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ORIENTALISCHE KÖSTLICHKEITEN

Interview mit Aisa Lafour

von Marcel Bieger

Du bist eine der bekanntesten niederländischen und europäischen Tänzerinnen, und seit letztem Jahr hast du deine eigene Show. Was steckt hinter „Orientalicious“?
Bei „Orientalicious“ handelt es sich um ein dreitägiges Festival mit internationalen Künstlern. Drei Tage mit Parties, Gala-Show, Workshops, Bauchtanz-Filmen, Basar, Diskussionen und einer Offenen Bühne. Alles eben, was mit Bauchtanz zu tun hat. Mit „Orientalicious“ (zusammengesetzt aus den englischen Wörtern Oriental und „Delicious“ – köstlich) verbinden wir die Vorstellung, eine Veranstaltung auf hohem Niveau auf die Beine zu stellen, dank derer die Zuschauer den Tanz, die Musik und überhaupt die Kunst des Orients erleben sollen. Lange Zeit wurde das alles nur am Rande wahrgenommen, so mein Eindruck jedenfalls, und das wollte ich gern ändern und meine Begeisterung für diese Kultur mit anderen teilen. Bei „Orientalicious“ erfahren die Besucher auf ansprechende und moderne Weise einen Einstieg in diese wunderbare Kunst.
„Orientalicious 1“ wurde auf Anhieb ein großer Erfolg, wie kam der zustande?

Stimmt! Und dafür bin ich auch sehr dankbar. Ich glaube, dieser Erfolg hat etwas mit der Auswahl der eingeladenen Tänzer zu tun, mit der künstlerischen Ausstrahlung des Festivals und mit der guten Organisation. Ich bin in den vergangenen Jahren oft auf anderen großen Veranstaltungen mit Tanz und Workshops aufgetreten, nicht zu vergessen, ich bin mit Bellydance Evolution auf Tournee gewesen, und so habe ich viele gute und interessante Tänzer kennengelernt. Die wollte ich alle gern zu uns nach Holland holen, um hier zu zeigen, welche wichtigen und faszinierenden Entwicklungen weltweit im Bauchtanz stattfinden.

Inzwischen gibt es in den Niederlanden einige Festivals und Shows, fast so wie im Märchen vom Dornröschen ist die holländische Bauchtanz-Gemeinde endlich wachgeküßt worden. Warum haben die Niederlande so lange gebraucht, und warum erblüht die Szene jetzt, und das gleich an mehreren Stellen?

Ja, leider, wir haben ziemlich lange gebraucht. Das war auch einer der Gründe, warum ich das Wagnis auf mich genommen habe, eine Großveranstaltung anzugehen. Ich glaube, bis vor einiger Zeit war die holländische Bauchtanz-Szene eine ziemlich geschlossene Gesellschaft. Die einzelnen Tanzschulen schwammen darin wie isolierte Inseln. Natürlich gab es immer schon solche, die etwas organisiert haben, aber das blieb meist im bescheidenen Rahmen. Niemand hat sich an etwas Großes oder Internationales herangetraut. In Holland gibt es einen Spruch: Verhalte dich normal, damit fällst du schon genug auf. Ich glaube, das beschreibt die frühere Lage ziemlich gut.

Es war schon etwas merkwürdig, daß ich eine ganze Weile mit der Idee schwanger ging, kein rein holländisches, sondern ein internationales Festival auf die Beine zu stellen, und gleichzeitig erging es einer lieben Kollegin von mir ebenso. Irgendwann sind wir aufeinander gestoßen und haben festgestellt, daß uns die gleichen Ideen gekommen sind. Also haben wir uns darüber unterhalten und ausgetauscht. Heute hat sie ihr Festival, und ich meins. Natürlich unterstützen wir uns gegenseitig und stimmen uns ab. Offenbar schwebte das alles schon seit einiger Zeit über Holland, und es wurde höchste Zeit, daraus etwas zu machen.
Wenn du auf das erste „Orientalicious“ zurückschaust, was würdest du dann auf gar keinen Fall nochmal so beginnen, und was waren für dich die wunderbarsten Momente?

Das ist knifflig, weil mir an „Orientalicious 1“ eigentlich alles gefallen hat. Und der große Erfolg spricht ja auch dafür. Was das Künstleraufgebot angeht, so würde ich, glaube ich, nichts daran ändern wollen. Aber nochmal ein solches Festival ohne Sponsor oder staatliche Mittel anzugehen und es allein mit den Eintrittskarten der Zuschauer zu finanzieren, das würde ich so nicht noch einmal auf mich nehmen. Ein solches Festival verursacht riesige Kosten, die man allein fast nicht bewältigen kann. Auf der anderen Seite hat es auch Vorteile, das auf die harte Tour hinter sich gebracht zu haben. Die Sponsoren wissen jetzt, was sie von mir erwarten dürfen, und so komme ich leichter an Unterstützung. Sie vertrauen mir. Das erleichtert mir das neue „Orientalicious“ sehr, und ich kann das zweite Festival lockerer und ruhiger auf den Weg bringen.
Du hast für das neue Festival wieder ein paar große Stars gewinnen können, und alle möglichen Tanzstile sind dort vertreten. Wohin soll die Reise dieser Festival-
Reihe gehen, und was hast du für Pläne für die nächste und die weitere Zukunft?
Also, in diesem Jahr arbeite ich mit „Liteside“ zusammen, die auf dem Festival unter anderem den Wettbewerb  „Shimmy Shake Crossover Bellydance Contest“ durchführen. Deswegen gibt es in diesem Jahr neben dem traditionellen OT auch mehr Tribal und Tribal Fusion. Damit möchte ich auch aufzeigen, wie viele Farben der gegenwärtige Bauchtanz aufzuweisen hat. Für die Zukunft erhoffe ich mir, mein Festival jedes Jahr durchführen und stets die gerade besten Künstler auf die Bühne holen zu können. Mein großer Traum lautet aber, Bellydance Evolution nach Holland zu holen. Aber da muß ich mir erst noch den Kopf drüber zerbrechen, wie sich das am besten bewerkstelligen lässt.
Orientalicious
SHIMMI SHAKE 
bellydance festival 2011


