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Photos © Konstanze Winkler
ROCKEN WIR DAS HAUS – MIT BAUCHTANZ!
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„Beyond Bellydance 3“
im niederländischen Utrecht,

26./27. März 2011
von Marcel Bieger

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Der letzte Block steht an und wird vom Flamenco Project eröffnet. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das in mehreren Teilen zeigt, was man hier unter Auseinandersetzung mit dieser andalusischen Kunst versteht. Im ersten Teil tanzt das Ensemble Flamenco zu live gespielter Percussion, in welcher sich auch indische Elemente finden. Im zweiten Teil bekommen wir von einer Solistin die klassische Variante zu sehen, in welcher sie stolz und selbstbewusst die Stiefel knallen läßt.
Im dritten Teil wechselt eine Tänzerin von Flamenco zu Charleston und wieder zurück, wobei jeweils zur Musik vom einen Genre nach den Schritten des anderen getanzt wird. Und im Schlußteil kommen alle zu klassischem Flamenco mit Chorgesang zusammen. Eine wahrhaft beeindruckende Darbietung!
Hazel beginnt mit Ballett, schwenkt dann auf Tribal Fusion mit Industrial um und bringt schließlich alle Stile zusammen. - Tribal zusammen mit südamerikanischen Rhythmen sind die Spezialität von Tamara Juel, die Tango und etwas Samba einbezieht.
Die aus Belgien stammende Hilde Cannoodt hat sich in ihrer Wahlheimat, dem englischen Brighton, einen guten Namen gemacht. Ihr Tanz kommt als Tribal Fusion mit Charleston daher, aber sie packt noch alles mögliche andere hinein. Ein toller Einblick in das Schaffen einer stilbildenden Künstlerin von der Insel. – Als einziger männlicher Tänzer in dieser Show betritt der Belgier Matthias Lauwers die Bühne, der uns mit OT-Ballett-Tanz erfreut. Matthias arbeitet mit Tjarda zusammen, und wir erleben die beiden zu einem späteren Zeitpunkt auf einer anderen Show im Duo. Offenbar ist da noch mehr zu erwarten.
Eine der ältesten und bekanntesten Tribal-Stämme der Niederlande ist Tribal Mystica. Ihre Kunst hat mit gewohntem Tribal mittlerweile nicht mehr viel gemein, aber der düsteren Fantasy sind sie in ihren Geschichten treu geblieben. Alles ist aber improvisiert, wenn auch Chefin Gonda als Führende nicht abgibt.
Altmeisterin Ariellah ist sicher einer der Höhepunkte dieser Show, zieht mal wieder alle Register, tanzt zu musikalischen Schnippseln von kaum einer Minute Länge ihre eigene Variante von OT, das reicht von fetzigem Rock zu Mittelaltermusik, neu dabei sind klassische Musik und Geigenklänge, die von Vivaldi und Paganini entlehnt sein dürften. Viel zu lange ist es her, daß wir Ariellah in Deutschland bewundern durften.
Den Abschluß besorgen Shakra, eine Gruppe, die wir immer schon einmal sehen wollten. Und was sie zu bieten haben, lohnt sich, und wie. Zuerst ist eine leise Steampunk-Spieluhr zu vernehmen, dann rocken sie gleich zu „Eminem“ los, und man könnte meinen, der Rapper habe seinen Auftritt bei diesen Frauen abgeguckt. Schon nach einer halben Minute hält es keinen im Zuschauerraum mehr auf dem Sitz.
Noch ein zweites Stück von diesem Trio, dessen Energie einen glatt umhaut. „Jump Around“, und afro-hip hopiger geht es gar nicht mehr, sie springen und hüpfen und schnellen sich pfeilgerade hoch, das sieht aus wie beim Rock der Pogo, und dabei sind es doch nur drei Personen hier auf der Bühne.
Das nächste "Beyond Bellydance" findet statt vom 18. - 20. November 2011.

Weitere Infos zur Veranstaltung unter: www.tjarda.nu

Seitengestaltung: Konstanze Winkler
The Uzumé
Projekt Flamenco
Projekt Flamenco
Tamara Juel
Hazel
Hilda Cannoodt
Matthias Lauwers
Tribal Mystica
Ariellah
Shakra