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Wenn die Saison wieder einmal erfolgreich zu Ende gegangen ist und es auch bis zum Schluß spektakuläre Höhepunkte gegeben hat, wenn man sich eigentlich zufrieden zurücklehnen sollte, einem aber noch das Tüpfelchen auf dem i fehlt, dann hat Manis dafür vorgesorgt, dann ist man vor allem hier gut aufgehoben: Manis' Weihnachtsfeier
Homepage Manis:
www.manis-tanz.de
Photos © Konstanze Winkler
Wir sprechen hier nicht von den verschiedenen Studio-Feiern zum Jahresende, die wir auch schon mehrfach besucht und die ihren ganz eigenen Reiz und Charme haben, sondern von einem richtigen Dinner mit Tanz, zu dem Manis alljährlich im Düsseldorfer Norden nur wenige Tage vor Weihnachten einlädt.

Etwa 200 Personen faßt der große Saal, dazu finden sich noch ausreichend Platz für die Tanzfläche, die Musikanlage, die Kameras usw., und man und frau müssen halt ein wenig zusammenrücken. Viele Künstlerinnen (ja, Bauchtanz und Tribal waren auch 2014 hauptsächlich eine Frauen-Angelegenheit) bringen gern den Mann an ihrer Seite und sonstigen Anhang mit, und so entwickelt diese Tanz-Feier beinahe von ganz allein ein familiäres Flair. Den Rest besorgt zuverlässig Manis selbst, die sich auf dieser wie auf all ihren anderen Veranstaltungen mit ganzem Herzen einbringt.
Die Künstler kommen meist aus der näheren und weiteren Umgebung, aber es sind auch andere angereist, und wie es ja manchmal vorkommt, sieht man die eine oder andere das ganze Jahr hindurch nicht, darf sich aber darauf verlassen, daß man hier noch eine gute Chance dazu erhält. Und damit zu den Darbietungen:

Manis‘ Donnerstags-Kurs eröffnet den Nachmittag mit einem Salsa-Oriental-Fusion, Choreo von Manis.

Andrea hat einen andalusischen Tanz vorbereitet.

Das Duo Nadira zeigt einen Baladi, gefolgt von einem Trommelsolo.

Sophia Chariarses Gruppe stürmt als Trio die Bühne und führt zwei Bollywood-Stücke auf, die beide viel Applaus bekommen.

Petra und Timora tanzen nach einer Choreographie von Manis ein Doppelschleier-Duo, dem man die Handschrift der Meisterin ansieht; die beiden sind aber auch gut aufeinander eingestimmt.

Amierah Hazara ist auf der Weihnachtsfeier immer gern gesehen, heute gibt sie mit ihrer Gruppe Djumana einen Oriental Pop, der flott und leicht über die Bühne geht.

Das folgende Quintett hat großes Pech, weil es mit dem Musik-Einsatz einfach nicht recht klappen will.

Beate & Claudia, zwei Manis-Schülerinnen, präsentieren ein Lieblings-Thema von Manis mit viel Pfiff, den Oriental-Tango; die Inspiration stammt aus der zurückliegenden Sommer-Universität.

Joel, tatsächlich ein Mann auf der Tanzfläche, führt mit filigranen Bewegungen seine Interpretation eines Oriental Pop vor.

Iman Rajab hat einiges zu bieten, und ihr Raks Sharki ist dazu angelegt, Zeichen zu setzen. Ihre Isolations-Technik kann sich sehen lassen, und wir werden sie – hoffentlich – noch oft erleben.

El Gouna heißt die Jugendlichen-Gruppe von Amierah Hazara und bietet ein fetziges Samba-Trommel-Solo.




Der Mittwochs-Kurs startet mit einem für Manis typischen Sujet in die dritte Runde, die „Schleier-Rumba“.

Yasmina hat sehr viel Feuer und Rasse, wenn sie mit uns ihre Liebe zu Fächerschleier und Zigeunertanz teilt.

Susanne & Hannelore sind ebenfalls Manis-Schülerinnen mit klassischem OT und anschließendem Trommel-Solo.

Safira heißt die Gruppe, die aus Manis’ frühen Projektgruppen hervorgegangen ist. „Oriental Jazz burlesque“ nennt sich ihr Stück, bei der sich zwei aus dem Quartett als Männer verkleidet zeigen.

Ras el Hanout heißt die Gruppe von Henneth Annun (die es sich auch nicht nehmen läßt, sich unter die sieben anderen zu mischen) tanzt flott und souverän, dennoch möchte man gerade dieser Formation das Prädikat „femininer Tribal Fusion“ verleihen.

Mandára kommen aus Köln und Bonn, versetzen alle mit ihren Leuchtkugeln ins Staunen und verbreiten eine mystische Stimmung. O ja, ein gutes Jahr liegt hinter ihnen.

Marvin Dillmann, ebenfalls Mann, führt in den letzten Teil und fesselt mit seinem Didgeridoo.

Aicha gehört zu den Säulen der Weihnachtsfeier, ihre ganze Begeisterung schenkt sie dem Bollywood, und man merkt auch sehr schnell, warum die beiden sich so gut verstehen.

Amierah Hazara tanzt jetzt solo, und weil sie zu den „alten Hasen“ gehört, will man von ihr auch einen Raks Sharki mit Trommel-Solo haben: sehenswert sind auch ihre Shimmies.

Sophia Chariarse ist Indien-Expertin und führt uns etwas vor, was man nicht alle Tage geboten bekommt: einen Bharata Natyam. Das Besondere daran, jedes dabei benötigte Körperteil wird nacheinander tänzerisch geweckt.

Henneth Annun & Shana präsentieren uns im Duo einen schmucken Tribal Fusion ohne krachenden Dub Step oder Düsternis; eben einfach hübsch.

Jessenja Kristina sieht man gleich an, daß sie Profi ist, und ihr Raks Sharki hat alles, was es dazu braucht: Schleier-Intro, Leidenschaft, Trommel-Solo und eine gehörige Portion Shimmies.

Und da fehlt doch noch jemand …

Richtig, Manis tritt auf ihren Veranstaltungen auch selbst auf, und es wäre nicht dasselbe, wenn sie das einmal unterließe. Ihr Schleiertanz breitet sich langsam, etwas melancholisch und romantisch vor uns aus und versetzt uns in die richtige Weihnachtsstimmung.

Wie schön, daß man diesen langen Nachmittag genießen durfte …

Grafik/WebDesign: Konstanze Winkler

Foto rechts:
Manis' Schülerinnengruppe (Mittwochskurs)

ALLE JAHRE WIEDER ... Manis' Weihnachtsfeier
Düsseldorf, 14. Dezember 2014

von Marcel Bieger