als Leiterin der Stimmenauszähler eingesetzt, und das brachte den großen Vorteil mit sich, daß ich alle Darbietungen mitbekommen habe. Vielleicht mag die eine oder andere jetzt denken, sich vierzig Gruppen anzuschauen könnte irgendwann etwas langweilig werden, aber bei mir war eher das Gegenteil der Fall („Bei mir auch!“ sagt Marcel Bieger.) Ganz schön aufregend, wie unterschiedlich die einzelnen Auftritte angelegt waren, gleich ob zwei, fünf oder elf Tänzerinnen. Ich habe viele wichtige Eindrücke gewonnen und wunderschöne Kostüme und Aufmachungen gesehen. Langeweile konnte da wirklich nicht aufkommen.

Eine Besonderheit dieses Wettbewerbs stellt seine zwanzig-köpfige Jury dar. Ich kenne keine andere Veranstaltung dieser Art mit so vielen Juroren, und allesamt Profi-Tänzerinnen und –Tänzer! Ich finde das ziemlich gut, wenn mehr als nur eine handvoll Preisrichter die Kandidaten bewertet. Hier waren die verschiedensten Stile und Tanzschulen zusammenge-kommen, und jeder und jede hatte bei der Bewertung der Gruppen eigene Einsichten und Vorstellungen.
Dennoch erwartete sie keine leichte Aufgabe, denn die absolute Mehrheit der Tänzerinnen auf der Bühne hatte wirklich etwas zu bieten. Und so kam es manchmal zu äußerst knappen Entscheidungen.
In den Pausen konnte man sich Photos ansehen (und kaufen) und im Basar selbstgefertigten Schmuck, Bauchtanz-Zubehör, Videos bestaunen und sich mit Henna bemalen lassen. Oder auch einfach nur die Daumen für die eigenen Favoriten drücken. Wenn ich noch einmal alles vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, hat es eigentlich keine Gruppe gegeben, die nicht auf einem der vorderen Plätze gelandet ist, oder eine Trophäe, einen Sonderpreis oder eine hübsche Urkunde als Erinnerung an diesen Tag gewonnen hat. Und es gab ja auch noch etliche Preise zu erringen: Workshop-Teilnahmen, Photo-Sitzungen bei einem professionellen Photographen, Massagen, Henna-Bemalungen, Geschenkpakete von „Szultáncenter“, Hüfttücher mit Münzen, Theaterkarten und so weiter. Einige der Gruppen sind zu anderen Wettbewerben oder Show-Galas eingeladen worden. Und zwei der Junior-Gruppen haben Kuchen bekommen.

Ich möchte allen Gruppen, die einen Preis gewonnen haben, und überhaupt allen Teilnehmern von ganzem Herzen gratulieren. Sie haben den Wettbewerb erst zu dieser hochqualifizierten und beeindruckenden Veranstaltung gemacht. Mein Dank und meine Anerkennung geht auch an die Juroren, die sich jeden einzelnen Beitrag kritisch und mit professionellem Auge angeschaut haben. Ihre Urteile können sich sehen lassen („Kann ich nur zustimmen“, sagt Marcel Bieger), und wer eine professionelle Bewertung hören wollte, hat anschließend von ihnen ein wohlwollendes kritisches Wort zu hören bekommen.

Und ich möchte Mahasti dafür danken, dieses ganztägige Riesenereignis organisiert und durchgeführt zu haben. Aber auch für ihre Geduld mit uns und für ihre freundliche Unterstützung und Anfeuerung der Kontestanten. Gar nicht erst zu reden davon, daß sie das nun schon zum siebten Male gemacht hat. Ich kann nur hoffen, daß wir wieder ganz besondere Künstler zu sehen bekommen, wenn die Duos und Gruppen zum 8. Mahasti Competition antreten.

Viki Farkas
DER WETTBEWERB

In jeder Kategorie traten mehr als drei Bewerber auf, es werden aber nur die drei ersten Plätze hier wiedergegeben. Zugelassen sind Gruppen aller Art, vom Duo bis zum Ensemble, Solistinnen hingegen werden nicht berücksichtigt. Der Unterschied zwischen Klein- und Großgruppen besteht in der Anzahl der Mitwirkenden. Bis vier Tänzerinnen bilden eine Kleingruppe, alles darüber gilt als Großgruppe. Hier die Jury (von Veranstalterin Mahasti nach „facebook“ „geordnet“):

Éva Jázmin Sárfalvi, Áncsán Anikó Sefirah. Garai Csilla, Najla Raqasa, Nagy Dina Jamilah, Ildikó Bacsa Tahmina, Bea Amaraya Tóth, Katalin Gyorffy, Shaba Marta Wollner, Vivien Malova, Judit Joós, Judit Nese Komáromi, Anita Szalai, Bogi Gyenis, Balogh Marcsi Shira, Bogdán Gizella Cini, Dahhan Mohamed, Abu Alhuda Nedal, Péter Bézi, Abd El Wahed Rabie.

Kategorie: Junior, Kleingruppen

3. „
Farafir Group“, eine sehr jugendlich elegante Darbietung. – Victoria sagt: „Sie haben den 3. Platz für ihren wundervollen Raks Sharki errungen.

