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Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
Photos © Konstanze Winkler
Kindergruppe Raks el Sharki
Yamuna
Die Jugendlichen-Schülerinnengruppe
Etana
Lilia & Ceol
Lena
Hedije
Yilan
Lea (2. v.l.), gemeinsam mit Lehrerin Yamuna (li.) und 2 weiteren Ensemble-Tänzerinnen
Der weltberühmte Trommler Issam Haushan begeistert das Publikum mit seinen Tabla-Rhythmen
Yamuna und Tochter Inka
Inka
Raks el Alwan
Lisa
Esra
Inka
Deutschland ist ein Land der Tanzregionen, es finden sich einige Schwerpunkte, aber trotz aller Globalisierung sind diese Gebiete noch nicht ideal miteinander vernetzt. Deswegen reist auch die „Hagalla“-Redaktion oft und viel herum, um wenigstens etwas auf dem laufenden zu bleiben. Diesmal fahren wir ins schöne Bayern, genauer nach Franken. In den 80er Jahren des 20 Jahrhunderts gab es zu Zeiten der „Neuen Deutschen Welle“ einen Hit namens „Wissenswertes über Erlangen“, der auf jeder Party rauf und runter gespielt wurde. Als wir bei Yamuna zur Jubiläums-Show in ihrem Studio in Erlangen eingeladen sind, ist uns der alte Hit wieder eingefallen, und deswegen nennen wir diesen Bericht auch
TANZENSWERTES IN ERLANGEN

Jubliäums-Show im Tanz-Studio Yamuna
Erlangen, Samstag, 26. April 2014

- von Marcel Bieger

Den Abend eröffnet Yamuna selbst, mit einem Raks Sharki, den sie klassisch und schnörkellos anlegt, dazu mit viel Frische und Lebensfreude – wie ihre positive Ausstrahlung sich überhaupt sehr wohltuend über diese Veranstaltung legt. – Die Chefin läßt nun ihre Jüngsten zu Tanze kommen, die Kindergruppe Raks el Sharki führt mit viel Einsatz einen indischen Tanz mit einem Schleiertanz vor, darauf folgt die Jugendlichen-Gruppe mit einem quirligen Stocktanz.
Etana heißt die Lehrerin der hauseigenen Kinder-Tanzgruppe, und die gibt, na, was wohl, zum Besten, richtig ein Trommel-Solo, sehr lebhaft, sehr lebendig und immer voll bei der Sache. – Lena tanzt einen Tribal Fusion und zeigt uns nun, was sie so alles auf der Bühne kann, und das ist nicht eben wenig.
Lilia & Ceol beginnen mit Stammestrommeln, dann wird es lateinamerikanisch, schließlich südafrikanisch, es steckt sehr viel Rhythmus in dieser OT-Ballett-Fusion mit südamerikanischen Elementen. – Tribal-Expertin Hedije tribalt zu fetziger Musik, und man erkennt rasch, warum sie in dieser Region hier einen beneidenswerten Ruf genießt.
Als nächstes ist Inka an der Reihe, Yamunas Tochter, die es weit gebracht hat – immerhin zu den Bellydance Superstars -, und zwischen Kanada und Deutschland hin und her pendelt. Inka ist eigens zu diesem Abend angereist, Yamuna ist sichtlich stolz auf ihre Tochter, und diese hat sogar noch jemanden mitgebracht, Issam Haushan, einen der weltbesten Tabla-Spieler, den sie von gemeinsamen BDSS-Auftritten kennt. Begleitet von rockiger Didgeridoo-Musik legt Inka los, versetzt sich in eine Art Trance und verarbeitet, wie sie uns später erzählt, auf diese Weise tänzerisch ihre Erlebnisse in Kolumbien. Eine unglaubliche Geschichte voller Phantasie und atemberaubender Tanz-Technik. Unmöglich, ihren Stil zu beschreiben, am ehesten noch mit einer Fusion aus Zeitgenössisch und Tribal. Wir bleiben wie vom Donner gerührt zurück, und dieses Stück, wir werden es im Laufe des Jahres nochmals in ähnlicher Form zu sehen bekommen, verliert nie an Kraft und Ausdruck.
Lea, die an diesem Abend auch die Moderation besorgt, folgt der unglaublichen Inka mit einem ganz anderen Genre und verschafft sich so, gemeinsam mit einer Tanzklasse Yamunas, die nötige Beachtung: Sie geben Raks Sharki mit Schleier-Intro, und das ist alles sehr hübsch anzuschauen. – Zu arabischer Musik verstärkt durch einen Balkan-Bläsersatz (inklusive Waldhörnern) führt Yilan ihre Mischung aus Ballett, Modern und Tribal Fusion vor, die in eine ganz eigene Interpretation von einem Trommel-Solo übergeht, für uns ein echtes Tanz-Erlebnis.
Issams Stunde schlägt, er führt auf seinem mitgebrachten Instrumenten vor, was sich mit einer Tabla alles anfangen läßt. Erst improvisiert er vor sich hin, dann kommt ein eher klassisches Trommel-Solo, endlich spielt er mit dem Publikum, und das nachfolgende Trommel-Solo läuft aus in Samba und anderen Klängen.
Zum Abschluß der ersten Halbzeit erscheinen Mutter und Tochter gemeinsam zu einem klassischen Raks Sharki. Yamuna und Inka gehen so wunderbar aufeinander ein, daß man sie für Schwestern halten könnte. Das Publikum machte gern mit, und bald ist die Bühne überfüllt.

