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zu Manis' SummerCamp unter:
www.manis-tanz.de
"DA LÄSST SICH DOCH WAS
DRAUS MACHEN"

Interview mit Manis
zur Fortsetzung ihres
„Oriental SummerCamp“

von Marcel Bieger

Nachdem das „SummerCamp“ im letzten Jahr so gut gelaufen ist, auch Dank der Unterstützung durch „Hagalla“, wird es natürlich in diesem Jahr fortgesetzt. Ich war ganz überwältigt von der Zahl der Anmeldungen und daß dieses Projekt so super angenommen worden ist. Nicht nur aus der Region (Düsseldorf), sondern auch von viel weiter her sind Teilnehmerinnen gekommen. Die Leute haben teilweise ein Hotelzimmer gebucht, um länger bleiben zu können. Das Angebot hat sie eben so angesprochen, und das kam durch die sieben Dozenten zustande. Tribal Fusion war dabei, Oriental Fusion, ebenso Bollywood, klassisch orientalisch, Trommeln, Pilates und Joga als Hauptfächer.
Dieses Jahr bleibt das Angebot im wesentlichen so bestehen, hinzu kommen Hula, ich habe dafür Jaqueline Morbach aus Bonn gewinnen können. Neu dabei ist außerdem Hip Hop mit Dozent RayBooom, der hier im „tanzhaus nrw“ als Dozent wirkt. Außerdem ist Brigitte Lemke erneut mit Pilates dabei. Henneth Annun gibt wieder „Ballett für Tribal“, sie wird „Basics“ und insgesamt zwei Choreographien anbieten. Ähnlich Sophia Chariarse mit indischem Tribal Fusion, Bollywood und indischem Tanz mit Handgesten. Gamila, meine Tanzpartnerin aus Ingolstadt, darf ebenfalls nicht fehlen und unterrichtet den Umgang mit Zimbeln, klassisch orientalisch, Baladi und eine Schleier-Choreografie. Selbstredend macht auch Bruno Assenmacher wieder mit, dessen Trommel-Kurse im letzten Jahr besonders gut angekommen sind. Diesmal haben sich sogar bereits Männer für seine Kurse angemeldet, was ich persönlich ganz toll finde. Schließlich war letztes Jahr kein einziger Mann dabei (lacht).
Am Wochenende gibt es dann „Rhythm & Dance“, da wird getrommelt und getanzt. Alle Frauen können dabei mit trommeln, und wer möchte kann dann mit mir tanzen, wenn die Rhythmen und welche typischen Bewegungen dazu gehören, erklärt werden. Ja, und ich bin natürlich auch als Dozentin dabei. Meine ganzen Fusionen und auch „Wie erstelle ich eine Solo- bzw. Gruppen-Choreographie?“ Die Teilnehmerinnen können da mit einer fertigen Choreographie hinkommen, gleich ob solo oder Gruppe, wo wir dann auch direkt dran arbeiten. Oder wenn jemand eine bestimmte Musik hat und sagt, ich wollte da schon immer mal was drauf machen, mir fällt aber überhaupt nichts ein. Dann erarbeiten wir alle, die da sind, gemeinsam, was man daraus machen kann. Hier habe ich bei den Anmeldungen weniger Anfänger als vielmehr Frauen, die selbst unterrichten. Ich habe das zweimal angeboten, in der ersten wie in der zweiten Woche, und nach dem, was da an Anmeldungen bereits gekommen ist, finden auch beide statt.
Organisatorisch werden in jedem Kurs mehrere Workshops hintereinander laufen, der erste für Anfänger, dann die ganzen Grundlagen und am Schluß Einübung einer Choreographie. Neueinsteiger können also auch gern mitmachen. Das findet beim Tribal Fusion statt, bei Bollywood, bei Hula. Bei Hip Hop gibt es 5 Workshops, angefangen mit Neueinsteigern bis hin zu einer ganzen Kombination. Und diejenigen, die so einen Kurs schon einmal besucht haben, können sich dann sagen, och, da mache ich das nochmal mit, schenke mir jenes und besuche auf jeden Fall die Choreographie. Das wird schon sehr gut angenommen. Die Idee hat gefruchtet und sich weiterentwickelt. Das Interesse ist groß, und ich würde jeder und jedem raten, die mit dem Gedanken spielen, in diesem Jahr ins „SummerCamp“ zu kommen, sich baldmöglichst anzumelden. Anmeldeschluß ist übrigens der 3. August. Wir haben zwei Studioräume des „tanzhaus nrw“ zu unserer Verfügung, jeder mit ca.200 m2.
Das erste „SummerCamp“ ist umfangreich ausgewertet worden, was wurde von den Anregungen und Kritiken aufgenommen?

