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Tanz-Photos © Konstanze Winkler
Grafik und Layout: Konstanze Winkler
Erzähle uns bitte etwas von Dir, wo und wie lebst Du, wovon bestreitest Du Deinen Lebensunterhalt?

Ich lebe mit meinem Mann und meiner zweijährigen Tochter in Mönchengladbach und arbeite selbstständig als Make up Artist. Nachdem ich jahrelang als Friseurin gearbeitet habe, habe ich meine Elternzeit dazu genutzt, mich weiterzubilden und mich selbstständig gemacht. Damit habe ich mir einen Traum erfüllt. 2012 habe ich mit Kolleginnen zusammen das Make up von "Sinam"  bei der "Oriental Lounge" (Eine der „Orientale“-Shows) übernommen.

Wie sieht Deine tänzerische Laufbahn aus?

Angefangen zu tanzen habe ich mit drei Jahren mit Ballett, dann kamen mit zwölf noch zwei Jahre Jazz und Modern Dance dazu, und mit sechzehn habe ich mit Orientalischem Tanz angefangen. Meine erste Lehrerin war Dalal, durch sie habe ich  auch Elli Assenmacher und Manis kennengelernt.

Nachdem der Kurs von Dalal aufgelöst wurde, wurde ich Mitglied bei „Sinam“ (Manis’ Showtruppe), mußte aber leider nach einem Jahr, aus beruflichen Gründen, die Gruppe wieder verlassen.

Dann habe ich lange Zeit nur ab und zu mal getanzt, da Mönchengladbach tänzerisch nicht so viele interessante Möglichkeiten bietet und meine Arbeitszeiten auch nicht unbedingt förderlich waren.

2009 habe ich dann auf der Orientale bei Deva Matisa einen Tribal Fusion WS besucht (was mir davor noch gar nichts gesagt hatte), und ich war so begeistert, dass ich im Sommer ihr Halbjahres-Projekt im Tanzhaus mitgemacht habe. Im Sommer 2010 wurde ich dann schwanger und nach der Geburt meiner Tochter im April 2011, habe ich im Juli 2011 bei Manis im „Oriental Summer Camp“ u.a. bei Henneth Annun und Mariam ala Rashi mehrere Kurse besucht und bei Manis’ Projekt mitgemacht.

Zusätzlich habe ich bei Carlo Melis und Sophia Chariarse Unterricht genommen und jede Menge Tribal Fusion WS besucht. 2012 hab ich mich dann spontan bei der Open Stage im Tanzhaus beworben, mit einem klassischem OT, und bin auch genommen worden. Seit 2012 tanze ich wieder bei "Sinam" und auch bei Henneth Annuns Gruppe „Ras el Hanout".

Was hat Dich bewogen, bei Manis' Sommer-Universität, dem "Oriental SummerCamp", als Dozentin mitzuwirken?

Vor der Orientale 2013 hatte Manis das erste Mal vorgeschlagen, ich könnte doch einen WS für Bühnen-Make up geben. Leider hat das zeitlich nicht mehr gepasst, deshalb wurde das erst einmal verschoben.

Warum gibst Du einen Kurs  für gutes Aussehen, was unterscheidet Bühnen-Make up vom normalen Schminken?

Auf die Idee gekommen einen WS für Bühnen-Make up zu geben, sind wir dadurch, dass ich ganz oft mitbekommen habe, wie viele Frauen nicht wissen wie sie sich richtig schminken sollen. Viele schminken sich im Alltag sehr wenig und sind bei einem Bühnen-Make up oft sehr verunsichert, was z.B. die Intensität betrifft. Ich bin auch immer wieder gefragt worden, ist das so richtig? brauch ich mehr Farbe? wie klebe ich Wimpern an? Usw ... Woher soll man das auch wissen?

Es gibt zwar verschiedenste Bücher zum Thema Make up, allerdings sind die Modelle darin meistens um die vierzehn Jahre jung und anatomisch gesehen perfekt ... und das hilft einem dann, glaub ich, auch nicht wirklich weiter. Außerdem beziehen sich die wenigsten Bücher auf Bühnen-Make up.

Der Unterschied vom normalen zum Bühnen Make up besteht in der Intensität. Wenn man mit einem Bühnen-Make up abends ausgehen würde, würde jeder denken, man sei in einen Farbeimer gefallen. Außerdem kann man weitestgehend auf farbiges Augen Make up verzichten da die verschiedenen Scheinwerfer Einstellungen, Farben u.a. ungünstig beeinflussen können. Daher sollte man beim Bühnen- Make up eher im Braun-, Grau- und Schwarz-Bereich bleiben. Und niemand würde im Normalfall soviel Rouge tragen .... oder sein Make up wasserfest machen. Es ist alles kein Hexenwerk, und mit ein paar Tricks ist es gar nicht mehr so schwer, auf der Bühne gut auszusehen.

Warum gibst Du Tipps und Ratschläge für Frisuren, warum für Orientalischen Tanz und Tribal gemeinsam?

Was die Frisuren betrifft, wir haben das Thema OT und Tribal Fusion zusammengelegt, da das Grundgerüst für beide eigentlich das gleiche ist. Für viele ist der Umgang mit Lockenstab usw. schon ein Buch mit sieben Siegeln, und es gibt ein paar einfache Tricks, mit denen man tolle Hochsteckfrisuren zaubern kann. Natürlich muß man es wahrscheinlich trotzdem ein paarmal üben, bevor es reibungslos klappt, aber oft macht man es sich schwerer, als es eigentlich ist.

Ich freue mich aufs Summercamp und hoffe, dass ich mit meinen WS den Frauen helfen kann, auf der großen wie auch auf der kleinen Bühne.  

Viele Grüße, Sandra

www.manis-tanz.de
Photo © CREAFO
Sandras Open Stage-Auftritt, Orientale 2012
"Ras El Hanout", Sandra tanzt als zweite von rechts
Photo © CREAFO
Photo © Sandra
Sandra bei facebook:
Sandra RüLü
Salue Make-Up
Workshops werden in der Regel zu dieser oder jener Choreografie, zu bestimmten neuen Schrittfolgen, zu neuen Stilen und dergleichen angeboten. Eher selten sind die Kurse, in denen einem das Drumherum nähergebracht wird. Klare Sache, daß Manis’ Sommer-Universität auch hier den richtigen Weg geht. Was nützt einer die schönste Kombination, wenn es dafür mit dem Aussehen noch ein wenig hapert. Doch dafür gibt es ja Sandra, und die weiß so ziemlich alles, was es zu Schminke und Frisuren zu sagen gibt. Am besten gleich mal reinschauen. Selbst alte Häsinnen können da noch was lernen.
NICHT VERZAGEN, SANDRA FRAGEN
Interview mit Sandra Lüpertz

von Marcel Bieger