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BDSS IN DEUTSCHLAND
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Photos © Konstanze Winkler
Drei deutsche Städte waren offiziell dabei – Nürnberg, Ulm und Köln -, und an jedem Ort traten in der ersten Show-Hälfte lokale Tänzerinnen auf, während die zweite Abteilung dann den BDSS gehörte. Wer das Glück hatte, zu den insgesamt rund 1000 Zuschauern zu zählen, die an einem dieser drei Stätten die Bellydance Superstars sehen durften, war durchweg hellauf begeistert.
Den anderen ein Trost, im nächsten Jahr kommen die BDSS wieder, und zwar im Mai/Juni 2013. Fünfzehn deutsche Städte sind als Austragungsort der „BDSS CLUB BELLYDANCE TOUR 2013“ geplant. Wer das Glück hatte, die Show bereits in diesem Jahr zu schauen, ist garantiert wieder gern dabei denn …
… BDSS ROCKEN DEN SAAL!

von Giuliana Angelini und Marcel Bieger

Wie es das Konzept der Club Tour vorsieht, tanzen die sechs Frauen dieser Truppe über all die gleiche Show, eine perfekt durch- choreographierte Schau, amerikanisches Tanz-Entertainment im besten Sinn des Wortes. Hier bestehen keine Grenzen mehr zwischen klassischem Orientalischen Tanz und Tribal, hier wird alles fusioniert, was gut und schön aussieht. Kunststück, Inka ist in beiden Lagern zuhause, und sie beweist an diesen drei Abenden, daß sie das eine so gut kann wie das andere. Damit ist sie die perfekte Besetzung für die Tournee, wie alle anderen fünf auch. BDSS-Chef Miles Copeland stellt die Truppen exakt und auf den Punkt genau für die Tourneen der Bellydance Superstars zusammen und erschafft damit eine neue Qualität und Ästhetik des Bauchtanzes, sozusagen die amerikanischste aller Formen.
Die Show, die wir zu sehen bekommen, ist beinahe schon ein Ganzes, die einzelnen Stücke sind zwar noch voneinander unterschieden, gehen aber an den Rändern ineinander über, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, ist immer nur ein Teil des Sextetts auf der Bühne, während der Rest sich hinter der Bühne für den nächsten Auftritt zurechtmacht. So bekommt die gesamte Darbietung eine ungeheure Dynamik und ein atemberaubendes Tempo. Die sechs Künstlerinnen – Sabah, Moria Chappell, Inka Strobl, Stefanya, Sabrina Fox  und die inzwischen ausgeschiedene Petite Jamila - sehen alle sehr gut aus, strahlen Frische und Beweglichkeit aus und wirken wie die Botschafterinnen einer besseren Welt, der des Bauchtanzes nämlich.
Doch zu den einzelnen Vorträgen: Zum Start stürmen alle sechs zu einem Raks Sharki verknüpft mit einer Schleier-Phantasie mit rasanter Geschmeidigkeit über die Bühne.
Stefanya zeigt das erste Solo des Abends, einen New Baladi in einer fesselnden Interpretation, so anmutig,  gefühlvoll und ausdrucks- stark, als könne man durch Ihre Augen in ihre Seele sehen.
Zimbel-Tribal von Moria & Sabrinaa, ein sehr athletischer Tanz  der schnörkellosen Art, der das erdverbundene Gefühl dieses Genres in den Vordergrund stellt.
Ein Raunen geht durch den Saal, der erste eigene Auftritt von „unserer Inka“, dem heimlichen Liebling des deutschen Publikums, und wen wundert’s, daß sie tatsächlich allen Erwartungen mehr als gerecht wird: Wie eine frische Sommerbrise weht sie durch den Raum, ach, diese Tänzerin hat etwas so Ehrliches in ihrem Tanz  - intensiv und sinnlich, dann kokett verspielt – ein wahrer Genuß, ihr zuzusehen!

Petite Jamila führt uns ihre Interpretation eines Drehtanzes vor, gleicht dabei einem Vogel mit weißen Schwingen, und daraus wird ein Doppelschleier-Tanz, wiederum ein perfektes Beispiel für den absolut professionellen und verspielten Umgang dieser Truppe mit den einzelnen Sujets.

Moria bringt die modernen Spielarten des Tribal zusammen, verpackt sie in „burlesque“, die einzelnen Formen wechseln wie ihre Tanzpersönlichkeit, und das alles im weiten Spannungsfeld zwischen so schön und so schaurig.

Stefanya und Sabah treten als nächstes im Duo auf: Mit einem Ballettpart, schwingenden Röcken und Can Can-Elementen schaffen sie eine temperamentvolle freche Darbietung – spätestens bei den Fouetté-Drehungen ist die starke Balletttechnik, die die beiden mitbringen unbestritten. Es folgt der CanCan Part, Inka kommt dazu, hohe Beine, Musikwechsel, gleich noch mehr schwingende Röcke, alle sechs sind nun auf der Bühne, drehen sich weiblich,
stolz und frech.

Wieder ein Solo, diesmal von Sabrina. Sie wechselt so schnell ihren Charakter, schlüpft gemäß der Musik in verschiedene Rollen und entfacht ein intensives Spektakel, das den Zuschauer in Bann hält.  Unverwechselbar ihr Bewegungsstil: weich und dabei schnell, mit faszinierender Bodenarbeit.

Im Finale halten die Tänzerinnen ein Tuch in der Hand und geben einen Halay, einen türkischen Volkstanz. Freude und gute Stimmung bestimmen den Abschluß eines großartigen Abends beim gemeinsamen Finale mit den einheimischen Künstlern.
Kurz vor Schluß das Solo der künstlerischen Leiterin Sabah: Sie verkörpert Perfektion und Eleganz und strahlt bei Ihrer Darbietung größte Lebensfreude aus, die auch das Publikum
mitreisst. Sinnlichkeit reimt sich bei ihr auf tolle Technik
und weibliche Tanzfreude.

Zum Trommelsolo versammeln sich dann alle Tänzer nochmals auf der Bühne. Wieder werden die unterschiedlichen Persönlichkeiten deutlich, die das Zusammenspiel so einzigartig machen.

Die Bellydance Superstars mit einer Schleier-Phantasie
Stefanya
Petite Jamila
Stefanya
Moria und Sabrina
Inka
Petite Jamila
Moria
Sabah, Inka und Stefanya
Sabrina
Gruppen-Trommelsolo
Sabah
Finale