Wir haben das Ganze mit „Hagalla“ ausgewertet, das online Magazin hatte einen Fragebogen entworfen, ebenso das „tanzhaus“, weil wir das am Ende eines Jahres immer machen, nämlich die Teilnehmer befragen, was ihnen gefallen hat und was nicht, was wünschen sie sich, was soll verändert werden, damit wir immer kundenfreundlich weitermachen können. Ich habe mir gesagt, das machst du auch, „Hagalla“ hat weitere Fragen hinzugesteuert, und so ist das dann gekommen. Ich muss aber sagen, das echt wenig Kritik geäußert worden ist (lacht).

Als ein konkretes Ergebnis der Befragung wird nun Hula-Tanz angeboten, weil das in den Fragebögen mehrfach vermisst worden ist. Auch die Anmeldungen belegen, das Hula tatsächlich von vielen gewünscht wird.
Weiterhin haben wir das Glück, das unser tolles neues Bistro im Haus, das “Montanaros“, während der Sommer-Universität geöffnet hat. Bis auf Montag, dann haben sie Ruhetag. Also ist von Dienstag bis Sonntag täglich geöffnet – mit Außengastronomie, und man kann nach den Kursen noch hier sitzen und essen und trinken, vorher natürlich auch. Das wurde ja auch vielfach gewünscht, und ich bin sehr froh, das sich auch das hat umsetzen lassen, ich selbst sitze ja auch gern noch draußen, wenn wir schönes Wetter haben.

Du veranstaltest in diesem Jahr zum 2. Mal eine Sommer-Universität. Einiges zeichnet dein „SummerCamp“ gegenüber anderen ähnlich gelagerten Veranstaltungen aus. Die meisten anderen werden von einer einzelnen Tanzschule mit deren Chefin durchgeführt, bei dir wird man dem Namen „Universität“ eher gerecht, gibt es doch eine Vielzahl von Dozenten und die verschiedensten Fachrichtungen.
Was wird sich gegenüber dem ersten Mal im letzten Jahr ändern?
Außerdem wurden längere Choreographie-Workshops gefordert, und das habe ich ebenfalls berücksichtigt. Diese Kurse sind nun nicht mehr nur drei, sondern vier Stunden lang. Einige Teilnehmer im letzten Jahr fanden, das bei drei Stunden manches zu rasch abgehandelt worden sei. Jetzt, nach der Verlängerung, laufen die Anmeldungen auch sehr gut, denn viele möchten ja gerade so etwas lernen.

Um auch einmal etwas von dem vielen Positiven loszuwerden, alle waren mit dem Anmeldeverfahren zufrieden und haben sich sehr darüber gefreut, das ich immer so prompt geantwortet habe. Aber so etwas ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

Nicht für alle …

Ich empfinde so etwas als normale Höflichkeit. Wir bekommen jetzt auch eine neue Belüftungsanlage, der Einbau beginnt demnächst, und wir mit unseren Räumen werden davon profitieren, falls der eine Raum nicht fertig sein sollte, bekommen wir einen anderen zur Verfügung gestellt. Der Umbau kann nur jetzt in der Sommerpause durchgeführt werden, weil das eben doch eine größere Unternehmung ist. Preislich ändert sich beim „SummerCamp“ auch nichts, lediglich die ehemals drei- und jetzt vierstündigen Workshops haben sich entsprechend verteuert.

