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Ein Höhepunkt des Tanzsommers, Anusch Alawerdians Festival im August. Die gebürtige Armenierin, die seit langem in den Niederlanden lebt, reist um die ganze Welt, und wessen Darbietungen ihr gefallen, den oder die lädt sie sich auf ihr Festival ein. Vielleicht nicht das größte Festival des Orientalischen Tanzes, aber sicher eines der edelsten.


TEMPERAMENT UND LEIDENSCHAFT
Summer Bellydance Festival

Leiden, 25. August 2012

von Sylvia Assmann
Das zweite „Summer Bellydance Festival“ im niederländischen Leiden ist die bereits zehnte von Anusch Alawerdian organisierte Veranstaltung.

Ein Festival mit allem drum und dran: Wettbewerb, Gala-Show, Workshops und Abschluß-Party. Und ein umfangreiches, äußert professionell organisiertes und kundenfreundliches Festival: Alle Veranstaltungsorte liegen nahe beieinander und sind zu Fuß erreichbar, für Fragen gibt es jederzeit ein offenes Ohr.

Beim Hin- und Herspazieren zwischen den Veranstaltungsorten kommt man in den Genuss der Schönheit des Städtchens Leiden, das durch die vielen Grachten und ein besonderes Flair den Eindruck erweckt, es sei Venedigs kleine Schwester. Dieses Festival lässt sich also perfekt mit einem erholsamen Urlaub verbinden!

Den Auftakt zur Gala-Show bildet das Finale der Competition „Miss Summer Bellydance 2011“ auf der Bühne des „Stadsgehoorzaal“ in einem schönen, alten Veranstaltungshaus. Die acht, von der Vorausscheidungen am Freitag, verbliebenen Teilnehmerinnen stellten sich samstags auf der großen Bühne erneut der hochkarätigen Jury, die neben Musikinterpretation und Technik vor allem den Ausdruck und das „orientalische Gefühl“ beurteilen. Die Bekanntgabe der Gewinnerin ist für das Ende der Galashow vorgesehen.
Womit wir bei selbiger angelangt wären, die von der Dance Company „Mirage“ eröffnet wird. Die Bekleidung der Mirage-Tänzerinnen und die Musik bieten eine klassisch-moderne Mischung: Jeans und Paillettenoberteile und eine moderne, poppige Version von „Inta Omri“. Für Liebhaber des klassisch orientalischen Tanzes ist beides gewöhnungsbedürftig, obwohl es einen Weg schlägt von der Gegenwart der sehr modernen Tanzdarbietungen in die Welt des klassisch orientalischen Tanzes. Denn dieser ist hier begrüßenswerterweise sehr stark vertreten!! Dass die Dance Company „Mirage“ nicht nur klassisch orientalischen Tanz, wie in der Eröffnungsnummer dargeboten, hervorragend beherrscht, beweisen die fünf Tänzerinnen bei zwei armenischen Tänzen, die, in natürlich traditionellen, wunderschönen Kostümen, in fließend-gleitender Anmut und Grazilität vorgetragen werden.
Aus der Dunkelheit tritt dann Anusch Alawerdian, die Gastgeberin, die sich mit einem bühnenwirksamen Strahler-Effekt ins rechte Licht rückt und sich mit ihrem eleganten Tanzstil in die Herzen des Publikums tanzt.  - Die brasilianische Tänzerin Esmeralda erfüllt alle romantischen Vorstellungen die man mit diesem Namen verknüpft. Musik und Tanz verbinden sich in Perfektion und fesseln die Aufmerksamkeit der Zuschauer durch die vermittelte Intimität dieses Tanzes. Das Esmeralda aber auch zum Feuerwerk werden kann stellt sie mit „Brazilian Drum Solo“  unter Beweis.
Für die Bühne geboren ist Loretta aus Holland: Egal, ob sie in einem Trommelsolo ihre anscheinend unendliche Energie versprüht oder in ihrer klassischen Darbietung elegant und leicht(füßig) alle emotionalen Facetten von wild bis leidenschaftlich durchlebt.
Wir dürfen uns auf großartiges gefasst machen wenn sich  Loretta, die ihren Schulabschluss gerade absolviert hat, ausschließlich auf ihre Tanzkarriere konzentriert! - Die Luft zum Atmen nimmt einem die Mexikanerin Ammar Lamar mit einem klassisch orientalischen Tanz - wieviel Schnelligkeit und Dichte sie in diesen Tanz gepackt hat. Rasante Darbietungen sind wohl die Qualität der Mexikanerin, die auch ihren zweiten Tanz, den sie mit Isis-Flügeln beginnt, mit unglaublicher Schnelligkeit und Präzision darbietet und der in einem Khaleegy endet.
Da alle Tänzerinnen und Künstler der Gala-Show zwei Tänze zeigen, ist es möglich, einen Einblick in die tänzerische Bandbreite der einzelnen Künstler zu erhalten. So auch bei Maya Sapera aus Belgien, die mit der gleichen tänzerischen Perfektion das Publikum erst einen „Romantic Indian Dream“ mitträumen lässt und in ihrer Darbietung aus dem klassischen indischen Tanz federleichte Sprünge präzise und leicht vollführt und voller Ausdruck eine getanzte Geschichte erzählt. Eine wunderbare Tänzerin!
„Breath taking“ lautet nicht nur der getanzte Titel von Jacqueline Braga aus Brasilien, sie macht diesem Wort auch alle Ehre, wenn sie mit ihren beiden Tänzen dem Publikum keine Atempause lässt und ihm gehörig einheizt. Ihre Bewegungsabfolgen sind superschnell und exakt. Jacqueline Braga ist wie die anderen südamerikanischen Tänzerinnen des Abends ein Energiebündel. Ob dies am Geburtsort in Südamerika liegt? - Tänzerische Wandlungskraft, Ausdruck und Kreativität gehören zu Nadia Nikishenkos großen Begabungen. Die Russin verwandelt sich innerhalb eines Tanzes von einem unschul- digen Hirtenmädchen in eine Guerillla-Kämpferin und vermittelt die Tragödie des Krieges. Später betritt sie als Römer Marcus Antonius die Bühne, der sein Leben in der Schlacht lässt und als Kleopatra, Königin Ägyptens, wiedergeboren wird und einen pharaonischen Tanz auf eine Trommelsolomusik tanzt. Nadia Nikishenko hat ein unglaubliches Gespür für „Fusionen“ zwischen Tanzrichtungen, Musikstilen und Choreographien und krönt diese mit außer- gewöhnlichen Kostümideen und vor allem tänzerischem Können!
Den Abschluss der Showblöcke übernimmt Stargast Amir Thalebaus Argentinien. Und auch er breitet sein tänzerisches Können auf der Bühne aus: viele Drehungen beim klassisch orientalischen Teil, gewürzt mit Shimmys, die das Publikum begeistern. Zu immer größerer Form läuft Amir Thaleb dann beim Oriental Tango auf: sein „Schulterzucken“, seine Leicht- füßigkeit und die Fähigkeit Kontakt zum Publikum aufzu- bauen, lassen seine Darbietungen zum Genuss werden!
Nach dem Finale übergibt Moderatorin Iren Mkhoyan das Mikrofon an Anusch Alawerdian, die jetzt die ersten drei Plätze des Wettkampfs verkündet: Michelle Mahasin (Brasilien), Guzel (Süd-Korea) und Alimah (Rußland). Die Gewinnerin Michelle Mahasin wird beim Summer Bellydance Festival 2013 dann auch in der Gala-Show zu sehen sein.

