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Da sitzt man in gespannter Erwartung in einer Gala, rechnet mit allem möglichen, und dann reißt es einen unvermittelt vom Sitz. Da kommt eine auf die Bühne, fängt an zu tanzen, und plötzlich setzt sie sich – pantomimisch – auf ein Motorrad, läßt den Motor an und drückt die Vibrationen durch ein langes Shimmy-Solo aus. Dazu ein verschärftes Kostüm, kurzum, die mußten wir befragen. Und das hier hat sie, Maja aus Berlin, uns geantwortet:
"ICH HABE IMMER ROLLEN GESPIELT"

Maja
zu ihrem Auftritt auf dem
4. Internationalen Tribal Festival
in Hannover

von Marcel Bieger
Wie bist Du auf die Idee zu diesem Stück gekommen.

Ich sollte für eine Halloween-Show etwas Verrücktes auf die Beine stellen und hatte wenig Zeit, eine Idee zu entwickeln. Zuerst hatte ich nach schräger Musik gesucht, die zu Halloween passen könnte. Ich konnte mich zwischen 2 Stücken nicht entscheiden, also habe ich sie einfach gekürzt und zusammengeschnitten. Dann habe ich in meinen  Kostümfundus ausgesucht, meine alte Motorradbrille (Steampunk-Brille) dazugepackt und endlich die Geschichte entworfen.

Es kommt aber auch schon einmal vor, das ich erst das Kostüm habe und dann die Musik dazu suche, das ist aber eine recht knifflige Variante, die mich unzählige Stunden kostet, wenn ich noch eine feste Vorstellung habe
Wie hast Du die Kostümauswahl dafür getroffen?

Ich habe ja zwei Musiken zusammengeschnitten, und die erste Musik läßt einen träumen, sie drückt sogar ein bißchen Langeweile und Trägheit aus – also mußte eine gelangweilte feine Tänzerin her, sprich: Rüschenrock, Spitzenoberteil, Spitzenhandschuh ... dann der Gegensatz im zweiten Stück: sie trifft Freunde, die sie auf einem Motorrad mitfahren lassen, die wilde Steampunkerin wird sichtbar, Motorradbrille, ein Lederhandschuh, Ledergürtel und „Omas Motorradstiefel“ treten in den Vordergrund … und am Ende noch einmal die gelangweilte Tänzerin, die ihre Motorradfreunde traurig verabschiedet.

Ansonsten trage ich auch zu anderen Themen Schmuck, Uhren, Zahnräder, Zylinder und dergleichen, alles aus der Gründerzeit.

Hast Du so etwas oder etwas Ähnliches früher schon gemacht?

Ich habe früher immer Rollen gespielt, die Indianerin, Inderin, Mozarttänzerin ... jede Figur hatte zur Musik eine Rolle mit den passenden Kostümen. Mit der „Indianerin“ hatte ich 2001 auf der „Orienta“ im Wettbewerb Sparte“ Fantasy“ den 1.Platz gewonnen.

Da ich  mich jedoch für unsere Triballica-Shows mehr auf Gruppenchoreos konzentrierte, sind meine Solo-Auftritte etwas in den Hintergrund getreten, das ändert sich jedoch gerade.



Wirst Du so etwas oder etwas Vergleichbares auch in Zukunft entwickeln.

Ich werde noch lange im Steampunk-Genre bleiben, es bietet so viele Möglichkeiten, daß ich froh bin, in diese Welt eintauchen zu können.,

Rollenspiele und die Literatur geben meiner Phantasie immer mehr Stoff. Ob die Kaiserzeit mit ihren Korsetts oder Kupferapplikationen, Zahnrad-Accessoires, oder die punkige Version mit Ringelsocken und Stiefeletten, meist gedeckte Farben ... je nach Geschichte läßt sich ein tolles Kostüm gestalten, und die Musik dazu ist auch nicht schwer zu finden.
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Grafik und WebDesign: Konstanze Winkler
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