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DAS TANZEN LEHREN
Für viele begeisterte Orienttänzerinnen kommt einmal der Tag, an dem sie beschließen, diese schöne Form der Tanzkunst auch unterrichten zu wollen, allerdings nicht wissen, wie sie ihre langjährige Tanzerfahrung an lernbegierige Schülerinnen weitergeben sollen. Wie läuft das eigentlich? Wie gestalte ich einen qualifizierten, didaktisch hochwertigen Unterricht? Das alles wollten wir von Sabuha Shahnaz aus Augsburg wissen, die sich mit der von ihr ins Leben gerufenen Ausbildung zur Tanzpädagogin „OTAP“ genau diesen Fragen stellte.
Eine Ausbildung zur Pädagogin im Orientalischen Tanz namens OTAP
Interview mit Sabuha Shahnaz
von Konstanze Winkler
Wie bist du zum Orienttanz gekommen, und wie lange tanzt und unterrichtest du schon Orientalischen Tanz?

Ich unterrichte seit 1983 in Augsburg in meinem Studio. Den orientalischen Tanz lernte ich von einer Amerikanerin, Tasmin Sultan, die in Augsburg in den Kasernen unterrichtet. Ich nahm Privatstunden um schneller voranzukommen.

Davor hatte ich Unterricht in Jazztanz, Stepptanz, nahm an Lateintanz-Turnieren teil, war im Turnverein aktiv und fand eine gute türkische Folkloregruppe, in der ich sehr viel Show-Auftritte auch im Ausland tanzen konnte. Danach ging es sehr schnell. Ich reiste nach Istanbul um dort zu lernen und fand Erkan Tokmak, einen Profi-Trommler, der mich weiter in Sachen Rhythmik und Zimbeln förderte und mich an verschiedene Night Clubs und Veranstaltungen vermittelte. Genauso schnell stellte ich fest, dass das Tänzerinnen-Leben dort kein Zuckerschlecken ist und entschloss mich, lieber in Augsburg zu unterrichten, und eröffnete mein Studio, damals klein und fein. Es folgten weitere Tanzfortbildungen in Afro, indischem Tanz, persischem Tanz und Flamenco. Dann Ausbildungen zur Yogalehrerin, u.a. für Schwangere, Kinder und Behinderte, Klangpädagogin und Klangtherapeutin und zur Zumba Lehrerin. Eigentlich bin ich gelernte Erzieherin, was mir in Sachen Unterricht, Methodik und Pädagogik sehr geholfen hat.

Du bietest seit kurzem eine qualifizierte Ausbildung zur Pädagogin im Orientalischen Tanz an, kurz „OTAP“ genannt. An wen richtet sich dieses Angebot?

Dieses Angebot richtet sich an ambitionierte Tänzerinnen, die gerne unterrichten möchten und sich vorher eine fundierte Ausbildung gönnen, die mit viel Praxis verbunden ist.

Was sind die Inhalte der OTAP-Ausbildung und wie lang dauert sie?

Themeninhalte sind u.a. Anatomie, Tanztechnik, Stundenaufbau für verschiedene Level, gesundes Warm Up-Cool Down, Entspannung, Rückengerechtes Training und Körperhaltung, Unterrichtmethodik und Didaktik, Rhythmuslehre, Musikkunde in Theorie und Praxis, Zimbeltechnik, Stilkunde: klassischer Tanz und Folklore, Kultur und Tradition des Orients, Hintergrundwissen, Choreographie-Lehre und Tanznotation, orientalischer Tanz für Kinder, Schwangere und Senioren, Yoga und orientalischer Tanz.

Unterstützen dich bei der OTAP noch andere Dozenten?

Es unterstützt mich Nadea, Andrea Steinwender, eine unkomplizierte, liebenswerte und sehr kompetente Kollegin aus Salzburg, mit der ich mir den Lehrstoff aufteile.

Wie viele Schülerinnen nimmst du pro Ausbildungsgang auf?

Mindestens 4, maximal 8 Frauen. Wir legen Wert auf Kleingruppen, um den Bedürfnissen der Schülerinnen gerecht zu werden.