Und wir sehen uns 2013 zu einem Festivalurlaub in Leiden! Und genießen Workshops, Galashow, Oriental Lounge und die Abschluß-Party, wo alle Stars noch einmal ihr Können zeigen!

Die Künstler des Festivals

* Aleksei Riaboshapka (Ukraine)
* Suraiya (Poland)
* Sarah Shahin (Italy)
* Anusch Alawerdian (Netherlands)
* Esmeralda (Brazil)
* Guzel (South Korea)
* Michelle Mahasin (Brazil)
* Dance Company 'Mirage' (The Netherlands)
* Princess Turrini (Egypt)
* Daila (CZ)
* Loretta (Netherlands)

... und mehr ...

Weiterhin:
- Arabic Singer & Arabic DJ
- Bellydance Basar
- Open Stage Performances

... und noch viele weitere Überraschungen ...

Anusch Alawerdian präsentiert:
23. - 25. August 2013, in Leiden, NL
* Workshops - mit internationalen Stars
* Competition;
--> "Miss Summer Bellydance 2013" - Kategorie Solo
--> "The ISBF CUP 2013" - Kategorie Gruppe
* Star-Gala - "The Bellydance Spectacle"
* Parties und mehr ...
Grafik/WebDesign: Konstanze Winkler
Photos © André Elbing (www.andre-elbing.de)
www.summerbellydancefestival.com
Mirage
Anusch Alawerdian
Esmeralda
Loretta
Ammar Lammar
Maya Sapera
Jacqueline Braga
Nadia Nikishenko
Amir Thaleb
Finale mit Siegerehrung