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EROTIK ALS SPIEL

Princess Farhana
im Münchner
„Zentrum für Orientalischen Tanz“

12. - 13. Februar 2011

von Marcel Bieger

Princess Farhana
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Photos, wenn nicht anders vermerkt, © Konstanze Winkler
Grafik und Layout: Konstanze Winkler
Nach der Pause unterhalten zunächst wieder die hauseigenen Kräfte. Zunächst mit einem Raks Sharki mit längerem Schleier-Info und anschließendem fröhlichen Trommelsolo, wie überhaupt die positiven Gefühle bei diesem Vortrag vorherrschen. Christina schenkt uns diesen „Klassischer Bauchtanz“ nach einer Choreographie von Enussah.
Mit Trommelsolo geht es auch weiter, eine schwungvolle Formationsdarbietung voller Rhythmus, als würde Bruno Assenmacher hier mit einer seiner Gruppen aufspielen. Diese Gruppe wird von Monika unterrichtet, und die hat auch die Choreographie für diese „Beduine Drums“ zusammengestellt.
Ein melancholischer Schleiertanz folgt, die Tänzerin Alex grüßt mit „Ahlam“ (nach einer Choreographie von Ludmilla), wirkt ganz in sich gekehrt und erregt gerade dadurch Aufmerksamkeit.
Studioleiterin Monika Kaiblinger-Ickert mit einem gefühlvollen und ansteckend lebensfreudigem Baladi.
Nun tritt die Chefin Monika selbst auf den Plan und beschert uns zwei Tänze, wie man sie so eher selten geboten bekommt: Zwei Formen des Baladi. Im ersteren führt sie sehr anschaulich vor, wie gerade dieser Tanz davon lebt, daß die Künstlerin möglichst auf der Stelle bleibt und höchstens einmal einen Sprung vollführt, um an benachbartem Ort fortzufahren.

Im zweiten bleibt der Gesang aus, dafür wirkt der Tanz noch eindringlicher. Beide Formen sind gefühlvoll und ansteckend lebensfreudig interpretiert.
Zum Schluß dann Princess Farhana, zunächst hinter mannshohen Federfächern und zu New Orleans Jazz-Musik (der Vorform des Swing), im zweiten Stück Salomes Schleiertanz zu recht alter orientalischer Musik, der eleganten Aufführung merkt man die nahe Verwandtschaft zum Bauchtanz an. Beim Zuschauen erkennt man, wie sehr Princess Farhana das Publikum führt und unterhält. Sie bittet zu einem opulenten Festmahl für die Sinne, und die Tanzbewegungen sind darin nicht mehr als die Rhythmussektion, welche die einzelnen Teile zusammenhält und vorantreibt.
Das Ganze hat einen betörenden Charme, und ist gewiß auch erotisch, allerdings kaum in einer vulgären oder anbiedernden Weise. Und diese Darbietung hat in ihrer Kunst so gar nichts zu tun mit dem tuntigen Gehabe, wie es von einigen sich selbst Burlesque nennenden Theatertanz-Gruppen mißverstanden wird.
Am nächsten Tag hatte meine Kollegin Konstanze die Gelegenheit, an einem Burlesque-Federfächer Workshop von Princess Farhana teilzunehmen, was ihr und den anderen Teilnehmerinnen sichtlich Freude bereitet hat. Sie sagt, Princess ist eine hervorragende Dozentin und eine humorvolle Persönlichkeit, bei der die Zeit im Workshop leider wie im Fluge vergeht. Hier einige Eindrücke, die sie im Bild festgehalten hat.
Kaeshi Chai im Tanz-Zentrum München

17. – 19. 6. 2011

Auch im Juni ist wieder ein Star aus den USA im Münchner Tanz-Zentrum zu Gast. Monika und Ludmilla haben die großartige Kaeshi Chai zu einem Workshop-Wochenende in ihr Studio eingeladen. In Brunei geboren und in Neuseeland und Australien aufgewachsen, begann Kaeshi 1996 ihre tänzerische Ausbildung in Seminaren rund um den Globus (Ballett, Orientalischer Tanz, Hip Hop, Jazz, chinesischer Tanz, Flamenco, Afro, Indisch, Thai, KunFu Schwerttanz, Feuer Pois, Qi Gong, und Yoga).

Kaeshi ist weltweit bekannt, sie tanzte von 2003-2004 bei den berühmten „Bellydance Superstars“, gründete und leitete die New Yorker Dance Company „Bellyqueen“, sowie PURE (Public Urban Ritual Experiment) eine Musik- und „Healing-Dance“ Community, „jammed“ mit den Musikern von Djinn und Beatbox Guitar regelmäßig in einem New Yorker Szene-Restaurant (Projekt DJAM under JEBON), und sie tanzt im Ensemble von Jillinas „Bellydance Evolution“ eine Hauptrolle (die der Pandora) und tourt mit ihnen rund um die Welt.


Zu Gast in München, übrigens ihrem einzigen Deutschland-Aufenthalt in diesem Jahr, gibt Kaeshi vier spannende Workshops und tanzt auch auf der hauseigenen Tribal-Fusion-Show, das sollte man sich nicht entgehen lassen.
KAESHI WORKSHOPS

Fr 17. Juni 16-19 Uhr
TRIBAL FUSION CHOREOGRAPHY FOR ALL LEVELS 
Kaeshi's spezielle Tribal-Fusion-Bewegungen werden kombiniert zu einer kleinen Choreographie. Auch für Fusion!-Beginners (keine Bauchtanz-Anfänger!)

Sa 18. Juni 10-13 Uhr
VEIL CHOREOGRAPHY 'TROUBADOUR'S JOURNEY'
Langweilen dich die immer gleichen Schleier Bewegungen? Kaeshi bringt dich auf viele neue Ideen! Du wirst den Schleier aus einem anderen Blickwinkel erleben. Werde eins mit dem Schleier, lerne neue flatternde Schwünge, Schnörkel, Posen und Kombinationen etc. (new flourishes, throws, holds, wraps) eingebunden in eine aufregende Choreographie.

Sa 18. Juni 14-17 Uhr
SPECIAL KAE DRUMSOLO
Kaeshi unterrichtet zu dem Lied ‘Special Kae’ der New Yorker Midle Eastern Band ‘Djinn’. In der Choreographie werden typische Tribal-Fusion Elemente verwendet: ‚upper and lower torso isolation’ (Oberkörper und Hüftisolationen) die aufregende ‚staccato pops’ erzeugen um dann wiederum nahtlos in schlangengleiche Bewegungen überzugehen.

So 19. Juni 11-15 Uhr
BELLYPOPPING: Hip Pop NYC Technique, combos and choreography
Der Sound der Weltmusik ändert sich – da ist es naheliegend, deinen eigenen Tanzstil aufzupeppen! Mit ‚funky new combinations’ inspiriert von der New Yorker Popping- und Hip Hop Szene. Lerne neue Möglichkeiten, deinen Körper zu isolieren. Kaeshi unterrichtet Combos aus der Choreographie ‚Hip Pop NYC’ zu dem Stück ‚Authentic Styleby Harem

Sa 18. Juni 20.30 Uhr
TRIBAL-FUSION SHOW
Eintritt € 10,-.
Studioshow mit Kaeshi und den Tänzerinnen des Zentrum für Orientalischen Tanz

nähere Informationen unter www.tanz-zentrum.de
Christina
Alex
Schülerinnengruppe von Monika
Princess Farhana
v.l.n.r.: Ludmilla, Princess Farhana, Monika und Dixie Dynamite
Princess Farhana