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Schmuck, DIY
Interview mit
zu ihren Balkan-Kostümen
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Könnt ihr euch nach Euren Farben und Geschmacksrichtungen (bezogen auf die Westchenkostüme) vorstellen?

Ich bin türkisbraun. (Alle durcheinander). Du bist pfefferminzbraun. – Nein! – Doch (alle lachen). – Du bist schlumpfweiß. – Lieber Schwarzwälder Kirsch. – Ich bin Marmorkuchen. (Alle stimmen lachend zu.) Ist schon eine Weile her, dass wir die Kostüme genäht haben. – Und die (nicht anwesende) große Wiebke – Wir haben offenbar mehrere Schwarzwälder Kirsch. - Ich freue mich tierisch, dass wir alle einen so gleichen Geschmack haben. – Wir haben uns, glaube ich, noch nie in die Flicken darüber gekriegt, wie ein Kostüm sein soll. Natürlich haben wir auch schon einmal ein Kostüm, bei dem die eine oder andere einen Kompromiss eingehen musste. Wenn wir mit einem Kostüm viel auftreten, dann fühlen wir uns auch wohl darin. - (Imme) Vielleicht nicht gerade im Westchenkostüm, weil ich darin keine Luft kriege (lacht), aber das liegt an anderen Dingen.

Kauft Ihr auch bei ebay?

Ja, ganz oft. Viel aus China und den USA, weil man hier in Deutschland viele Dinge gar nicht kriegt. Und dann gehen wir natürlich zum Osman (Osman Zargar, ein bekannter und günstiger Silberschmuckhändler aus Hannover) für den afghanischen Schmuck und den typischen Tribalschmuck. – Osman for president! - Das schließt auch wieder daran an, worüber wir vorhin gesprochen haben, nämlich keinen Schund mehr zu kaufen. – (Patricia) Mir geht es ja mittlerweile so, dass ich Kolleginnen auf der Bühne anders wahrnehme. Da denke ich: Oh, das hat sie von nanu-nana, oder das habe ich schon bei H&M gesehen. Und ich möchte nicht, dass jemand so etwas über mich sagt. – Wir legen auch sehr viel Wert auf gute Materialien. – Man muss ja nicht von allem das teuerste kaufen, aber man muss einen Blick dafür entwickeln, was für das eigene Kostüm geeignet ist. – Kauf dir lieber eine Sache und leg dafür ein paar Euro mehr hin, als drei Teile zu kaufen, die alle billig sind und nach Plastik aussehen. – (Elena) Die überleben ja auch nicht lange. Das sind so Teile, die einen noch auf der Bühne verlassen.

Ihr seid eigentlich sieben?

(Patricia) Ja, zwei müssen heute arbeiten. Wir sind ja nicht alle hauptberuflich Tänzerinnen, deswegen ist es leider oft so, dass die Arbeit einem in die Quere kommt. – Von daher ist es eigentlich gut, dass wir zu siebt sind, denn da bekommt man immer genug für einen Auftritt zusammen (alle lachen). – Ab drei bis vier, das ist so die Grenze, bei einem Duo kann man eigentlich nicht mehr von „perlatentia“ sprechen. – Als Trio treten wir bei privaten Feiern auf, wenn die Leute nicht mehr von uns bezahlen können. Erst bei Orient-Shows so wie hier erscheinen wir dann ab vier aufwärts. – Wir wollen uns ja auch nicht als Solistin auf die Bühne stellen und erklären: Sie sehen jetzt ATS, ich führe mich selbst. (Alle lachen.)

Und was erwartet uns als nächstes?

Wir haben zwei neue Sachen in der Mache. Eines davon bekommt ihr zur „Tribalution“ zu sehen (Show-Bericht demnächst in dieser Zeitung). Und auch wenn ich nichts verraten darf, doch so viel: Es wird anders. – Das passt aber auch zu „Tribalution“, denn da wird vieles anders. – Wir wollen mit dieser Veranstaltung den Tribal etwas aus seiner Orient-Ecke herausholen. – Das alles etwas anders verpacken. – Und uns an andere Zielgruppen wenden, die Tribal noch überhaupt nicht kennen und sich den unter normalen Umständen wohl auch nie anschauen gingen. 

perlatentia

v.l.n.r.: Jasmin, Patricia, kl.Wiebke,

vorn:
Elena, Imme, gr. Wiebke, Alexandra

Ein ausführlicher Showbericht der Tribalution demnächst hier bei hagalla...
www.perlatentia.de
Fotos: perlatentia und Art of Kara