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UNSTERBLICHES VERLANGEN - Ein Tanzspiel in 19 Aufzügen
BELLYDANCE EVOLUTION

„IMMORTAL DESIRES“

Das Drehbuch setzt sich aus 19 Szenen zusammen, die dem Stück einen Rahmen und ein Gerüst geben. Die Szenen sind unterschiedlich lang, decken sich aber ungefähr mit den Tanz-Aufzügen. Hier die gekürzte Wiedergabe des Drehbuchs, versehen mit dem, was wir dort jeweils an Tanz geboten bekommen.
Bericht: Marcel Bieger
Fotos und Layout:
Konstanze Winkler
Abb. BELLYDANCE EVOLUTION Plakat © BELLYDANCE EVOLUTION
Das Bühnenbild ist ebenso einfach wie stimmig: Im Hintergrund hängen einige Stoffbahnen leicht drapiert an einer Wand, die von Lichtern und Scheinwerfern in unterschiedlicher Folge und in wechselnden Farben angestrahlt bzw. beleuchtet werden. Daraus entstehen die schönsten und verblüffendsten Effekte. Man lässt sich davon verzaubern, ohne zu registrieren, mit welch einfachen Mitteln hier gearbeitet wurde.
Die Musik besorgte Paul Dinlettir, der in diesem Metier zuhause ist und bereits für BDSS die Tourneemusik geschrieben hat.
Die Tänze tragen alle mehr oder minder zum Fortgang der Geschichte bei, und so bekommen wir nicht nur tanztechnisch oder athletisch schöne Darbietungen zu sehen, sondern auch sehr betonte und leidenschaftliche, denn den Darstellern stehen ja nur in erster Linie ihre Tanzbewegungen,  und in zweiter ihre Gestik und Mimik zur Verfügung, um den Gang der Geschichte wiederzugeben. Und auf der Bühne tut sich ständig etwas: Während in der einen Ecke die eine Szene vergeht, bahnt sich in der anderen schon die nächste an. So herrscht ständig Bewegung, ist andauernd etwas los, langweilt man sich in keiner Sekunde. Genug der langen Vorrede, lehnen wir uns also zurück und lassen wir uns von der „Unsterblichen Sehnsucht“ verzaubern:
1.) Thor hat zum Fest eingeladen, und Götter kommen gern von nah und fern. Medusa ist in besonders froher Erwartung, denn auch Apollo soll dort sein, und den will sie unbedingt wiedersehen. Die Gäste reisen an und überbringen tanzend ihren Gruß. Wir sehen die „Nebentänzerinnen“ mit je einem kurzen Solo hereinwirbeln und dann in der Formation tanzen. Im Anschluß erhält Alba Hayal Gelegenheit zu einem deutlich längeren Einzelauftritt. Denen folgen die eigentlichen Stars, die alle ein Solo hinlegen, dann die tanzenden Männer und die Trommler, das Ensemble ist komplett, die Party kann beginnen. Wir fühlen uns von dem beschwingten Raks Sharki dieser Darbietungen bestens eingestimmt und harren der Dinge, die da kommen sollen.
das Casting-Ensemble tanzt in Formation
Alba Hayal
vorne: Elisabeth Strong und Kaeshi
die "Guten": Persephone, Aphrodite und Peito
Die Tänzer aus dem Kaukasus: Guram und Zurab
"Orakel" Sharon Kihara und Ensemble
2.) Medusa hat nur Augen für ihren Apollo, der sie aber gar nicht zu bemerken scheint. Sie tanzt schließlich nur für ihn, den allerleidenschaftlichsten Raks Sharki, und sie läßt nichts unversucht. Allein, er schaut nicht mal zu ihr hin.
3.) Da nimmt auch noch Thor seine Tabla und erfüllt den Saal mit einem Rhythmus, der niemanden unbewegt lässt. Die Gäste strömen in Scharen auf die Tanzfläche, nur Medusa schleicht niedergeschlagen von dannen. Für sie noch schlimmer, Persephone ist von der Musik so entzückt, daß sie ihren wunderbarsten Tanz vorlegt, ein Bollywood-Solo, bei dem selbst Apollo aufmerksam wird und  ihren Bewegungen mit wohlgefälligen Blicken folgt. Gemeinsam mit einem Teil des Ensembles präsentiert Persephone einen schmissigen Bollywood, dem nichts Klebrigsüßes anhaftet. Apollo begibt sich zu ihr, die beiden sehen sich in die Augen, sie tanzen zusammen einen romantischen Walzer, und am Ende schenkt sie ihm – als Unterpfand ihrer Liebe - ihren Schal.
Medusa tanzt für Apollo...
Das Bollywood Ensemble: Eglal, Alba Hayal, Katka, Kaeshi, Aisa Lafour, Louchia
Persephone schenkt Apollo ihren Schal
Apollo und Persephone tanzen Walzer
Persephones Bollywood Solo
Thor schlägt die Tabla
Persephone und ihr Ensemble
4.) Medusa kocht vor Eifersucht und beschwatzt ihrer Freundin Thalia, Apollo abzulenken und den Schal zu stiebitzen. Das tut man einer Freundin zuliebe. Während der Treulose nicht auf sie achtet, zaubert Medusa die Rivalin an einen weit entfernen Ort. Pandora und Thalia erscheinen auf der Bühne und zanken sich um einen Säbel. Thalia gewinnt ihn für sich und und legt einen Säbeltanz zu melancholischer Zigeunermusik hin, der durch seine ästhetische Akrobatik auffällt.
Zank um den Säbel
Thalia und Pandora haben den Schal stiebitzt
Thalia...
...beim Säbeltanz
...aber dieser hat nur Augen für Persephone
in der Mitte: Sharon Kihara, Kaeshi, E. Strong, Jillina
die "Bösen": Medusa, Pandora und Thalia
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