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BURLESQUE DELUXE

Über die „Burlesque“-Künstlerin
Zoë MacTaggart

Als Initiator der Dr. Sketchy’s Anti-Art School in Hannover werde ich häufig gefragt, wie ich Burlesque-Tänzerin wurde. Die Antwort ist so simpel wie logisch: 2007 war ich gerade ganz frisch freiberufliche Künstlerin (Malerei!) und habe durch Zufall im TV einen Beitrag über Dr Sketchy’s in Hamburg gesehen. Sofort war ich Feuer und Flamme, so tolle Modelle wollte ich auch zeichnen! Aber mußte ich jetzt immer dafür nach Hamburg fahren? In der folgenden Zeit konnte ich an nichts anderes mehr denken und recherchierte im Internet drauf los. So wurde der Gedanke geboren, in meiner Heimatstadt Hannover selbst eine Dr. Sketchy’s Anti-Art School aufzubauen, wozu mich die Schöpferin dieser weltweiten Bewegung, Molly Crabapple, dann auch berechtigte.
Kennengelernt haben wir Zoë MacTaggart in Hannover, und zwar beim Zeichnen von "burlesque" Modellen und Tribal-Tänzerinnen, als Leiterin der hannoverschen "Dr. Sketchy's Anti-Art School“
(hagalla berichtete...)

Aber das ist beileibe nicht alles, was es über Zoë zu berichten gibt, denn sie ist auch Malerin. Darüber hinaus nutzt die freischaffende Künstlerin die Burlesque-Performance als weitere Ausdrucksform. Schwerpunkt liegt für Zoë MacTaggart auf der lebendigen Umsetzung von Eindrücken ihrer direkten Erlebniswelt – im Mittelpunkt steht hierbei häufig der Mensch.

Mit "Dr. Sketchy's Anti-Art School", einer Avantgarde-Zeichensession mit glamourösen Modellen im "Burlesque"- Stil, hat sich Zoë MacTaggart in der hannoverschen Kulturlandschaft etabliert.

Aber lassen wir die Künstlerin doch einfach selbst zu Wort kommen…

Nun wurde aber alles richtig kompliziert. Abgesehen davon, daß kurzfristig eine Räumlichkeit gefunden werden mußte, stand und fiel das Konzept mit guten Modellen. Nach amerikanischem Vorbild eignen sich „Burlesque“-Künstlerinnen dafür besonders. Diese haben glamouröse Kostüme und auch Shows im Repertoire, die den Zeichnern die versprochene Auflockerung bieten.

Auf der Suche nach passenden Modellen für mein Vorhaben, besuchte ich eine „Dr. Sketchy’s-Session“ in Hamburg. Hier erlebte ich nun also meine erste „Burlesque“-Tänzerin, Lethal Lily, live. Diese Aufführung war für mich ein wirkliches Erlebnis. Ich war vollkommen fasziniert von den Möglichkeiten einer solchen Show. Die Anfänge dieser fast vergessenen Kunstform der „Burlesque-Show“ reichen bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Im Mittelpunkt steht die „Burlesque“-Tänzerin. Ihr Schwerpunkt liegt auf humorvollen, kabarettistischen Einlagen, die durch ungewöhnliche, oft pompöse Kostümierungen unterstrichen werden. Gängige Klischees werden kritisch unter die Lupe genommen und karikiert. Alles mit viel Ironie und Humor, ohne den moralischen Zeigefinger.

Bei der „Burlesque“-Show ist das Ziel nicht die völlige Nacktheit - wie beim Striptease - sondern das Spiel von erotischem Necken des Zuschauers. Deshalb entkleidet sich eine „Burlesque“-Tänzerin nie ganz: Das Wesentliche bleibt bedeckt. So muß eine „Burlesque“-Tänzerin auch nicht dem derzeitigen Schönheitsideal entsprechen, denn es kommt auf Individualität und Originalität der Unterhaltung an. Nun stand ich vor einem anscheinend unüberwindlichen Hindernis: Im Gegensatz zu den USA und England, wo es eine ausgeprägte „Burlesque“-Szene gibt, war in Deutschland zu dem Zeitpunkt selbst Dita von Teese für kaum jemand ein Begriff. Im ganzen Land gab es, wenn es hoch kam, eine Hand voll Künstlerinnen dieses Genres.
Darunter Lethal Lily, die erst kürzlich aus den Staaten der Liebe wegen nach Süddeutschland gezogen ist. Tatsächlich gab es wenig Rücklauf auf meine Modell-Such-Aktionen. Die wenigen Bewerber wollten horrende Gagen und/oder Anfahrt bzw. -flug und Unterkunft, und das überstieg meine finanziellen Verhältnisse. Aber ich hielt hartnäckig an meinem Vorhaben fest. Die persönliche Bekanntschaft mit dem reizenden und schillernden Kollegen Hedoluxe und Lethal Lily machte mich zuversichtlich. Sie unterstützten die ersten Veranstaltungen, womit die Hoffnung verbunden war, daß potentielle Modelle auf Dr. Sketchy’s aufmerksam würden.