1o. Juni -12. Juni
in Amsterdam/NL
Die Stars des Festivals:

Orit Maftsir (ISR) Site

Leyla Jouvana & Roland (GER) Site

Samantha Emmanuel (UK) Site

Ahmed Fekry (EG/ DE) Site

Suraiya & Mansour (PL & EG) Site

Nadia Nikischenko (RU) Site

Aisa Lafour (NL) Site

Abo el 3Azm (EG)

Farahnaz (GER/IRAN) Site

Shalymar el Amar (GER) Site

Anusch Alawerdian (ARM/NL) Site

Tjarda van Straten Site 

Amano Project (By Tjarda NL)

 Miro Nayel (EG/NL)

"Dayy el Amar Ensemble"  
(by Aisa Lafour NL)

Barbara Renfurm
(Winner Shimmy Shake contest NL)

Holy Pie
(Winner Shimmy Shake contest NL)

Musiker:

Ensemble Arabesque (MOR/NL)


BAZAR:

Morgenland.de Site

Bellydance Saray Site

Le monde Oriental de Fatima Site

De Danspaskamer Site

Mata Hari

Lush Site


Weitere Workshops und Informationen zum Orientalicious Shimmy Shake Festival unter: www.orientalicious.nl
WORKSHOPS

Veranstalterin Aisa Lafour hat in diesem Jahr verstärkt auf deutsche WS-Dozenten gesetzt. Hier wird tatsächlich für jeden etwas geboten, für den Tanzanfänger, bis hin zum Fortgeschrittenen Level. Wir möchten Euch speziell diese Kurse hier im Einzelnen vorstellen:
Leyla Jouvana und Roland

Mehrdimensionales Layering und neue Shimmies mit Leyla und Roland (Für Tribal und Bellydance)

Offener Level

Aufregendes, mehrdimensionales Layering à la Leyla Jouvana, mit geometrischen Formen (Kreise, Achten, Wellen, Kamele) mit Armen, Händen, Kopf, Oberkörper

und Hüfte und mit ganz besonderen Shimmies der Shimmy Queen höchstselbst. Ihr werdet staunen, wie viele Layerings mit Isolation und Körperbeherrschung zusammen möglich sind (bis zu 8 gleichzeitig). Der Kurs ist für alle Level, entscheide selbst, wie viele Layers du tanzen möchtest, mach es abhängig von deinem persönlichen Level.
Ahmed Fekry

Orientalischer Balady (Technik und Choreografie)

Mittelstufe/Fortgeschrittene

Der Orientalische Balady ist ein meist weiblicher Solotanz, aber diesmal ist es ein bisschen anders als sonst, denn ihr werdet den Balady von eine Mann erlernen, nämlich Ahmed Fekry! Er ist ein wahrer Meister dieser Tanzform und

wird euch dabei helfen, in die Gefühlswelt der Orientalischen Seele, Musik und Kultur einzutauchen, die unabdingbar zu diesem Tanz gehören. Er lehrt euch die Technik und Choreografie des Balady Style mit viel Gefühl und Ausdruck. Dieser Workshop wird ein echt ägyptisches Erlebnis!
Shalymar

Schleiertanz

Anfänger/Mittelstufe

In diesem Workshop erlernt ihr die Basics des Schleier- tanzes mit ganz vielen leicht zu erlernenden Bewegungen und Drehungen, plus ein paar professioneller Tricks, die dir helfen, dich mit dem Schleier zu bewegen, als wärest du

dafür geboren. Der Tanz mit dem Schleier schenkt dir ein mystisches und sehr weibliches Gefühl, du wirst dir wie eine Göttin vorkommen!

Bitte bringe deinen Schleier zum Kurs mit, oder kaufe dir einen auf dem Basar vor Ort, falls du keinen hast.

Farahnaz

Bollywood Workshop

Offener Level

In diesem Workshop werdet ihr durch leicht zu erlernende Kombinationen etwas über die Prinzipien des Bollywood Tanzes erfahren. Bollywood ist berühmt für seine

Fröhlichkeit und Freude, es ist ein farbenfroher Tanzstil, wie man auch in Bollywood Filmen sehen kann.

Anfängerkurs Bellydance

Falls du noch nie einen Bauchtanzkurs gemacht, oder gerade erst damit angefangen hast, ist dies dein Workshop! Hier wirst Du einige typische Bauchtanzbewegungen erlernen. Erfahre selbst, wie viel Spaß das macht und entdecke die Bauchtänzerin in dir!