2. „
Happy Duo“, ein flottes Paar mit viel Talent. Victoria sagt: „So ein fröhlicher Shaabi.“

1. „
Jasmin Hercegnök“ (Die Jasmin-Prinzessinnen), sehr synchron und mit flotter Choreographie. Victoria sagt: „Ein ungewöhnlicher Modern Dance auf Grundlage des ABBA-Stücks „Dancing Queen“.
Kategorie: Junior, Großgruppen

3. „Anita Hastánciskola“ (Anitas Tanzschule), guter Balkan „burlesque“, dem ein Hauch mehr Begeisterung gut täte. Victoria sagt: „Spektakuläre Darbietung mit einer Menge Accessoires, die aufgrund ihres 5-Elemente-Tanzes in die engere Wahl gekommen ist.“

2. „Orgovány Gyöngyszemei“ (Die Orgovany-Perlen), Duo mit rassigem Trommelsolo. Victoria sagt: „Verdienter zweiter Platz für ihren modernen Fantasy-Tanz.“

1. „Gyönygyszemecskék“ (Perlen), Gefühl mit Rhythmus gepaart, man spürt die Freude am Tanz. Victoria sagt: „Dieser nubische Tanz hat den Sieg verdient. Juror Mohamed ist während des Vortrags aufgesprungen und hat mitgetanzt.“
Kategorie: Erwachsene, Anfänger

3. „
Anita Hastánciskola“ (Anitas Tanzschule), ungewöhnliche Choreographie. Victoria sagt: „Nach einer Choreographie der (polnischen) Tänzerin Varda.“

2. „
Kelet Ékköve“ (Perle des Orients), bunt, flott und mit Spaß an der Sache, im Anschluß Trommelsolo. Victoria sagt: „Mit Fächerschleier und Trommelsolo auf den 2. Platz.“

1. „
1001 Ejszaka Hastánc Stúdió“ (1001 Nacht Bauchtanz-Studio), lebhafter Gruppen-Flamenco. Victoria sagt: „Verdienter Sieg für diesen modernen andalusischen Tanz.“
Kategorie: Mittelstufe, Kleingruppen

3. „
Farafir Group“, sehr edel und romantisch, hübsche Isis-Figuren. Victoria sagt: „Sind mit ihrer Isis-Flügel-Darbietung verdient in die Spitzengruppe gekommen.“

2. „
Nadia Tribal Bellydance“, langsamer Tribal nach ATS, meist zwei im Chorus, 1 Führende und 1 Folgende. Victoria sagt: „Klassischer Tribal mit Zimbeln.“

1. „
Sandra Group“, schwungvoller, mitreißender Stocktanz. Victoria sagt: „Juror Mohamed ist schon wieder aufgesprungen und hat mitgetanzt.“
Kategorie: Mittelgruppe, Großgruppen

3. „Mandala Group“, hübscher, stimmungsvoller Balady. Victoria sagt: „Verdienter dritter Platz.“

2. „Mafia Divas“, lustiger Löffeltanz mit Melaya-Auftritt. Victoria sagt: „Schwungvoller Matrosen Melaya-Leff.“

1. „Farafir Group“, buntes, fröhliches Treiben auf der Bühne. Victoria sagt: „!. Platz für diesen sensationellen nubischen Tanz.“

Kategorie: Fortgeschrittene, Kleingruppen

3. „Farafir Group“, da kommen Stimmung und Energie von der Bühne rüber. Victoria sagt: „Mit so einem fröhlichen Matrosen-Tanz kann man nur gewinnen.“

2. „Oriental Dreams“, Gruppen-Trommelsolo mit toller Energie-Ausstrahlung. Victoria sagt: „Super-Trommelsolo. Ganz toller Auftritt!“

1. „Holdfeny Lanyai“ (Töchter des Mondscheins), Großartiges vom Mahasti-Trio und seinem Fächerschleier-Tanz. Victoria sagt: „Atemberaubend. Mir hat dieser Beitrag am allerbesten von allen gefallen!“

Kategorie: Fortgeschrittene, Großgruppen

3. „
Shaba Oriental Art“, gepflegter traditioneller Raks Sharki mit Doppelschleier- Intro. Victoria sagt: „Raks Sharki mit Doppelschleier, warum nicht!“

2. „
Bahar Orientális Tánc és Kulturális Egyesület“ (Bahar-Verband für Orientalische Tänze und Kultur), anmutiges Quintett mit traditionellem Raks Sharki. Victoria sagt: „Sehr guter Raks Sharki.“

1. Platz wurde zweimal vergeben, an:
Viva Oriental“, mädchenhaft fröhliches Septett zum Träumen. Victoria sagt: „Klasse Fächerschleier-Tanz.“

Sharyam Bellydance Group“, so locker und leicht möchte man Balady öfter sehen. Victoria sagt: „Balady, der den Sieg verdient hat.“

SCHLUSS-HINWEIS

Der 8. "Daughters of the Moonlight" Wettbewerb
findet am 16. Februar 2014 statt.

Für „Hagalla“ wird BDSS-Star
Romy Mimus aus Nürnberg dort anreisen, in der Jury sitzen und darüber in dieser Zeitung berichten. Glückauf, Mahasti.

Mahasti
die zwanzigköpfige Jury
Viktoria
Foto links: Jasmin Hercegnök, Foto unten: Gyönygyszemecskék
Foto links: 1001 Ejszaka Hastánc Stúdió, unten: Sandra Group
Foto links: Farafir Group, Foto unten: Holdfeny Lanyai
Fotos links: Viva Oriental, darunter Sharyam Bellydance Group