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Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
BDSS IN DEUTSCHLAND
Homepage: www.shahrazad.de
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BDSS IN …

KÖLN, bei Shahrazad
17. Mai 2012
der Showbericht

- von Marcel Bieger

Shahrazad, die Kölner Veranstalterin, hat einen guten Griff getan. Der Pfarrsaal der Gemeinde St. Konrad im Kölner Stadtteil Vogelsang faßt um die 250 Personen, und die sind an diesem Abend im Mai auch gekommen. Es hätten leicht noch mehr werden können zu diesem bauchtanzhistorischen Anlaß, aber die Bellydance Superstars kommen ja 2013 wieder, und dann können alle diejenigen, die diesmal nicht so viel Glück hatten, das Versäumte nachholen, es lohnt sich in jedem Fall.
Wie bei dieser Tournee üblich hat Shahrazad die erste Halbzeit zusammengestellt, und da kommt einiger rheinischer (es sind ja nicht nur Kölner) Bauchtanz-Adel zusammen. Im Publikum auf vielen Plätzen Tänzerinnen, die sonst selbst auf der Bühne wirbeln und um deretwillen die Schaulustigen anstehen. Aber heute wollen sie selbst die Weltsensation miterleben. Bis fast unmittelbar vor Beginn strömen noch Menschen herein, schließlich ist heute ein normaler Werktag, und da kommt man nicht immer von der Arbeit weg, wann und wie man das gerne möchte. Im Vorraum dichtes Gedrängel um den Stand mit Artikeln aus dem Hause „BDSS“ – nur dieser eine Stand, keiner der üblichen Verdächtigen; das hat die Tourneeleitung sich ausbedungen, exklusives Angebot, oder: Du sollst keine fremden Götter haben neben mir.

Shahrazad betritt die Bühne und begrüßt die Gäste zu einem bunten Programm, sagt die einzelnen Künstler aber nicht an. Gerade so wie beim zweiten Teil, wo die sechs jungen Frauen von BDSS in wechselnden Gruppierungen ein fast durchgehendes Programm tanzen. Je eine oder mehr verlassen die Bühne, um sich umzuziehen, während die anderen ihre Nummern vortragen. Das hat Tempo, das vergeht wie im Fluge, daran kann man sich gewöhnen.

DIE ERSTE HALBZEIT

Was wir nun zu sehen bekommen, verdient nicht den Namen „Einheizer“ oder „Vorprogramm“, denn die Künstlerinnen sind gestandene Tänzerinnen, die schon oft genug auf den verschiedensten Bühnen bewiesen haben, daß sie ein Publikum zu fesseln wissen. Dennoch haben sie hier einen schweren Stand, denn, seien wir ehrlich, alle warten auf den Auftritt der Damen aus den USA (nebst einer Deutschen). Aber weil sie erfahrene Künstlerinnen sind, gelingt ihnen das auch, und der erste Teil kann sich wirklich und wahrhaftig sehen lassen, braucht sich nicht hinter dem zweiten zu verstecken. Die Entscheidung, dieses Programm mit einer Mischung aus erfahrenen und neueren Kräften zu bestücken ist nicht ohne Klugheit.

Im einzelnen: Den Start gibt, wie nicht anders zu erwarten, Shahrazads Paradetruppe, Salomons Töchter, mit einem bunten, lebendigen und gleichzeitig eleganten Gemisch aus Zigeunertanz, Trommelsolo und Raks Sharki. – Ihnen folgt Seiya mit einem sehr klassischen, sehr in sich gekehrten und sehr sentimentalen Raks Sharki.

Apsara Habiba erscheint mit ihrer Show-Truppe Goondarani mit einem „China-Fusion“, chinesisch die Kostüme, chinesisch die Fächerschleier und chinesisch die Bewegungen. Sehr synchrone Darbietung zu dramatischer Musik. Im zweiten Beitrag mischen sich lateinamerikanische Töne unter das Asiatische, finden sich chinesische Tanzfiguren zu Samba-Getrommel.

Izida kommt uns ebenfalls mit einem Raks Sharki, zeigt aber dessen andere Ausrichtung, nämlich stürmisch, Leidenschaftlich und mit vielen Shimmies. – Sundari & Sun Bees bieten zu neunt Tango Fusion und lassen dann im Ensemble die Schleier wehen.
Solo für Shahrazad: Sie tanzt, für sie typisch, Klassisches mit starkem indischen Einschlag. Im zweiten Teil gesellen sich Salomons Töchter dazu, und frau tanzt einen sehr hübschen Kathak im Ensemble. – Von Xahira gibt es immer etwas Ausgefallenes, diesmal den alten Eurythmics-Klassiker „Sweet Dreams“ im neuen Gothic-Gewand. Alle Trommelsoli und Orientalischen Tänze enden darin in Zombie-Bewegungen.
Solo auch für Apsara Habiba, die uns als afrikanische Wilde begeistert. Ein Beweis, daß sie alles kann, auch Tribal Fusion. – Sundari befaßt sich mit dem König der Bauchtänze, dem Raks Sharki, und interpretiert ihn recht artistisch. Ihr Beitrag mündet in einem Trommelsolo.
Vor dem Finale besetzen Shahrazad und ihre Salomons Töchter die Bühne und führen noch einmal ihr Fischflossen- und Thai-Fingernägel-Stück vor, daraus wird ein Trommelsolo mit Isis-Flügeln, und als dann alle im Ensemble dazu tanzen, strömen auch die im ersten Teil aufgetretenen Künstler die Bühne und schließen sich der Darbietung an.
Photos © Konstanze Winkler
Salomons Töchter
Goondarani
Sundari und Sun Bees
Salomons Töchter
Xahira
Apsara Habiba
Sundari
Izida
Shahrazad
Salomons Töchter
Seiya
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Mit im Einsatz stehen auch Xandri Nur aus Köln, Xahiras neues Ensemble mit einem Tanz, das die ganze Vielfältigkeit der Tribal-Theman aufzeigt, selbst OT-Elemente finden sich darunter; mit dieser Mischung kommen sie dem BDSS-Konzept ziemlich nahe.
Xandri Nur