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Grafik und Layout: Konstanze Winkler
Tribal Fusion ist nicht nur modern, sondern auch in aller Munde, und das weltweit. Wie es zum Beispiel in Spanien zugeht, darüber berichtet unsere „Hagallady“ Latifah Abdel, gebürtige Spanierin, die seit längerem in Karlsruhe lebt. Sie betreibt ihr eigenes erfolgreiches Festival, „Tribal Varieté“, und weiß daher, worauf es ankommt. Lest hier, was sie in Leon erlebt hat …
SO TANZEN UNSERE NACHBARN
TribaLeón - Feel the Movement

von Latifah Abdei

León. Schön Mal davon gehört? Das ist eine kleine Stadt im Nordwesten Spaniens, da wo der Jakobsweg durchführt, und weit entfernt von den beliebten Stränden der Costa Brava oder Mallorca. Also, ja, ganz genau, sie liegt in der ganz anderen Ecke Spaniens, wo wenige Touristen sich aufhalten, weil das nur eine Stunde davon entfernte Kantabrische Meer ziemlich kalt ist.

Genau dort lebt die fantastische Cristina García, eine junge und talentierte Frau, die sich nach ihren Schauspiel- und Zirkusstudien total in den orientalischen Tanz verliebt hat (sie ist sogar nach Buenos Aires geflogen, um dort bei der bedeutendsten Tänzerin Südamerikas, Saida, Unterricht zu nehmen!), und ganz besonders ist ihr der Tribal Fusion ans Herz gewachsen. Cristina ist die Besitzerin des Centro Indira in León, einer Hochburg des Tanzes im Nordspanien, und sie hat eine Botschaft: „León und den Nordosten mit dem Tribal-Virus anzustecken“.

Und - so wie die Dinge stehen - ist es ihr das auch gelungen: Vom 27.- 29. März 2015 hat sie das „TribaLeon“-Fest veranstaltet, und das zum 2. Mal und mit großem Erfolg.

Innerhalb dieser drei Tagen hat León ein wundervolles Tanz-Festival erlebt, mit Open Stage am Freitagabend, wo die zukünftigen Talente der spanischen Szene ihre Arbeit vorgestellt haben. Zusätzlich gab es in diesen drei Tagen sehr gut besuchte Workshops aller Art: von Bhutto über Dark Fusion und ATS bis Zeitgenössisch. Über die Dozentinnen kann man sagen, die großen Namen wie Delirium, Martnisha, Chayo Roig, Lady Vamp oder die durch BDE bekannte Barakalofi waren alle da. Das Festival bot alles, was das unser Tanzherz höher schlagen läßt, und das zusammen mit dem tollen Basar und seinen Perlen wie zum Beispiel die wundervollen Designs von Camium Rose aus Barcelona.
(http://www.cadmiumrose.com).

Mein Bericht über das „TribaLeon“ wäre aber nicht komplett ohne die ausverkaufte Abend-Show am Samstagabend, ein wundervoller Spiegel aller Richtungen in unserer orientalischen Tanzszene. Unter dem Name „Vecinos“ (Nachbarn) und dem Motto „das könnte auch bei dir passieren“ zeigten einige der besten Tänzerinnen und Tänzer der spanischen Szene ihr Können. Die Show war so aufgebaut, dass der Hausmeister (der Schauspieler Pablo Parra) das Publikum durch das von besonderen Nachbarn bewohnte Haus geführt hat.
In dem Haus hatte jeder Künstler seine Rolle (zum Beispiel: die Penner wurden von Cristina García und Ángel Zotes gespielt, Tania Benito aus Madrid war die Witwe und die ATS-Truppe Mandala spielte die illegalen Hausbesetzer) und in dieser Rolle blieb jeder den ganzen Abend und hat entsprechend getanzt.

Diese Mischung aus Theater und Tanz brachte das Publikum zum Jubeln, und zeigte, wie viel Talent und Liebe zur Kunst es in Spanien trotz Finanzkrise immer noch gibt.
Alles im allem, man kann Cristina gratulieren, dass sie so was Tolles in einer Provinzstadt Nordspaniens auf die Beine gestellt hat, und natürlich bleiben wir gespannt auf weitere „TribaLeon“ Festivals und auf die lebendige spanische Tanzszene.
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La grande final
Latifah Abdel
Der "Hausmeister" - Schaupieler Pablo Parra