Weil ich Dr Sketchy’s unbedingt in Hannover haben wollte, lag es auf der Hand, daß ich notfalls selbst in die Bresche springen müßte. Daraus ergab sich die logische Konsequenz, daß ich selbst als Modell und „Burlesque“-Tänzerin zu fungieren hätte. Da ich schon immer eine Leidenschaft für Tanz und Theater hatte, war dieser Schritt für mich keine große Überwindung. Langer Rede kurzer Sinn: Bald darauf hatte ich meinen Debüt-Auftritt im „Roadrunner’s“ in Berlin, wobei ich auch gleich von einem Filmteam (RTL-Extra) begleitet wurde. Es folgten Deutschlands erster Burlesque-Club, das Queen Calavera in Hamburg, sowie weitere Live- und TV-Auftritte und im Oktober 2008 startete in Hannover die Partyreihe „Burlesque-Palast“ mit mir als hauseigener „Glamourqueen“.

Ich bin stolz darauf, dass Dr. Sketchy’s Anti-Art School in Hannover nach den schwieri- gen Anfangszeiten inzwischen seinen 3. Geburtstag gefeiert hat und eine feste Stamm-kundschaft aufweist. Seit April 2009 biete ich Workshops und „Burlesque“-Kurse an.
Zu der Autorin
Zoë MacTaggart ist Malerin. Darüber hinaus nutzt die freischaffende Künstlerin die „Burlesque“-Performance als weitere Ausdrucksform. Schwerpunkt liegt für Zoë MacTaggart auf der lebendigen Umsetzung von Eindrücken ihrer direkten Erlebniswelt – im Mittelpunkt steht hierbei häufig der Mensch.

Mit "Dr. Sketchy's Anti-Art School", einer Avantgarde-Zeichensitzung mit glamourösen Modellen im „burlesque“-Stil, hat sich Zoë MacTaggart in der hannoveranischen Kulturlandschaft etabliert. Hier schließt sich der Kreis: Themen und Motive des „Burlesque“-Showtheaters spiegeln sich häufig in den Zeichnungen und Gemälden der Künstlerin wider.

zoemactaggart.com

burlesque-deluxe.de

Dr. Sketchy’s Anti-Art School
Dr. Sketchy’s Anti-Art School ist seit 2005 die Alternative zu langweiligen Zeichenkursen. Von illegalen Flashmobs zum Museum of Modern Art, Dr. Sketchy's hat Künstlern einen aufregenden Mix aus glamourösen Modellen, Drinks und Zeichnen gebracht. In über hundert Städten gibt es Dr. Sketchy's-Ableger, rund um den Globus wird gezeichnet, von Akron bis Zagreb. Dr. Sketchy’s ist für alle, die einen spaßigen Abend verbringen möchten, egal, ob man noch nie im Leben gezeichnet hat oder ob man ein Da Vinci ist.

Erfunden wurde Dr. Sketchy's Anti-Art School von der Künstlerin und „Burlesque“-Tänzerin Molly Crabapple, einer Illustratorin aus New York. Einmal im Monat können auch in Hannover außergewöhnliche Modelle in schrillen Kostümen drei Stunden lang gezeichnet werden. Dazu gibt es gute Musik, die ein oder andere komische Showeinlage und skurrile Zeichenwettbewerbe
(z. B. beste Links-Hand-Zeichnung), in denen witzige Preise gewonnen werden können.

Fachbegriffe

Shimmy: Bewegung, bei der sich (z.B.) die Schultern im Wechsel flatternd, vibrierend vor und zurück bewegen.
Shake: Schütteln der Hüften
Bump: Hüftstoß in beliebige Richtung
Grind: Kreisen der Hüfte
Pasties: phantasievoll gestaltete Aufkleber für die Brustwarzen
Tassletwirl: drehen der Quasten an den Pasties, die durch Körperbewegung geschwungen werden
Musik

Ronnie Magri & his New Orleans Jazz Band - Shim Sham Revue
Tease! The Beat of Burlesque
David Rose and his Orchestra - Music of the the Stripper
The Best of Burlesque
Burlesque-Queens
Gypsy Rose Lee
Sally Rand
Tempest Storm
Dirty Martini
Dita von Teese
Filme

Gypsy
Ladie of Burlesque
Cabaret
Victor Victoria
Manche mögen's heiß
Grafische Gestaltung: Konstanze Winkler
*** einige von Zoe MacTaggarts Bildern ***
Zoë MacTaggart

drsketchy.com

drsketchy-hannover.de
Photos © 1, 2 und 4 Nawid Reinermann, 3 Ralf Decker, 5 Diego Leon
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