Dass du dieselben Dozenten wieder genommen, den Kreis lediglich um zwei erweitert hast, lässt darauf schließen, dass du mit diesem Team zufrieden bist.

Auf jeden Fall. Ich überlege auch, das Angebot im nächsten Jahr noch mehr zu erweitern. Angedacht ist z.B. Flamenco, aber an der Flanke soll ein bisschen gewechselt werden. Stepp-Tanz wäre auch eine Idee … ich habe hier ja genügend Kollegen im Hause … vielleicht auch mal Salsa, klassischen Salsa … wir haben so viele ausgezeichnete Dozenten hier. Diesmal habe ich es einmal mit Nicht-Orientalischem, mit Hip Hop, probiert, und daraus kann ja noch alles Mögliche entstehen, wir haben hier genug zur Auswahl. Im nächsten Jahr, wenn ich die Räumlichkeiten wieder bekomme, stehen also einige Überraschungen bevor. Den Orientalischen und Tribal Bereich möchte ich auf jeden Fall behalten, gleich ob mit den alten oder auch ein paar neuen Dozenten, das wird sich zeigen.

Ich werde ja auf jeden Fall wieder eine Umfrage durchführen, diesmal um Fragen nach den Dozenten erweitert, sollen sie bleiben und so weitermachen, oder soll da auch mal gewechselt werden. Denn der Erfolg im letzten Jahr ist ja kein Geheimnis geblieben, und ich habe schon Anfragen von anderen Lehrern, die auch gern mal mitmachen würden.

Du siehst, ich plane langfristig, und ich möchte, das sich diese Einrichtung auf Dauer etabliert. Da ist es dann doch auch ganz natürlich, das es hin und wieder und hier und da zu Wechseln und Änderungen im Angebot kommt. Das bedeutet aber auch mehr Arbeit für mich. Wenn ich alles allein machen würde, wäre das nicht so aufwendig, wie wenn ich für acht Dozenten planen und organisieren muss. Aber ich werde mir auf jeden Fall für 2013 intensiv Gedanken darum machen, den Dozenten-Stamm etwas aufzulockern.
Der klassische Bereich ist mit Gamila und Dir besetzt, Tribal mit Henneth Annun und Sophia Chariarse. Der Rest wäre, flapsig ausgedrückt, Zusatz.

Ja, das wäre Bruno mit den Trommeln, und er wird auch bleiben, denn da wechsle ich nicht so schnell, es gibt eben keinen besseren Dozent für diesen Unterricht. Jaqueline mit Hula ist neu dabei, und da müssen wir abwarten, wie das ankommt – die Umfrage eben. Pilates läuft noch nicht ganz so toll wie die anderen Kurse, ich würde mir wünschen, das da ein paar mehr kämen. Ich habe es dieses Jahr noch mal mit aufgenommen, denn nach nur einem Jahr kann man noch keine gültigen Schlussfolgerungen ziehen, aber danach muss überlegt werden. Manche Bereiche brauchen eben ihre Zeit. Das kennen wir hier im Tanzhaus auch, manche Kurse rollen nur sehr mäßig an, aber so etwa nach dem dritten Semester läuft es dann gut.

Auf unserer Tanzhaus-Facebook-Seite wurde der Wunsch nach Jazz, Modern und ähnlichem laut. Vielleicht bekommt das „SummerCamp“ bald ein ganz anderes Gesicht, eben nicht mehr als rein orientalische Universität, sondern auch offen für andere Bereiche. Wir haben im „tanzhaus nrw“ 80 Lehrer, und da lässt sich doch was draus machen. Ich freue mich schon drauf (lacht).
Das Bistro "Montanaros" ist während der Sommer-Uni geöffnet
Einer der großen und lichtdurchfluteten Tanzräume des "tanzhaus nrw" in Düsseldorf
links: Bruno Assenmacher
oben: Henneth Annun
Manis
Gamila
RayBooom
Jaqueline Morbach
Brigitte Lemke
Sophia Chariarse
Manis