Nach der Pause eröffnet Inka mit einem Schleier- und Drehtanz und beweist spätestens damit, über welche künstlerische Bandbreite sie verfügt. – Zu Musik von Paul Dinletir bringt uns Esra einen flotten Orientalischen Tanz, der in ein Trommel-Solo übergeht.

Ein Trommel-Solo hat uns auch Lisa mitgebracht, und sie lockert es mit hübschen eigenen Ideen auf. – Raks el Alwan, das Ensemble von Yamuna, hält für uns einen arabischen Pop-Tanz bereit und verleiht so der traditionellen Schrittfolge ein modernes Gesicht.
Lily Qamar hat viel mit Henneth Annun zusammengearbeitet, und daß sie das noch drauf hat, zeigt sie uns nun mit einem Tribal Fusion nach Henneths Choreographie. – Inka kriecht nun auf allen vieren herein, erhebt sich langsam, biegt sich nach hinten – geschmeidig wie ein Weidenzweig - und präsentiert uns einen zeitgenössischen Tanz. Sie erweist sich wiederum als unfaßbar gelenkig, bewegt sich ernst, gibt sich mystisch, und man gewinnt den Eindruck, daß bei ihr und ihrem Tanz Welten aufeinanderprallen. Sie ist wie in Trance, und am Ende entschwebt sie flatternd wie ein Vogel und mit Flamenco-Elementen von der Bühne. Was für ein Abend!
Daya und Lucilla beginnen mit einem klassischen Tanz, aus dem erwächst ein „burlesque“-Stück mit Electro-Swing und Charleston („Bei mir biste scheen“, gar nicht mal schlecht interpretiert) und aus dem entsteht ein Trommel-Solo. Eine flotte, unterhaltsame Mischung. – Angélica Maia hat ebenfalls einiges für uns parat, zuerst einen Orient-Pop, dann einen Flamenco-Pop und schließlich einen Hip Hop-Pop. Zu jedem Stück läßt sie mit wenigen Handgriffen ein neues Kostüm entstehen.
Zeit für Inka & Issam, und sie kommen uns klassisch orientalisch. Inka strahlt und wirkt sehr lebendig, wenn sie mit dem Tabla-Spieler in einen Dialog tritt: sie mit Zimbeln, er mit Tabla. Und wenn man schon zwei solcher Größen im Hause hat, müssen sie natürlich auch als Zugabe ein Trommel-Solo geben. Und als der verklingt, geht ein toller Abend zu Ende, und man weiß nicht,  wer mehr Spaß hatte, das Publikum oder die beteiligten Künstlern. Aber uns ist klar, daß wir gerade miterlebt haben, wie dem „Wissenswerten über Erlangen“ ein neues Kapitel hinzugefügt worden ist!

Termine 2015
Die Jahresshow 2015 der Tanzschule Yamuna

Lehrerinnen und Schülerinnen der Tanzschule zeigen ihr Können! Wir präsentieren Euch ein buntes Programm aus der Welt des orientalischen Tanzes!
Gasttänzerin: Inka!

am Samstag, 07.03.2015

Bühne Vereinshaus Herzogenaurach, Hintere Gasse 22, 91074 Herzogenaurach

Beginn: 20:00 h, Einlass 19:00 h

Platzkarten sind ab sofort in der Tanzschule erhältlich!
www.yamuna-tanz.de
Inka
Lily Qamar
Inka
Daya & Lucilla
Angélica Maia
Foto rechts: Finale
Inka und Issam Haushan - Trommelsolo mit Zimbeln