ERFAHRUNGSBERICHTE ZUR OTAP-AUSBILDUNG 
IN AUGSBURG UND SALZBURG
Ein großes Dankeschön an Andrea und Sabuha für die Möglichkeit, so eine umfangreiche und praxisnahe Ausbildung im Bereich des Orientalischen Tanzes (OT) in relativ kurzer Zeit absolvieren zu können!

OTAP ist eine Ausbildung, die es mir ermöglicht hat, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie umfangreich der OT ist und wie wichtig die richtige Musikauswahl in der Praxis sein kann. Ich habe durch die praktischen Aufgaben gelernt, auf was es beim Lehren ankommt und dass jeder seinen eigenen Tanz- und Unterrichts-Stil hat.

Für mich war es das erste Mal, dass ich die Begriffe „Beledi“ oder „Raks Sharki“ gehört, und dass ich mich mit Rhythmus oder dem Thema Choreografie auseinandergesetzt habe. Mein Wunsch war es, eine Grundausbildung im Bereich Tanz zu erhalten, um nicht nur meine Freude und Leidenschaft an andere weitergeben zu können, sondern auch um auf Fragen einzugehen und eine strukturierte Lehr-Herangehensweise zu bekommen.

Wir alle spüren, ob uns ein(e) Lehrer(in) zusagt, oder nicht, aber wir können es oft nicht in Worte fassen, was der- oder diejenige anders oder besser machen könnte. Während der Ausbildung war es mir möglich, andere beim Lehren zu beobachten, selbst ein ehrliches Feedback zu bekommen und aus dem Erfahrungsschatz unserer Lehrerinnen zu profitieren.

Es war eine einzigartige Erfahrung und einmalige Chance für mich verschiedene Stilrichtungen des OT kennenzulernen und mir ein breites Grundwissen, sowohl historisch, als auch praktisch anzueignen.

Jede Tänzerin, die den Wunsch hat den OT auch anderen Frauen näher zu bringen, besitzt mit OTAP eine Ausbildung, mit der sie nicht nur fachlich, sondern auch praktisch sofort mit einem Kurs anfangen kann. Ich selbst habe meinen ersten Kurs schon gestartet und ich habe es geschafft, eine Handvoll Frauen für den Bauchtanz zu begeistern.

Ich bin dankbar dafür, dass ich nun meine Freude und Begeisterung an andere weitergeben kann. Ich freue mich schon sehr auf neue Herausforderungen, und ich kann die Ausbildung als sehr praxisnah und professionell bezeichnen!

Vera K.

Nach mehr als 12 Jahren Orientalischem Tanz und einer stetig wachsenden Leidenschaft für alles, was damit zusammenhängt, begab ich mich auf die Suche nach einer fundierten Ausbildung zur Orientalischen Tanzlehrerin. Diese fand ich dann im Tanzstudio Nadea, wo eine Ausbildung zur Orientalischen Tanzpädagogin angeboten (OTAP) wurde. Andrea Steinwender und Sabuha Shahnaz leiteten diese sehr umfassende Ausbildung.

Schon die Ankündigung der Themen machten mir den Mund wässrig: Es sollte nicht nur um Tanztechnik, Rhythmen, Stilkunde, Folklore und Tanzdidaktik gehen, auch Choreographie-Lehre, Tanznotation, Yoga für Orientalischen Tanz, Zimbeltechnik, Tanzanatomie, jede Menge Hintergrundwissen und wertvolle Tipps für den Unterricht wurden versprochen.Von Anfang an herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre, Andrea und Sabuha waren genauso motiviert wie wir Teilnehmerinnen. Man stellte uns das Programm detailliert vor, alle Fragen wurden beantwortet und auf persönliche Wünsche eingegangen. Versehen mit vielen Buch-Tipps und kleineren Aufgaben konnte ich die nächste Unterrichtswoche kaum erwarten.

Diese Woche war sehr intensiv, aber aufgrund der abwechslungsreichen Gestaltung zwischen Theorie und Praxis bestens organisiert. Es wurde gezimbelt, "geschleiert", mit dem Stock getanzt und getrommelt, was das Zeug hält. Wir balancierten Krüge auf dem Kopf und kämpften mit dem Bodentanz und dem Schwerttanz. Wir lernten die verschiedenen Stile des Zigeunertanzes kennen und schnupperten in die Welt des Persischen Tanzes. Wir fegten mit unseren Isis-Schwingen durch den Tanzsaal und lernten die Folklore Ägyptens, des Maghrebs und der Golfstaaten kennen.

