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SO TANZEN UNSERE NACHBARN


Prag 2012, Kopenhagen 2012,
jetzt erstmals 2013: Rom.
„Hagalla“ hat ein Modell entwickelt und in der Praxis ausprobiert, und weil der Erfolg so groß gewesen ist, führen wir es auch fort und vermitteln weiterhin „Hagalladies“ ins Ausland. Lest unten, was die bekannte deutsche Tribal Fusion-Tänzerin, Cristina Zegarra, in der italienischen Hauptstadt erlebt hat. Die Reihe wird natürlich fortgesetzt.
Roma Tribal Meeting 2013
Alle Wege führen nach Rom ... oder wie und warum ich mich in Land und Leute verliebte.
von Cristina Zegarra
Nach einer langen Reise kam ich nachts mit einiger Verspätung am Flughafen in Rom an. Dort wurde ich sehr herzlich von Lorenza und Umberto in Empfang genommen, die mich während meines Aufenthaltes beherbergten. Dank ihrer liebevollen Art fühlte mich bei ihnen rasch wie zuhause. Ein schönes Zimmer mit Balkon bereitete mir am nächsten Morgen einen ersten traumhaften Blick über Rom! Mit Anita Blake, deren Hotel nur einige Straßen entfernt lag, verabredete ich mich zu einem kleinen Sightseeing. Für uns unvergesslich war die persönliche Führung durch Umberto im Kolosseum. Am Nachmittag ging es zum „Teatro Nuovo Colusseum“, dem Veranstaltungsort der Roma Tribal Show. Dort waren die Künstler des Abends (Tänzer sowie Musiker) schon mit der Bühnen- und Lichtprobe beschäftigt. Hier traf ich nun auch Isabel, die Veranstalterin dieses Festivals. Mir fiel sofort ihre ruhige und liebevolle Ausstrahlung auf. Das Theater bot eine sehr schöne Atmosphäre, nahe dem Kolosseum in einer kleinen Seitenstraße. Die Bühne war leicht erhoben, so dass man von allen Seiten aus einen guten Blick auf die Tänzer hatte.
ROMA TRIBAL SHOW

Das Konzept der Show war für mich ein bisher einzigartiges Erlebnis: ein Orchester war Hauptbestandteil der Show. Das italienische Orchester Takadum leitete nicht nur die Show ein, sondern begleitete auch viele der Tänzerinnen. Mit Trommeln, Violine, Gitarre, Trompete und der beeindruckenden Stimme der Sängerin Lavinia Mancusi brachten sie mit beeindruckender Intensität Musik und Tanz zusammen.
Moirai Tribal, bestehend aus Philippa Moiriai und Marisa Casadei aus England betraten als erste Tänzerinnen des Abends die Bühne. Anmutig, zu leisen Gitarrenklängen und der zarten Stimme der Sängerin, zeigten sie den Zuschauern wunderschönen ATS, der sich völlig auf die Musik eingelassen hatte, sich immer wieder im Tempo veränderte und schließlich vom gesamten Orchester begleitet wurde. (YouTube-Video)

Afsana kam nun auf die Bühne. Die tschechische Tänzerin, bekannt für Ihren gekonnten und spielerischen Umgang mit den Zimbeln, zeigte uns, dass sie das Zusammenspiel von Live Musik und Tanz  ebenso beherrscht und ihren Tanz dadurch wie eine Gesamt-Komposition erscheinen ließ. (YouTube-Video)

Mit Les Soeurs Tribales ging es weiter. Das italienische Trio hat sich in Deutschland (in anderer Konstellation) bereits durch beeindruckende Modern Tribal Fusion Auftritte einen Namen gemacht, wie z.B. beim Tribal-Festival Hannover und auf der Orientale. Hier begeisterten sie im Zigeuner-Stil begleitet vom Orchester. (YouTube-Video)

