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Ein Bericht von Marcel Bieger
Fotos: André Elbing www.andre-elbing.de
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Ein Festival ist teuer, und wenn es perfekt organisiert ist und wie am Schnürchen abläuft, geht das auch nicht ohne Geld. Weltstars zuhauf, und neben einem aufwendigen Wettbewerb und zwei Nachmittags-Shows noch eine Abend-Gala auf die Beine zu stellen, kostet ebenfalls, und dazu auch noch Nerven. Eine Abend-Gala gilt als der Höhepunkt einer solchen Festwoche, und um die zu sehen, reisen viele OT-Freunde von nah und fern an. Damit möglichst viele Menschen in diesen Genuß kommen können, nimmt es Veranstalterin Leyla Jouvana auf sich, diesen Kraftakt gleich zweimal zu vollführen. Die Abend-Gala wird am Samstag und am Sonntag aufgeführt. Der Erfolg gibt Leyla recht, bei beiden Veranstaltungen ist die Rheinhausen-Halle brechend voll. Da auch schon die Nachmittags-Shows sehr gut besucht waren und inklusive des Wettbewerbs eine Woche zuvor, glaubt man der Veranstalterin gern, daß sich 4500 Besucher hier eingefunden haben.

Leyla Jouvana begrüßt ihr Publikum in der Rheinhausenhalle.
Kommen wir damit zu dem, was uns an beiden Abenden in jeweils gut 3 Stunden geboten wurde. Um es kurz zu machen, die Party ging nahtlos weiter. Das Bühnenbild stammte wiederum von Roland, und die Moderation besorgte das Paar Louis-Anch-Amun-XIV und Seetha. In immer neuen Fantasy-Kostümen führen sie durch die einzelnen Show-Blöcke, und auch sie sind ein Augenschmaus an diesen durch und durch bunten Abenden. Man fühlt sich von ihnen bestens eingestimmt. Die beiden haben die Orientalischen Festivals schon oft farbig und launig geleitet, und man erkennt rasch, warum sie so oft wieder zu diesem Zweck gebeten worden sind.
Nach der Einleitung die Show:
Die Tänzerin Schachlo stammt aus Usbekistan und hat in der damaligen Sowjetunion eine sehr gründliche Ausbildung im klassischen Ballett und anderem erhalten. Die heute in Bremen lebende Künstlerin hat es sich schon seit Jahren zur Aufgabe gemacht, den Menschen hierzulande die vielfältigen Tänze ihrer zentralasiatischen Heimat nahezubringen. Selbstredend stets in der entsprechenden Tracht.
Heute hat sie für uns zunächst einen afghanischen Tanz vorbereitet, der die geographische Nähe dieses Landes zu Indien nicht leugnen kann. Bei Schachlo kann man sich immer zurücklehnen und sich in eine fremde Welt entführen lassen.
Schachlo (Usbekistan)
Das Moderatoren-Paar des Abends:
Louis-Anch-Amun-XIV und Seetha
Die Veranstalterin Leyla Jouvana gibt sich – und uns – nun selbst die Ehre und erscheint ganz in Rot mit ihrer Projektgruppe (ganz in Blau) zu einem ägyptischen Hagalla (wie aufmerksam!!!). Sie nutzt diesen Auftritt, um zu zeigen, wie viel Energie und Kraft in ihr stecken. Ihrem durchtrainierten Körper gelingen die Flutters und Shimmies nicht nur reihenweise, sondern auch anscheinend mühelos. Der Rest der Truppe folgt ihr in allem perfekt, und so sieht man die ganze Choreographie mit größtem Genuß. Und noch einer nutzt die Chance, Moderator Louis zeigt sich zwischen den Kulissen und zeitweilig auch davor, ganz nach Art eines ägyptischen Mannes, der fröhlich um seine Braut wirbt, und so entsteht aus dieser Darbietung eine richtige Geschichte.
Leyla Jouvana mit ihre Projektgruppe bei einem fröhlichen Hagalla-Tanz
Die nicht nur mehrfache, sondern auch mehrjährige Contest-Platzierte Feriel aus Frankreich (u. a. 2007-09 „Miss Bellydance of the World“), führt heute einen Raks Sharki mit anschließendem Trommelsolo auf, die klassische Mischung. Feriel läßt einen mit ihrer Geschmeidigkeit nur noch staunen. Man glaubt es kaum, wie und welche Körperpartien sich bei ihr alles drehen lassen. Auch die Musik wandelt sich von zuckrigen Geigen, über Oriental Pop bis zu kräftigen arabischen Rhythmen. Dazu dreht, wiegt und schüttelt sie sich in einem fort, und bei ihren Flutters und Shimmies verschwimmt einem ihr Bauchnabel vor den Augen.
Lang erwartet und vielfach bejubelt erscheint
Sharon Kihara auf der Bühne, und man könnte glauben, der Saal sei komplett von den Teilnehmern an ihren Workshops übernommen worden. Jede Drehung wird laut beklatscht, und bejauchzt und bejubelt, sobald man sie aus dem Unterricht wiedererkennt. Und sie tanzt wirklich artistisch perfekt. In ihrem Fusion ist alles nur Denkbare enthalten, auch Fernöstliches, und in ihrem zweiten Stück fällt ein bulgarischer Frauenchor auf.
Fériel (Frankreich)
Sharon Kihara (USA/Berlin)...
...in Ihrem artistisch perfekten Tanz...
...ist sogar Fernöstliches enthalten
Leyla Jouvanas und Rolands 17. Orientalisches Tanzfestival Europas

Die große Show-Gala 2009
Duisburg, 28. und 29.11.2009, in der Rheinhausenhalle
ZWEI STATT EINS - DAS ERFOLGSREZEPT DER ABENDGALEN
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