Der nächste Teil der Ausbildung fand im darauffolgenden Monat statt: Auch diese Tage waren angefüllt mit praktischem und theoretischem Wissen und forderten uns Teilnehmerinnen in hohem Maße, aber die Motivation und der Einsatz von uns allen war sehr hoch. Wir stellten unsere "Hausaufgaben" vor und erhielten liebevolle und sehr kreative Kritik. Weiter ging es mit den Merkmalen des türkischen Tanzes und seinen Feinheiten. Ebenfalls besprochen wurden moderne Tanzstile und deren Charakteristika.

Zum Ende der dreimonatigen Ausbildung wurde dann das Erlernte abgefragt, die Prüfungen begannen: In der Theoretischen gab es ca. 80 Fragen in unterschiedlicher Länge und Ausführlichkeit zu beantworten und zwar nicht nur den Tanz als solches betreffend, sondern auch kulturelle und historische Hintergründe. Danach durften wir in der Praktischen zeigen was wir gelernt hatten und eine Unterrichtsstunde zu einem bestimmten Thema abhalten. Abschließend bekamen wir als nunmehr frisch gebackene Pädagoginnen für den Orientalischen Tanz unser Zertifikat.

Schwerpunkt der Ausbildung waren eindeutig die Praxisnähe und die Erarbeitung didaktischer Feinheiten im Unterricht mit Schülern aller Stufen: Jede Teilnehmerin der Ausbildung übte sich im Gestalten von Tanzstunden und präsentierte diese in schriftlicher und praktischer Form. Oftmals haben wir auch kurzfristig in Zweier-Gruppen eine Tanzstunde erarbeitet (beispielsweise zum Thema Bauchtanz für Schwangere, Kinder oder Senioren). Sehr positiv war auch, dass wir erlernte Choreographien und Kombinationen auf Video aufnehmen und zuhause in Ruhe an Details feilen konnten.Wir bekamen eine Menge Übungen für gezieltes Warm-Up und Cool-Down mit auf den Weg, sowie unzählige Tipps zur Unterrichtsgestaltung. Sehr informativ war auch der Teil über Tanzanatomie, für den extra eine kompetente Ärztin engagiert worden war, die uns auch darüber aufklärte, was im Fall einer Verletzung zu tun ist.

Wenn mich jemand fragen würde, ob ich die Ausbildung wieder machen würde, so würde ich dies sofort bejahen. Ich konnte auch tatsächlich viele Dinge, die wir gelernt haben, in meinem eigenen Unterricht anwenden.

Christine Cavellar

Bietest du deine Ausbildung allein in Augsburg an, oder begibst du dich mit Deiner OTAP auch auf Reisen?

Wir bieten die Ausbildung auch in Salzburg an und nehmen gerne noch andere Stationen dazu, wenn Interesse besteht.
Der nächste Ausbildungs-Lehrgang beginnt am 14. Dezember 2012, weitere Informationen unter:
www.sabuha.de und www.nadea.at
welches Level usw. Solche Themen werden intensiv besprochen und erarbeitet. Wegen der kleinen Gruppenstärke haben wir auch die Möglichkeiten auf spezielle Themen und Wünsche mehr einzugehen.
Worauf liegt euer Schwerpunkt?

Wir legen u.a. viel Wert auf Praxis, d.h. das know how wie führe ich Gruppen, wie bereite ich Stunden vor, wie gehe ich auf die Bedürfnisse meiner Schüler ein, welche Bewegungen für
Sabuha und Nadea (links) freuen sich auf Euch!
Sabuha Shahnaz
Andrea "Nadea" Steinwender
Das Studio von Sabuha in Augsburg
Die Teilnehmerinnen des letzten Ausbildungsgangs und ihre Dozentinnen
Nadeas Studio in Salzburg/Österreich
ZUMBA! Im Studio Sabuha
Unterricht im Salzburger Studio
"Tag der offenen Tür" in Augburg
OTAP-Unterricht bei Nadea in Salzburg