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FRANKREICH TANZT TRIBAL

Bellyfusions 2010

von Mihrimah Ghaziya

Wir befinden uns im Jahre 2009. Ganz Frankreich wird vom Raqs Sharqi und „reinen“ ägyptischen Stil besetzt. Ganz Frankreich? Nein, denn eine Gruppe unbeugsamer Tänzerinnen hat sich dem Tribal Style und dem Fusion verschrieben.

So wurde die Idee von „Bellyfusions“ geboren. Eine Premiere in Frankreich. Die Teilnehmerinnen der ersten Staffel begeisterten die Franzosen durch ihre professionellen, innovativen Auftritte.

Und so boten 2010 Julie de St-Blanquat, Raphaelle Masson und Valérie Romanin eine ganze neue Show an. 45 Tänzerinnen aus aller Welt (USA, Spanien, England, Kanada, Frankreich …) trafen sich für zwei Tage Fusion in Paris am 23. und 24. Januar.

Dieses Mal konnte ich auch dabei sein! Zurück in meiner Heimat und trotzdem ausländische Tänzerin (die geborene Französin lebt in Bayern) … Das Ankommen am Theater am Samstag Nachmittag war der Startschuss für zwei intensive Tanztage.

Nachdem ich mit den Licht- und Bühnenproben fertig war, sprang ich regelrecht in die erste Metro um zu den Workshops zu fahren. Insgesamt 14 Möglichkeiten, von tollen Fusion-Tänzerinnen zu lernen, gab es über das ganze Wochenende verteilt. Der Trubel der ausgebuchten Workshops war aber kein Zeichen des Chaos. Im Gegenteil. Das Team managte die vielen eifrigen Schülerinnen und achtete darauf, daß die Workshops sowohl für sie als für die Lehrerinnen glatt liefen. Wer schon müde oder fertig war, konnte sich in einer kleinen Lounge erholen, sich auf den riesigen Kissen hinlegen oder beim Bazar vorbeischauen. Kaum war der Workshop vorbei, mußte ich wieder zum Theater flitzen, um mich für die Show vorzubereiten.

Die Vielfalt der Künstler war beeindruckend: kein Auftritt glich der anderen, und viele Tänzerinnen zeigten eine Kreativität, die man sich öfter wünschen würde. Weit weg von den „Billig“-Fusionen, die zu oft auf der Bühne dargeboten werden. Neben Tribal-Beiträgen von zum Beispiel Manhattan Tribal (USA) oder Saada (Spanien) gab es auch Fusionen mit Waacking (Lei The Night – Frankreich), Tango (Wendy Buenaventura – England), Burlesque (Gwen Booth – England) oder Flamenco (Patricia Alvarez - Spanien) sowie unklassifizierbare Stücke wie die Eiskönigin von Aepril Schaile (USA).
Aepril Schaile
Manhattan Tribal
Patricia Alvarez
Gwen Booth
Das Publikum, das bei weitem nicht nur aus Bauchtänzerinnen bestand, zeigte sich begeistert und bedankte sich bei uns mit viel Applaus.

Am nächsten Tag nach einer (zu!) kurzen Nacht waren alle doch munter genug für mehr Workshops, aber man sah auch mehr Frauen, die sich auf die Kissen legten. Alle wollten fit für den Abend bleiben, denn Bellyfusions 2010 war noch nicht ganz fertig: am Abend, in einem Szenelokal verabschiedeten sich Publikum und Künstlerinnen von einander in einer großen Party.

Mihrimah Ghaziya

DJ Tim Whelan (Transglobal Underground) und DJ Click (No Fridge) ließen noch alle bis in die Morgenstunden tanzen. Dann ging es für alle nach Hause… Zurück nach Deutschland, Spanien, New York … Mit im Gepäck: neue Inspiration, neue Freunde…

Merci Bellyfusions! Bis 2011!

www.mihrimah-ghaziya.de

PS: Wer auch außergewöhnliche Stücke oder Fusionen hat, kann sich ab sofort für 2011 bewerben! Alle Infos auf www.bellyfusions.com

S.a. „EXTRABLATT“ vom 5. Mai 2010

und hier gibt es den
BellyFusions Showtrailer 2010
zu sehen.

Fotos © Nicolas Meunier und Arnaud Joron
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