Es folgte Carovana Tribale, die Tänzerin und Gastgeberin Isabel De Lorenzo mit ihrer Tanzpartnerin Silvia Grassi. Wie verzauberte Puppen erschien das Duo und zog das Publikum sofort in seinen Bann. Sie tanzten in starker Harmonie mit ruhigen und fließenden Bewegungen, zu einem zarten Klavierspiel, eine starke Einheit, ruhig und kraftvoll zugleich. (YouTube-Video)
Auf die nächste Künstlerin war ich bereits im Vorfeld sehr gespannt:Violet Scrap. Violet ist eine italienische Tänzerin, die mit ihrem einzigartigen Stil die Zuschauer begeistert. Sehr binnenkörperlich und bis in das kleinste Detail setzt sie die Musik mit ihrem Körper um (bevorzugt 8-bit Musik), und es scheint fast so, als würde die Musik sich nach ihr richten ... und bei diesem Stück, als wäre sie teilweise von einem Musik-Dämon besessen. Eine besondere Tänzerin, die wir hoffentlich bald auch öfter in Deutschland zu Gesicht bekommen
(im August war sie in München beim „Bellydancers of the Universe“ zu sehen).
(YouTube-Video)
Es folgte der zweite Auftritt des italienischen Trios Les Soeurs Tribales, nun mit einer Choreographie, die in drei Abteilungen mit ganz unterschiedlicher Anmutung aufgeteilt war und die Vielfalt ihres Repertoires zeigte. Im Beginn mit starkem Bodenpart, zum Ende kokett im Kabarett-Stil.

Als nächstes erschien Alice Giampieri auf der Bühne. Die ebenfalls aus Italien kommende Tänzerin bestach mit einer intensiven Bühnenpräsenz und kraftvoller Ausstrahlung. Dennoch war ihr Tanz weich und sehr gefühlvoll zugleich. Eine sehr ergreifende Darbietung, die den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselte.
(YouTube-Video)

Devadasi Caravan aus Deutschland und Frankreich zeigte einen ATS wie man ihn immer wieder zu sehen liebt! Die Gruppe um Gudrun Herold begeisterte auf dieser Bühne stolz und anmutig zunächst mit Schwertern und dann mit Zimbeln das Publikum mitreißend.
(YouTube-Video)
Eine weitere sehr talentierte Tänzerin aus Italien betrat die Bühne: Lamia Barbara. Eine Tänzerin, die durch ihre sinnliche Art jeden in ihren Bann zieht. Zu Beginn langsam und mystisch versetzte sie die Zuschauer in eine Unterwasserwelt, um sich dann wie aufbrausende Wellen zu steigern. Ein Tanz, bei dem man sich wünschte, dass er immer weiter geht. (YouTube)

Bex aus England kam mit einer etwas düsteren Performance  „Frankenstein“. Wer sie kennt, war darauf gefasst. Die in der Gothic-Szene bereits sehr bekannte und beliebte Tänzerin besticht durch ihre starke Ausstrahlung und dem dazu passendem Outfit – ein Gesamtkunstwerk. (YouTube-Video)

Danach gab es ein überraschendes Duo bestehend aus der italienischen Tänzerin Patrizia Pin und dem Musiker Simone d’Eusanio. Mit einer elektronischen Geige begleitete er Patricias zarte Bewegungen und unterstrich somit ihren schönen und eleganten Stil. (YouTube-Video)

Der spanische Tribe Ilhaam, an diesem Abend bestehend aus den Tänzerinnen Silvia Lorena und Torres Alsono, präsentierten sich mit einem tollen ATS zu Livemusik mit starkem Trommel- part. Mit wundervollen Kostümen und folkloristischem Kopfschmuck tanzten sie stolz und elegant. (YouTube-Video)
Als Solistinnen bereits einzeln ein Augenschmaus, im Doppel noch mal eine Steigerung! Die beiden Tänzerinnen Violet Scrap und Lamia Barbara betraten als Duo die Bühne. In völliger Harmonie zeigte und dieses Paar einen wunderschönen Auftritt, in dem sie es schafften ihre einzigartigen Stile zu einer Einheit zu kombinieren.
Das Finale wurde durch einen großen ATS-Chorus der Gruppen eingeleitet. Hier taten sich Carovana Tribale, Devadasi Caravan, Ilhaam Tribe und Morai Tribal zusammen und wurden vom Orchester begleitet. Danach kamen nochmal alle weiteren Künstler des Abends auf die Bühne. Das ganze wurde mit Begeisterungsrufen und großem Applaus des Publikums belohnt. Ein gebührender Abschluss eines großartigen Abends!

Eine Show, die so eine wundervolle Vielfalt an Tänzerinnen geboten hatte, dass man am Ende schwer sagen konnte, was einem eigentlich am besten gefallen hat.
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Rom - Blick aus dem Hotelzimmer
Sängerin
Lavinia Mancusi
Moirai Tribal
Violet Scrap
Afsana
Les Soeurs Tribales
Carovana Tribale
Les Soeurs Tribales
Alice Giampieri
Devadasi Caravan
Bex
Patrizia Pin
Lamia Barbara
Ilhaam
Finale
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(YouTube-Video)
Rom - Das Kolosseum